01.10.2018

uniPortal: Startup mit App für Studierende erhält sechsstelliges Investment

Das Startup uniPortal entwickelte eine Organisations-App für Studenten und geht für die Expansion eine strategische Partnerschaft mit Media in Progress ein. Das größte Medienhaus an Unis in Österreich investiert eine sechsstellige Summe in das Wiener Unternehmen.
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uniPortal, Media in Progress
(c) rez.pictures_Andreas Balaz - Das uniPortal Team freut sich über ein sechsstelliges Investment von Media in Progress.

Mittlerweile nutzen 8.500 Studenten uniPortal. Die App funktioniert mittels einem Filtersystem, durch das Recruiter Studierende zielgerichtet ohne Streuverlust erreichen können. Möglich ist das durch den automatischen Noten- und Lehrveranstaltungsimport, Chat-Funktion, selbst erstellbaren Deadlines und Gutscheinen sowie Jobangeboten. Durch das sechsstellige Investment von Media in Progress steige die Nutzerzahl stetig an. „Das uniPortal-Konzept und die Mannschaft haben mich sofort überzeugt und ich freue auf eine erfolgreiche Partnerschaft“, meint Markus Müller, Gründer von Media in Progress und EduStore. Letztlich geht das Investment auf einen Brutkasten-Livestream mit zwei Gründern von uniPortal im März 2018 zurück.

Adrian Schmidt und und Maximilian Jerg im Brutkasten-Interview

Adrian Schmidt und Maximilian Jerg, die Co-Founder von UniPortal – deine Uni App, im live Gespräch über die smarte Digitalisierung des Studienalltags

Adrian Schmidt und Maximilian Jerg, zwei von vier Co-Founder (mit Stefan Starflinger und Emanuel Kaspar) von UniPortal – deine Uni App, im live Gespräch über die smarte Digitalisierung des Studienalltags und den Übergang von einer Hobby-App mit knapp 14.000 Usern zum professionellen Business.

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 5. März 2018

 

+++ Entrepreneurship Avenue: Was Gründer von Studenten lernen können +++

uniPortal: Studenten möchten umworben werden

„Active Sourcing und Employer Branding sind das A und O, um Studierende ohne Streuverlust erreichen zu können. Und 80 Prozent der Unternehmen suchen verzweifelt nach Lösungen dafür. Wir helfen Studierende mit Unternehmen zu verbinden. Das bringt einen Vorteil für beide Seiten“, meint Co-Founder Emanuel Kaspar. Laut einer Studie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wollen über 50 Prozent der Studierenden von Unternehmen umworben werden, statt selbst auf  Jobsuche zu gehen. Dies war jedoch bisher datenschutzkonform fast unmöglich, heißt es per Aussendung.

Netzwerk ist wichtig

Vorlesungsverzeichnisse, Facebook-Gruppen, um Skripten auszutauschen, Prüfungstermine – an der Uni Wien fehlte eine App, die den Studienalltag erleichtert. Also gründeten Maximilian Jerg und Adrian Schmidt im Jahr 2015 uniPortal. „Gerade zu Studienbeginn hätte ich gerne gewusst, wo ich was finde und wie ich leicht Leute kennenlernen kann. Ein gutes Netzwerk ist von Anfang an wichtig, zum Beispiel für Lerngruppen“ , sagt Jerg auf die Anfänge angesprochen.

Expansion + neue Features

Beide Founder sprühten vor Ideen und ergänzten neue Funktionen, wie einen Semesterplaner oder Chat. Aktuell arbeiten die jungen Gründer gemeinsam mit Stefan Starflinger und Emanuel Kaspar an neuen uniPortal-Features für Android und iOS. In Zukunft soll die App zudem auf andere Universitäten ausgeweitet werden. Neben den Wiener Unis ist inzwischen auch die Uni Graz dabei. Wichtig ist den Gründern dabei vor allem, mit Studierenden in engem Kontakt zu bleiben. „Nur dadurch können wir unsere Qualität erhalten und uns weiterentwickeln, ist Adrian Schmidt überzeugt.


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V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe
V.l.: Philipp von Lattorff, Johanna Pirker, Georg Kopetz und Dietrich Haubenberger bilden die Arbeitsgruppe "Science to Business" von Forwit | (c) Johannes Zinner

Die Verhandlungen zur gemeinsamen europäischen Gesellschaftsform EU Inc. bewegen sich langsam auf die Zielgerade zu. Mitsprache haben dabei nicht nur die EU-Kommission, die bereits im März ihren Entwurf vorlegte, und das EU-Parlament, das letztlich über das Regelwerk abstimmen wird, sondern auch der Rat der EU, also die Regierungen der Mitgliedstaaten. In der zweiten Reihe machen zudem einige mächtige Interessensvertretungen, etwa mehrere nationalstaatliche Notariatsverbände, ihren Einfluss geltend.

Eines zeichnet sich dabei bereits klar ab: Die Verhandlungen laufen auf einen Kompromiss hinaus, wie brutkasten bereits analysierte. Bereits der Kommissionsentwurf war eine im Vergleich zu den ursprünglichen Forderungen der im Startup-Umfeld formierten Initiative „EU-INC“ abgespeckte Version. Dass es in den Verhandlungen zu Abänderungen im Sinne der Initiative kommt, ist höchst unwahrscheinlich. Vielmehr stehen Streichungen zentraler Punkte im Raum, die für die Initiative zum Kern des Vorhabens zählen.

„Once in a generation-Chance für Österreich und Europa“

Diese adressiert nun auch die Arbeitsgruppe „Science to Business“ des österreichischen Rats für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (Forwit) in einem offenen Brief an mehrere österreichische Regierungsmitglieder. Der Arbeitsgruppe gehören TTTech-Gründer Georg Kopetz, Informatik-Professorin Johanna Pirker, Neurologe Dietrich Haubenberger und Philipp von Lattorff, Aufsichtsratsvorsitzender des Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna, an.

Die EU Inc. sei eine „once in a generation-Chance für Österreich und Europa“, heißt es im offenen Brief. Während die Bundesregierung mit der strategischen öffentlichen Beschaffung und der Errichtung eines Dachfonds bereits zwei „kritische Schwachstellen“ im Wissenstransfer in Österreich angehe, könne dies gemeinsam mit der EU mit der EU Inc. auch beim Thema Skalierung „schlagkräftig“ gelingen.

Regierung soll sich für zentrales Handelsregister und Mitarbeiter:innenbeteiligung einsetzen

Zwei aus Sicht von Forwit dafür maßgebliche Elemente der EU Inc., nämlich ein zentrales europäisches Handelsregister und eine standardisierte Mitarbeiter:innenbeteiligung, würden aber aktuell drohen, im Zuge der Verhandlungen gestrichen zu werden. Ersteres brauche man, damit es sich bei der EU Inc. tatsächlich um einen europäischen Standard handle, zweiteres, damit europäische Wachstumsunternehmen im Wettbewerb um Talente bestehen könnten. Zudem betont die Forwit-Arbeitsgruppe auch die Möglichkeiten, die die neue Gesellschaftsform KMU im Allgemeinen bieten könne.

Entsprechend fordert sie die Regierungsmitglieder im offenen Brief konkret dazu auf, sich in den Verhandlungen für das zentrale Handelsregister und die Mitarbeiter:innenbeteiligung einzusetzen, ebenso wie für die freie Wahl des Registrierungssitzes, den Zugang für alle Unternehmen und die Geltung des lokalen Arbeits- und Steuerrechts. Und zudem „die EU Inc. als Bestandteil der Umsetzung der Industriestrategie 2035 zu erachten und in der Folge entsprechend mitzugestalten.“ Man stehe den Adressat:innen und der gesamten Bundesregierung „für eine Vertiefung und Begleitung der österreichischen Position selbstverständlich zur Verfügung.“

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