03.11.2020

Umgang mit Angst und Panik: Pocketcoach-App ist vorläufig gratis

Anlässlich des Terroranschlags in Wien ist die Pocketcoach-App vorläufig in Österreich gratis. Per Chatbot setzt man sich hier aktiv mit Angstzuständen und Panikattacken auseinander.
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Pocketcoach
Das Team von Pocketcoach. (c) Pocketcoach

Aufgrund des Terroranschlags am 2. November in der Wiener Innenstadt hat das Startup hinter der Psychologie-App Pocketcoach beschlossen, den eigenen Dienst in Österreich vorerst gratis anzubieten. Pocketcoach ist eine App, in welcher sich die Userin oder der User über den Chat mit einem Bot aktiv mit Themen wie Angstzuständen und Panikattacken auseinandersetzt.

Die ersten Lektionen und viele Übungen sind bei Pocketcoach ohnehin kostenfrei. Darüber hinaus bietet die App über In-App-Käufe aber auch kostenpflichtige Kurse an. Diese sind in Österreich nun vorläufig gratis.

Telefonnummern für psychologische Unterstützung nach dem Terroranschlag

Für jene, die das persönliche Gespräch zu einem echten Menschen in dieser schwierigen Zeit suchen, steht auch der Opfer-Notruf 0800 112 112 des Weißen Ring rund um die Uhr als Anlaufstelle für Opfer, deren Angehörige und Zeugen zur Verfügung. Die psychiatrische Soforthilfe ist unter +43 1 31330 erreichbar, der notfallpsychologische Dienst unter +43 699 188 554 00 und Rat auf Draht unter 147 – alle Nummer jeweils 24 Stunden am Tag.

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Die beiden Gründer Dirk van Wassenaer und David Mayer-Heinisch | (c) Froots

Ein weiteres Jahr, ein weiteres Investment in Millionenhöhe bei froots. Zuletzt berichtete brutkasten im Juni 2025 von einer Kapitalrunde über 2,9 Millionen Euro, heuer fließen 2,25 Millionen Euro in den Vermögensverwalter. Die Finanzierungsrunde tragen neben bestehenden Kapitalgebern wie Andreas Treichl, Ex-CEO der Erste Group, und durchblicker-Gründer Reinhold Baudisch neue Investoren wie Paul Fattinger, Ex-CEO von woom. Das frische Geld wird laut froots in erster Linie für den weiteren Ausbau der technischen Plattform und die Stärkung der Marke eingesetzt.

Langfristigkeit als Unternehmens-Credo

Bei froots setze man bewusst auf kleinere Schritte mit „maßgeschneiderten Finanzierungsrunden für die Evergreen-Investoren“, wie es vom Unternehmen heißt. Dabei denke das Fintech langfristig. „Wir müssen niemandem in fünf Jahren einen Exit liefern. Das gibt uns die Freiheit, Entscheidungen für die nächsten zwanzig Jahre zu treffen“, sagt CEO und Co-Gründer David Mayer-Heinisch und ergänzt: „Wir haben gegründet, um zu bleiben. Unsere Kundinnen und Kunden investieren bei uns, weil sie sehr gut verstehen, dass wir sie bei ihrem langfristigen Asset Management unterstützen.“ Sowohl bei Kund:innen als auch Investor:innen zielt das Unternehmen auf einen Zeitrahmen von 20 Jahren ab. Derzeit managt froots ein Anlagevermögen von rund 250 Millionen Euro.

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