11.01.2018

Uber bietet bei Hahnenkamm-Rennen Helikopter-Service an

Bei der diesjährigen Ausgabe des jährlichen Ski-Spektakels in Kitzbühel liefert Uber gemeinsam mit Mastercard mit dem UberHELI eine besondere Promotion-Aktion.
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Uber Austria: Der UberHELI
(c) Uber Austria: Der UberHELI

Ein spontaner Besuch beim Geschäftspartner im Nachbarland? Einfach App öffnen, Helikopter anfordern, sich zum nächsten geeigneten Landeplatz bringen lassen und wenig später am Ziel sein. Bezahlt wird per Kreditkarte über die App. So ungefähr stellt sich Uber die Zukunft mit dem UberHELI vor. Einen kleinen Vorgeschmack will der Österreich-Ableger des US-Unternehmens nun gemeinsam mit Mastercard am Rande der Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel liefern. Gäste können sich von 19. bis 21. Jänner von den Flughäfen in Salzburg und München zum Ski-Event und wieder zurück fliegen lassen. Die Buchung erfolgt via Uber-App. Das Service wird nur bei gutem Wetter angeboten.

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UberHELI-Aktion floppte bereits einmal

Eine sehr ähnliche Promotion-Aktion lieferte Uber bereits beim World Economic Forum 2016 in Davos (Schweiz). Sie stellte sich damals aber als Flop heraus. Wie später bekannt wurde, nutze kein einziger Passagier das Angebot. Mediale Aufmerksamkeit gab es dafür dennoch reichlich. Ob die Aktion in Kitzbühel erfolgreich wird, bleibt also abzuwarten. Recht große Chancen auf Erfolg dürfte jedenfalls der zweite Teil der Uber-Promotion am Rande des Events haben. Von 19. bis 21. Jänner wird es in Kitzbühel auch einen uberX Pop-Up Service geben. Die verwendeten Ubers werden mit Ski-Trägern ausgestattet sein.

Kein Schnäppchen

Das UberHELI-Service mag zwar günstiger als gängige Helikopter-Charter-Dienste sein. Schnäppchen sind die Flüge dennoch nicht. 2115 Euro sind One Way auf der Strecke Salzburg – St. Johann in Tirol zu bezahlen (ca. 20 Minuten Flug). München – St. Johann kostet pro Flug 3100 Euro (ca. eine Stunde). Zum Vergleich: Mit dem Auto fährt man vom Salzburger Flughafen nach St. Johann in Tirol etwas über eine Stunde – es sind knapp über 60 Kilometer Distanz. Von München sind es rund zwei Stunden Fahrt und knapp über 160 Kilometer Distanz.

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© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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