09.12.2025
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ummadum: Tiroler Mobility-Startup musste Konkurs anmelden

Ummadum machte mit seiner App, die umweltfreundliches Reisen belohnt, unter anderem durch Kooperationen mit großen Sport-Vereinen auf sich aufmerksam. Nun wurde aber ein Konkursantrag eingebracht.
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c) Andreas Friedle - Ummadum-Gründer René Schader und Thomas Angerer.

Das Prinzip der ummadum-App ist einfach: Wer umweltfreundlich reist, wird dafür belohnt. Wer sich etwa mit einer Fahrgemeinschaft, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV bewegt und dies über die App dokumentiert, sammelt Punkte bei Partnerbetrieben, die dann Rabatte oder andere Benefits bringen.

Kooperationen mit deutschen Bundesliga-Vereinen und Millionenfinanzierung 2020

Für Aufmerksamkeit sorgte das Startup mit Sitz im Tiroler Wattens unter anderem mit Kooperationen mit den beiden deutschen Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart und VfL Wolfsburg, wie brutkasten 2023 berichtete. Das brachte dem Startup 2024 auch den deutschen Nachhaltigkeitspreis „Spobis“ ein, der von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und der HypoVereinsbank unterstützt wird. Schon im Corona-Jahr 2020 hatte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über zwei Millionen Euro abgeschlossen.

Konkursantrag eingebracht

Doch wie die Kreditschutzverbände KSV1870, AKV und Creditreform vermeldeten, musste ummadum nun Konkurs anmelden. Der Antrag wurde vom Startup selbst eigebracht. Weitere öffentliche Informationen etwa zur Höhe der Schulden oder der Anzahl der betroffenen Mitarbeiter:innen und Gläubiger:innen liegen bei den Verbänden aktuell nicht vor. Ein Konkursverfahren mündet üblicherweise in die Schließung des Unternehmens. Es kann aber noch während des Verfahrens ein Antrag auf Sanierung gestellt werden. Die Website des Startups ist aktuell mit dem Verweis auf Wartungsarbeiten nur eingeschränkt verfügbar.


Hinweis der Redaktion: Eine brutkasten-Anfrage beim Gründer um ein Statement wurde noch nicht beantwortet. Das Statement wird hier nachgetragen, wenn es eintrifft.

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Die Pimcore-Geschäftsführer Dietmar Rietsch und Matthias Blauth (v.l.) © Pimcore

Der britische Private-Equity-Investor Tenzing steigt bei Pimcore ein: Wie Tenzing in einer Mitteilung bekannt gab, übernimmt das Unternehmen die Mehrheitsanteile, die bisher der Münchner Wachstumsfonds Nordwind Growth hielt. Laut Firmenbuchdaten hält der zu Nordwind gehörende NC Growth Fund I GmbH & Co. KG aktuell 73,25 Prozent an der Pimcore GmbH. Die Transaktion steht laut beiden Unternehmen noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.

Salzburger Unternehmen für Datenverwaltung

Pimcore wurde 2009 in Salzburg gegründet und bietet eine Plattform für die Verwaltung von Produkt-, Kunden- und Asset-Daten. Laut Tenzing laufen mehr als 120.000 Installationen und über 400 Unternehmenskund:innen auf der Software. Der Deal ist der nächste Schritt in der Finanzierungsgeschichte, über die brutkasten mehrfach berichtet hat.

2018 investierte die Münchner Auctus Capital 3,5 Mio. US-Dollar in das Open-Source-Tool. 2022 sicherte sich Pimcore eine Series-B-Runde über zwölf Mio. US-Dollar, die Nordwind Growth anführte und sich damit die seither bestehende Mehrheitsbeteiligung sicherte, mit dem Ziel, die globale Expansion des Salzburger Unternehmens voranzutreiben. Rund zehn Monate später folgte die Eröffnung eines deutschen Standorts in Langenfeld sowie die Erweiterung des Management-Teams durch Matthias Blauth.

Zweites DACH Investment für Tenzing

Tenzing begründet den Einstieg mit dem wachsenden Bedarf an kontrollierten Unternehmensdaten für KI-Anwendungen. Milan Kellner, Investment Lead bei Tenzing, wird in der Mitteilung zitiert: Pimcore habe „etwas Seltenes geschaffen – eine einzige Plattform, die Unternehmen eine verlässliche Version ihrer Produkt-, Kunden- und Asset-Daten liefert, während die meisten Mitbewerber nur einen Teilbereich abdecken.“

Finanziert wird die Übernahme aus Tenzings 900 Millionen Pfund schwerem Fund III, aus dem der Investor seit 2023 investiert. Pimcore ist Tenzings zweite Investition im DACH-Raum nach dem IT-Dienstleister Mahr EDV.

Persönliches Schreiben der Pimcore-Geschäftsführer

In einem Blogbeitrag ordnen die Co-CEOs Dietmar Rietsch und Matthias Blauth die Übernahme ein: Unverändert blieben der offene Plattform-Kern („Open-Core“), das freie Deployment (Cloud, On-Premise, PaaS), die Führung durch die beiden Co-CEOs sowie die Produkt-Roadmap rund um die „Data Spine“-Strategie und die KI-native Weiterentwicklung.

Mehr Ressourcen für internationales Wachstum

Was sich laut den Geschäftsführern ändert, sind vor allem die Ressourcen für internationales Wachstum: Tenzing bringe mit rund 1,7 Milliarden Pfund verwaltetem Vermögen, 20 Portfoliounternehmen und Standorten in London, Stockholm und München zusätzliche Reichweite, um die Skalierung, auch über Zukäufe, voranzutreiben. Zudem kündigt man mehr Investitionen in Partner-Enablement, Zertifizierungen und gemeinsame Vermarktung mit dem bestehenden Ökosystem an.

Den bisherigen Investor Nordwind Growth würdigen Rietsch und Blauth für den Umbau vom Open-Source-Projekt zum Enterprise-Softwareunternehmen: In den knapp vier Jahren seit dem Einstieg sei der jährlich wiederkehrende Umsatz um mehr als das Fünffache gewachsen, das Unternehmen operativ profitabel geworden und ein Standort in Nordamerika aufgebaut worden.

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