11.10.2022

Übernahme?: Lieferdienste Gorillas und Getir in fortgeschrittenen Gesprächen

Getir, das in Istanbul ansässige Lieferunternehmen, scheint sich mit dem deutschen Lieferdienst Gorillas in fortgeschrittenen Gesprächen zu befinden. Vermeintliches Thema: Übernahme.
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Gorillas, Getir
(c) Getir/Gorillas - Nazim Salur (l.), Founder von Getir und Kagan Sümer, Gorillas-Gründer.

Wie Bloomberg berichtet und sich dabei auf anonyme Quellen bezieht, soll sich das deutsche Delivery-Startup Gorillas in Gesprächen mit Getir, einem türkischen On-Demand-Lieferservice, befinden.

Der vorgeschlagene Deal würde eine Mischung aus Bargeld und Eigenkapital sein, erfuhr Bloomberg. Es seien aber noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden.

Gorillas Übernahme würde Getir neue Märkte eröffnen

Ein Zusammenschluss würde Getir, das von „Mubadala Investment Co.“ und „Sequoia Capital“ unterstützt wird, in wichtigen europäischen Märkten, darunter Großbritannien und Deutschland, eine größere Reichweite verschaffen. Gorillas, das zuletzt vor einem Jahr mit einer Bewertung von drei Milliarden US-Dollar Kapital aufnahm, habe dem Bericht nach, Optionen gesucht, nachdem Investoren, gegenüber der mit Verlusten arbeitenden Branche, vorsichtiger geworden sind.

Nach Anfragen von Reuters und der Bitte um Stellungnahme zu diesem Bericht sagte ein Sprecher von Getir, man könne „weder bestätigen noch dementieren“, während Gorillas erklärte, man werde keinen Kommentar abgeben.

Zwei Unicorns

Das in Berlin ansässige Unternehmen zog nach seiner Gründung im Jahr 2020 schnell Kapital an und wuchs während der Lockdowns, als Lieferdienste einen Aufschwung erlebten. Allerdings musste Gorillas in letzter Zeit Personal abbauen und sich aus einigen seiner Märkte zurückziehen.

Getir indes, das 2015 an den Start ging, sammelte im März fast 800 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 11,8 Milliarden US-Dollar ein, um sein Schnellliefergeschäft auszubauen. Das Istanbuler Unternehmen hatte auch bereits Ende 2021 den Kauf des britischen Startups Weezy verkündet.

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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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