Medienberichten zufolge sollen verifizierte Twitter-Accounts künftig Geld kosten. Twitter soll 19,99 US-Dollar im Monat für eine neue Blue-Version verlangen.
Nach der Twitter-Übernahme will Neo-Chef und Tech-Milliardär Elon Musk nun mit der Verifikation von Nutzer:innen Geld verdienen. Bisher konnten verifizierte Accounts die Echtheit ihres Profils kostenlos mit einem blauen Häkchen garantieren. Derartige Symbole stehen in erster Linie Prominenten, Unternehmen und Nutzer:innen mit vielen Follower:innen, wie Politiker:innen und Journalist:innen, zur Verfügung.
Neues Abomodell namens “Twitter Blue”
In der Nacht auf Montag berichteten die Tech-Blogs “Platformer” und “The Verge”, dass das Verifikations-Symbol künftig nur noch für Kund:innen des neuen Abo-Angebots namens “Twitter Blue” verfügbar sein soll. Dies kostet aktuell 4,99 US-Dollar im Monat. Ohne Abo würden bereits verifizierte Nutzer:innen ihr kostenlos erworbenes Häkchen verlieren, wie “Platformer” berichtet.
Der Tech-Blog “The Verge” schrieb unter Berufung auf informierte Personen und interne Kommunikation von einer teureren Blue-Version, die aktuell in Planung stehe. Twitter soll dafür 19,99 US-Dollar im Monat verlangen. Die neue Version soll bis zum 7. November entwickelt und gestartet werden.
Elon Musk twitterte vergangenen Sonntag lediglich, dass das Verfahren zur Verifikation überarbeitet werde. Dafür hätte er rund 44 Milliarden US-Dollar bezahlt, was der Gründer primär aus Aktienverkäufen am Elektroauto-Hersteller Tesla, aber auch aus Beiträgen von Investor:innen und Krediten, bereit gestellt habe.
New Yorker Bürgermeister Mamdani verschenkt 10.000 Freikarten für Metropolitan Opera über App: Technologie aus Wien
Die Met-Opera-App basiert auf der Technologie des Wiener Unternehmens easy-connect und ist der digitale Kanal der Initiative „Opera for All“, die sich an neues Publikum richtet. Über die App lassen sich Tickets kaufen, an einer Ticket-Lotterie teilnehmen und Ausweise digital prüfen.
New Yorker Bürgermeister Mamdani verschenkt 10.000 Freikarten für Metropolitan Opera über App: Technologie aus Wien
Die Met-Opera-App basiert auf der Technologie des Wiener Unternehmens easy-connect und ist der digitale Kanal der Initiative „Opera for All“, die sich an neues Publikum richtet. Über die App lassen sich Tickets kaufen, an einer Ticket-Lotterie teilnehmen und Ausweise digital prüfen.
Die Metropolitan Opera und New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kündigten Ende September eine Initiative an: In der Saison 2026/27 gibt die Met jeden Monat 10.000 Karten an New Yorker:innen frei, die seit 2019 kein Met-Ticket gekauft haben. Das sind rund zehn Prozent aller Tickets der Saison. Das Unternehmen easy-connect aus Wien liefert dafür die Technologie, wie dieses heute bekanntgab.
easy-connect in New York
Die Tickets werden über die bestehende digitale Lotterie in der App vergeben: Dazu müssen Nutzer:innen ihren Ausweis für die Berechtigungsprüfung in der App hochladen und sich für eine Vorstellung zur Lotterie anmelden. Von einem möglichen Gewinn erfahren sie per Push-Nachricht – und erhalten das Ticket direkt am Handy. Das Besondere daran: So kann die Met auch jene Teilnehmer:innen erneut ansprechen, die bei der Lotterie nicht gewinnen.
„Mit Opera for All wollten wir es New Yorker:innen in allen fünf Stadtbezirken leicht machen, die Met zu entdecken – und sie persönlich bei uns willkommen heißen. Weil Lotterie und Ausweisprüfung bereits in der App, die wir auch für unsere Rush-Tickets nutzen, verfügbar waren, ging es bemerkenswert schnell von der Idee zum Start – und das in der Größenordnung, die diese ambitionierte Initiative gebraucht hat. Möglich war das dank unserer Zusammenarbeit mit dem innovativen und flexiblen Team von easy-connect, das uns bei jedem Schritt begleitet hat, vom Design bis zur Umsetzung“, sagt Gillian Brierley, Chief Audiences, Marketing, and Communications Officer der Metropolitan Opera.
Bürgermeister Mamdani über „Opera for All“
Das Modell lässt sich auf viele Kulturbetriebe übertragen. Seit 2024 vergibt die Met über eine Lotterie in der App vergünstigte Tickets für 25 Dollar. Mehr als 550.000-mal haben Menschen seither bei der Verlosung mitgemacht, mehr als die Hälfte der App-Nutzer:innen ist unter 40 Jahren alt – und trotzdem sind rund vier von fünf Tickets, die in der App gekauft werden, ganz reguläre (Vollpreis-)Karten. Für viele Menschen stelle die Lotterie den ersten Schritt ins Haus dar.
Denn wer sich in der App anmeldet, sei für die Met kein:e Unbekannte:r mehr. Wer bei der Lotterie nicht gewinnt, bekommt automatisch ein passendes Angebot für ein reguläres Ticket. Im deutschsprachigen Raum gibt es ebenfalls solche Modelle und Initiativen, um kulturelle Teilhabe über alle Besuchergruppen hinweg zu ermöglichen, unabhängig von Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten. Zum Beispiel am Opernhaus Zürich mit einer Ticket-Lotterie und der digitalen Prüfung der „KulturLegi-Berechtigung“ für Menschen mit geringem Einkommen, direkt in der App.
„Stammpublikum entwickeln“
„Kultur einfacher zugänglich zu machen, war von Anfang an unser Anspruch. Nun macht es uns besonders stolz, dass die Technologie hinter einem Programm dieser Größenordnung aus Wien kommt“, sagt Wolfgang Graf, Co-Founder & CEO von easy-connect, der das Unternehmen gemeinsam mit Gerald Stockinger gegründet hat. „Drei von vier Erstbesucher:innen kommen nie wieder. Mit einer eigenen App können Häuser das ändern: Menschen zum ersten Mal hereinholen, sie persönlich ansprechen und daraus Stammpublikum entwickeln. Am Ende des Tages geht es darum, möglichst viele Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern. Und was in New York funktioniert, funktioniert genauso in Wien, Zürich oder Berlin.“
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