30.01.2015

Twitter launcht Kurzvideo-App für Kinder

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Twitter launcht VineKids - eine App mit Kurzvideos für die ganz jungen Internet-User.

Für Kinder gehören Smartphones und Tablets längst schon zum Alltag. Viele Erwachsene müssen sich von den Heranwachsenden erklären lassen, was ihre elektronischen Geräte alles können. Aus einer aktuellen  Studie des Branchenverbands Bitkom unter 962 Mädchen und Buben im Alter von sechs bis 18 Jahren geht hervor, dass 20 Prozent von den bis sieben Jährigen regelmäßig am Smartphone aktiv sind. Mit einem Anteil von 85 Prozent ist das Smartphone in der Gruppe der über 12 Jährigen gar nicht mehr wegzudenken.

Von 820 befragten Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren nutzen 45 Prozent soziale Netzwerke und ganze 75 Prozent laden sich Filme, Videos oder Serien aus dem Internet herunter.

Bildschirmfoto 2015-01-30 um 23.11.45

 

© Bitkom

 

Dass hier Potential liegt, hat Twitter erkannt. Als der Kurznachrichten-Dienst 2013 die Video-Plattform „Vine“ vorstellte, hätte niemand gedacht, dass aus der Plattform mit sechs-Sekunden-Videos ein eigenes soziales Netzwerk entstehen würde. Nun launcht Twitter „Vine Kids“ – wie der Name schon sagt für die jüngsten Internetuser in einem digitalen Zeitalter.

„Liebenswerte, animierte Charaktere sorgen dafür, dass Kinder Videos zu sehen bekommen, die ihrem Alter entsprechen. Durch links- oder recht „Wischen“ des Bildschirmes, wird ein neues Video gezeigt und wenn man auf den Bildschirm tippt, hört man schrullige Geräusche“, so Twitter in einem Blogeintrag.

Hier ein Video von der Tochter eines Vine-Mitarbeiters – die sich sichtlich über die Videos zu amüsieren scheint.

 

https://vine.co/v/Otiq5iUtIwW

© Vine

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Alawyer
© Karo Pernegger - Wolfgang Deutschmann.

Wolfgang Deutschmann ist wohl vielen in der heimischen Innovations-Szene ein Begriff. Bereits mit 18 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und baute das Crowdfunding-Unternehmen Rockets Holding auf. Zudem ist er auch Eigentümer und CEO der ado New Media GmbH, einer Full-Service-Agentur für Social Media Marketing.

Aus dieser entstand die Idee zu Taxado – eine Recruiting-Plattform für Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien, die 2023 an den Start ging. Nun gibt es mit Alawyer das nächste Projekt des Seriengründers, für das er gleich 1,5 Millionen Euro an Förderung einheimsen konnte.

Alawyer-Founder: „Keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen“

Während herkömmliche Tools oft schnelle, aber nicht mit Quellen belegbare Antworten liefern würden, verfolge Alawyer einen anderen Ansatz, heißt es vom Unternehmen. Die KI recherchiert auf Grundlage von Gesetzen, Gerichtsentscheidungen, Fachliteratur und anderen offiziellen Quellen wie dem Grundbuch oder dem Firmenbuch, liest man in einer Aussendung.

Dabei folge sie derselben juristischen Methodik, die auch Jurist:innen bei der rechtlichen Recherche anwenden. Die Inhalte sollen dabei verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden, sodass den Antworten auch Laien folgen können. Die Überprüfung der KI-generierten Texte durch eine Expert:in sei dennoch notwendig, da Alawyer weder Rechts- noch Steuerberatung erbringt, wie Deutschmann erklärt „Alawyer ist bewusst nicht nur für Juristinnen und Juristen entwickelt und soll auch keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen. Im Gegenteil, die KI wurde mit rund 200 Expert:innen entwickelt: Schon jetzt gehören viele von ihnen zu unseren allerersten User:innen und profitieren selbst von dem Paradigmenwechsel im Rechtsbereich“, sagt er.

In elf Ländern verfügbar

Verfügbar ist Alawyer ab sofort mit Gesetzen und Gerichtsentscheidungen aus elf Ländern: neben Österreich und Deutschland zählen dazu Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Polen, Tschechien, Schweden, Dänemark und Finnland. Der Rest der EU soll bis zum Jahresende folgen.

Konkret möchte Alawyer dabei helfen, rechtliche Informationen zu strukturieren und zugänglich zu machen. Die KI unterstützt beispielsweise neben den Recherchen im Grund- oder Firmenbuch auch bei Vertragsanalysen oder bei der Aufbereitung von Quellen zu komplexen Rechtsfragen. Privatpersonen erhalten zudem den Hinweis, für rechtliche Beratung unbedingt Expert:innen (z.B. Rechtsanwält:innen oder Steuerberater:innen) hinzuziehen, und können den Chat samt Quellen direkt mit diesen teilen.

Zu den ersten Anwendern der KI-Lösung Alawyer zählen bereits mehrere Unternehmen aus dem juristischen und industriellen Umfeld. Genannt werden unter anderem Bosch Österreich, Frauscher Sensortechnik sowie die Gaedke & Partner Steuerberatung, die das Tool jeweils in unterschiedlichen Bereichen wie Legal Counsel, Compliance oder steuerlicher Beratung einsetzen.

Förderung aus Italien und EU

Die Zielgruppe von Alawyer umfasst Privatpersonen und Unternehmen. Der Zugriff erfolgt über Web sowie mobile Apps für iOS und Android (ab September). Abgerechnet wird über ein Credit-System pro Nutzung, zusätzlich gibt es einen kostenlosen Free-Plan. Für Unternehmen sind Abo-Modelle und Integrationen in bestehende Systeme vorgesehen.

„Unser Anspruch ist klar: Jeder Mensch soll sich schnell und einfach bei Rechtsfragen orientieren können. In Österreich, in der EU, in Europa – mit Alawyer wird rechtliche Intelligenz für alle zugänglich“, erklärt Deutschmann, der für sein Unternehmen die erwähnten rund 1,5 Millionen Euro an Förderung unter anderem durch die EU sowie durch das italienische Wirtschafts- und Finanzministerium erhalten hat.

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