30.07.2019

Nach kurzer Pause kehrt Uber nach Wien zurück

Wenige Tage nach dem Inkrafttreten der Pause bietet Uber seine Dienste in Wien wieder an. Ein Gerichtsentscheid hatte vorgesehen, dass Uber für seine taxi-ähnlichen Dienste in Österreich eine Gewerbeberechtigung braucht.
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Uber in Wien
(c) Uber

Nach der kurzen Pause ist der Fahrten-Vermittler Uber wieder in Wien verfügbar, wie das Unternehmen am 30.7. in einer Email an seine österreichischen Kunden mitteilte. Ab 21 Uhr soll es den Dienst hierzulande wieder geben. „Als Dankeschön für deine Geduld möchten wir dir zwei Wochen lang 30% Rabatt auf deine nächsten 5 Fahrten schenken. Gib dazu einfach den Aktionscode WELOVEVIENNA in der Uber App unter “Bezahlung” ein“, heißt es weiter in der kurzen Email.

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„Lex Uber“ als nächste Herausforderung

Allerdings ist Uber über das Thema Gewerbebereichtigung hinaus mit weiteren Problemen konfrontiert. In der sogenannten “Lex Uber”, einer Anpassung des Gelegenheitsverkehrsgesetzes, wurde der Fahrtendienst kürzlich gesetzlich mit Taxi-Diensten gleichgestellt, was sein Geschäftsmodell de facto verunmöglicht. Das Gesetz soll im September 2020 inkrafttreten.
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Tamburi-Geschäftsführer Paul Brandstätter (r.) und Dominic Allram. © Beatriz Hasler

Das 2019 in Wien gegründete Unternehmen Tamburi betreibt ein zustellerneutrales Paketkastennetz. Nun hat das Startup einen weiteren Schritt beim Ausbau seiner Infrastruktur gesetzt: In der Antonie-Lehr-Straße im Bezirk Wien-Floridsdorf wurde die tausendste Anlage in Österreich in Betrieb genommen.

300 Stationen in einem Jahr

Noch im vergangenen Jahr hielt das Unternehmen bei rund 700 Standorten, wie brutkasten berichtete. Innerhalb von einem Jahr kamen somit 300 neue Anlagen hinzu. Tamburi möchte sich mit diesen autarken Stationen als Alternative zu den geschlossenen Systemen etablierter Logistikkonzerne positionieren.

Die Anlagen finden sich in Wohnanlagen, bei Unternehmen sowie an Verkehrsknotenpunkten. Durch eine Kooperation mit den ÖBB stehen die Schließfächer zudem an den österreichischen Landeshauptstadtbahnhöfen zur Gepäckaufbewahrung bereit. Die modularen Schließfächer benötigen laut Unternehmen weder Fundament noch Stromanschluss und lassen sich dadurch flexibel aufstellen.

Nächste Wachstumsphase

Für die Zukunft plant die Geschäftsführung, das Netz gemeinsam mit Wohnbaugesellschaften, Gemeinden und Immobilieneigentümer:innen weiter zu verdichten. Gebündelte Zustellungen sollen dabei helfen, den Verkehr auf der sogenannten letzten Meile zu reduzieren.

Paul Brandstätter, Geschäftsführer der Tamburi Holding GmbH, skizziert die langfristige Ausrichtung der Firma: „Unser Anspruch ist es, eine Infrastruktur aufzubauen, die so selbstverständlich verfügbar wird wie der klassische Briefkasten.“ Der aktuelle Meilenstein von 1.000 Stationen sei dabei laut Brandstätter lediglich „der Ausgangspunkt für die nächste Wachstumsphase“.

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