07.04.2021

Unicorn: In Graz eröffnet neues Startup-Zentrum für 12 Millionen Euro

In Graz fand heute Mittwoch die feierliche Schlüsselübergabe für das neue Startup-Zentrum "Unicorn" statt. Auf rund 4000 Quadratmetern sollen künftig steirische Startups, universitäre Spin-offs und Forscher sowie Studierende zusammengebracht werden.
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Insgesamt stehen rund 4000 Quadratmeter zur Verfügung | (c) UniGraz/David Schreyer

In spielerischer Anlehnung an Unternehmen mit Milliardenbewertung hat die Universität Graz ihr neues Startup-Zentrum schlicht „Unicorn“ genannt, das heute Mittwoch nach rund zweijähriger Bauzeit feierlich in Graz eröffnet wurde. In den Um- und Zubau eines Altbestandes in unmittelbarer Nähe zum Uni-Hauptgebäude wurden rund zwölf Millionen Euro investiert.

Als 100 prozentige Tochter der Universität Graz möchte der neue Hub laut Eigendefinition künftig disziplinenübergreifend Innovationen in der Steiermark vorantreiben. Ein Fokus wird unter anderem auf die Themen „Modern Aging“ und „Demographic Change“ gelegt.

Zudem soll laut Unicorn-Geschäftsführer und Vizerektor für Finanzen und Standortentwicklung, Peter Riedler, der neue Hub einen Begegnungsort für Wissenschaft und Wirtschaft bieten. „Die Universität Graz schafft eine engere Anbindung an die heimische Wirtschaft und streicht die Anwendungsbezogenheit von Forschungsergebnissen noch stärker heraus“, so Riedler über die Zielsetzung.

Unicorn umfasst 4000 Quadratmeter

Insgesamt stehen im neuen Zentrum 4000 Quadratmeter zur Verfügung, auf denen künftig universitäre Spin-offs und Forscher sowie Studierende zusammengebracht werden. Als Zentrum dient dafür eine umfassend sanierte Grüdnerzeit-Villa, die als Brückenbauwerk das Zentrum des Komplexes bildet. Daran angeschlossen ist ein fünfstöckiger Neubau, der modernste Büro- und Besprechungsräume sowie großzügige Co-working-Spaces beherbergt.

Als Kommunikationsdrehscheibe dient ein für alle offenes Café. Neben Büros stehen auch extern buchbare Seminar- und Veranstaltungsräume zur Verfügung. Teil des Ensembles sind zudem Räumlichkeiten für die HochschülerInnenschaft (ÖH) der Universität Graz, die künftig eine Nutzfläche von rund 1100 Quadratmetern nutzen wird.

Bekannte Mieter bereits eingezogen

Mit Anfang April zogen laut dem Online-Magazin der Universität Graz die ersten Mieter ein. Darunter befinden sich zahlreiche bekannte Namen der steirischen Innovations- und Startup-Szene wie Aula X, Next Incubator, Social Business Club Styria, Techhouse und die Gründungsgarage.

Zudem haben auch einige Startups im Hub eine neue Heimat gefunden. Darunter befinden sich i4see, digitAAL oder das bekannte Spin-off der Universität Graz innophore. Im vergangen Jahr erlangte innophore internationale Bekanntheit, da es schon zu Beginn der Pandemie mit seiner AI-Screeningmethode nach einem Wirkstoff-Kandidaten für den SARS-CoV-2-Virus suchte – der brutkasten berichtete.

Startup Werkstatt

Im Gebäudekomplex ist neben einem eigenen Spin-Off Lab zudem die sogenannte unicorn Start-Up-Werkstatt untergebracht, die sich an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Graz mit ihren Gründungs- und Innovationsideen richtet. Gemeinsam mit Experten sollen dabei künftig eigene Ideen konkretisiert und innerhalb von wenigen Monaten zu einem Prototypen gebracht werden. Der erste Batch startet übrigens mit mit Anfang Juli 2021. Bewerbungen sind bis zum 7. Juni 2021 über die Website von Unicorn möglich.


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Das Bitpanda Headquarter in Wien © Bitpanda

Das Wiener Krypto-Unternehmen Bitpanda erweitert seine Plattformarchitektur. Mit der Einführung des sogenannten Model Context Protocol (MCP) und einer neuen API-Integration (Application Programming Interface) können Anleger:innen künftig externe KI-Assistenten wie ChatGPT oder Claude nutzen, um unter anderem ihre Portfolios per Spracheingabe zu steuern.

Investieren ohne Programmierkenntnisse

Im Kern handelt es sich bei dem MCP laut Bitpanda um ein offenes, standardisiertes Schnittstellenprotokoll, über das kompatible KI-Assistenten Anfragen in natürlicher Sprache verarbeiten und ohne Programmierung direkt mit API-Endpunkten interagieren können. Privatanleger:innen ohne technischen Hintergrund können dadurch in natürlicher Sprache Kontostände abrufen, Positionen im Blick behalten oder Trades vorbereiten, ohne eigenen Code schreiben zu müssen.

Bitpanda selbst bezeichnet diesen Schritt als „nächste strukturelle Entwicklungsstufe finanzieller Schnittstellen“, die sich von passiven Chatbots zu aktiven Werkzeugen wandeln. Für Entwickler:innen steht eine klassische API bereit, um maßgeschneiderte Finanzanwendungen zu programmieren.

Elf Werkzeuge für KI-Assistenten

Konkret stellt der Bitpanda-MCP-Server nach der Verbindung elf native Tools bereit, die sich in drei Kategorien gliedern: Für Markt- und Portfoliodaten stehen unter anderem Funktionen zum Abrufen von Kursen, verfügbaren Assets und der eigenen Portfolio-Historie bereit. Im Bereich Staking und Earn lassen sich zum Beispiel aktive Positionen einsehen sowie Staking- und Unstaking-Vorgänge auslösen.

Sicherheit und Systemlimits

Die Künstliche Intelligenz agiert jedoch nicht autonom. Jeder Systemzugriff erfordert laut Bitpanda einen API-Key mit individuell festgelegten Berechtigungen, sogenannten „Scopes“. Das Trading basiert auf einem Request-for-Quote-Modell (RFQ): Ein Trade muss von der KI zuerst als Preisangebot angefragt und anschließend vom Menschen oder durch vorab definierte Regeln ausdrücklich bestätigt werden.

Dadurch bleiben alle Aktionen innerhalb des regulierten MiCAR-Rahmens der EU, heißt es vom Unternehmen. Christian Trummer, Chief Scientist und Mitgründer von Bitpanda meint: „Agentic Finance kann zu einer zentralen Schnittstelle für Finanzdienstleistungen werden. Wir werden diese Entwicklung in Europa verantwortungsvoll mitgestalten.“

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