Twitter-Klon Threads zählt 10 Millionen Anmeldungen in 7 Stunden
Gelauncht wurde die Twitter-Alternative von Meta heute in den USA und im Vereinigten Königreich - und erreichte 10 Millionen Anmeldungen nach nur 7 Stunden.
In der EU wird Zuckerbergs neue Twitter-Alternative vorerst nicht verfügbar sein, denn DSGVO-konform sei Threads nicht. Dennoch schlug der App-Launch in den USA und im Vereinigten Königreich heute große Wellen. Meta-Chef Mark Zuckerberg weihte die Plattform heute Nacht mit einer guten Nachricht ein: Auf seiner neuen Plattform verkündete er, dass diese bereits nach zwei Stunden knapp 2 Millionen User:innen zählen würde.
10 Millionen Nutzende in nur sieben Stunden
Wie das US-Online-Portal TechCrunch berichtet, soll Threads bereits gegen 4:00 GMT (Greenwich Mean Time, u.a. die Zeitzone in Großbritannien) rund 10 Millionen Anmeldungen gezählt haben – und das nur sieben Stunden nach seinem Launch.
Wie brutkasten berichtete, wurde Threads von der irischen Datenschutzbehörde als nicht DSGVO-konform eingestuft. Die App ist vorerst also nicht in der EU verfügbar. Grund dafür sei die Zusammenführung von Userdaten ohne deren Einwilligung, was Threads anscheinend unter anderem über die Fotosharing-App Instagram tun würde.
Zählung der Registrierungen über Instagram
In den USA und im Vereinigten Königreich konnte Threads über iOS, das Betriebssystem für Apple-Geräte, vorbestellt werden. Vorbesteller:innen wurden zum Launch-Zeitpunkt mit einer Push-Benachrichtigung informiert. Im Zielmarkt soll Meta durch auffällige Cross-Promotions auf Instagram auf den baldigen Launch der neuen Plattform hingewiesen haben. TechCrunch zufolge ist Threads eng mit Instagram verknüpft und Instagram-Konten würden eine Threads-Benutzernummer anzeigen. Die Zählung der Neuregistrierungen würde damit transparent und in Echtzeit ablaufen, so das Online-Portal.
Thread-Feed ist ein Algorithmus-Mix
Menschen für eine neue Plattform zu begeistern, ist schwer. Schwerer ist es aber, diese auch auf der Plattform zu halten. Meta hat sich in diesem Sinne dazu entschieden, auf einen chronologischen Feed zu verzichten. Man kann Profilen zwar folgen, deren Inhalte werden aber nicht zwingend chronologisch im Feed angezeigt. Meta setzt mit Threads also zur Gänze auf einen algorithmischen Mix, der Inhalte gemäß dem Nutzungsverhalten der User:innen ausspielt, so TechCrunch. Ob Thread-Nutzende damit länger auf der Plattform gehalten werden, wird sich zeigen.
Fünf Jahre Polestar in Österreich: Warum die schwedische Marke nicht laut sein muss, um gehört zu werden
Drei weiße Polestar vor der schwedischen Botschaft in Wien-Alsergrund, drinnen die schwedische Fahne: Polestar Österreich hat sein fünfjähriges Bestehen im Schwedenhaus gefeiert. Managing Director Matthias Schabetsberger erklärte im Gespräch mit brutkasten, warum sich die Marke als Challenger der Autoindustrie versteht, was skandinavischer Minimalismus mit “Quiet Luxury” zu tun hat und wie Polestar mit Startups zusammenarbeitet.
Fünf Jahre Polestar in Österreich: Warum die schwedische Marke nicht laut sein muss, um gehört zu werden
Drei weiße Polestar vor der schwedischen Botschaft in Wien-Alsergrund, drinnen die schwedische Fahne: Polestar Österreich hat sein fünfjähriges Bestehen im Schwedenhaus gefeiert. Managing Director Matthias Schabetsberger erklärte im Gespräch mit brutkasten, warum sich die Marke als Challenger der Autoindustrie versteht, was skandinavischer Minimalismus mit “Quiet Luxury” zu tun hat und wie Polestar mit Startups zusammenarbeitet.
Der Ort war kein Zufall. „Wir sind eine schwedische Marke”, sagte Schabetsberger vor den Gästen in der schwedischen Botschaft, wo Polestar in Kooperation mit der schwedischen Handelskammer seit Jahren regelmäßig zu Gast ist. Neben Design, Performance und Nachhaltigkeit zahlten die Markenwerte stark auf gesellschaftliche Werte ein, die in Skandinavien hoch gelebt würden: Inklusion, Vielfalt, Gender Equality.
Wie schwedisch das Unternehmen ist, machte er an Zahlen fest: Von den etwas mehr als 2.000 Mitarbeitern arbeiten mehr als zwei Drittel in Schweden. Entwickelt, abgestimmt und designt wird in Schweden, wo die Verbindung zur Schwestermarke Volvo nach wie vor eng ist. Entstanden ist Polestar vor rund zehn Jahren aus einem schwedischen Rennteam, mit einem klaren Bekenntnis zum reinen Elektroantrieb. “So wollen wir als kleine schwedische reine Elektroauto-Marke der Challenger sein für die große Automobilindustrie”, so Schabetsberger.
Der stellvertretende schwedische Botschafter Anders Lindgren nannte Polestar ein gutes Beispiel dafür, wie Innovation den Übergang zur Elektromobilität in praktische Lösungen übersetzt. Die Erfahrung Schwedens zeige, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit einander verstärken.
“Wir waren ein Startup und sind jetzt ein Scaleup”
Im Gespräch mit brutkasten zog Schabetsberger eine Parallele zur Gründerszene. Polestar sei ein junges Unternehmen: “Wir waren ein Startup und sind jetzt ein Scaleup.” Diese Dynamik habe man bewusst gewählt, ebenso den Anspruch, Dinge anders zu denken als klassische Mitbewerber. Einen typischen Polestar-Fahrer gebe es nicht, die Marke sei über alle Altersklassen hinweg beliebt, mit einem relativ ausgeglichenen Anteil männlicher und weiblicher Kunden. Was sie verbinde: die Einstellung zur Elektromobilität und zu gesellschaftlichen Werten. Als skandinavische Marke sei Polestar Europas einzige rein elektrische Automarke.
Polestar ist darüber hinaus eng mit dem schwedischen Innovationsökosystem verbunden. In Göteborg ist Polestar Partner von MobilityXlab, einem Innovationshub am Lindholmen Science Park, der Tech-Startups mit Unternehmen wie Ericsson, Volvo Group und Zenseact zusammenbringt. Ursprünglich auf Mobilität und Konnektivität fokussiert, öffnet sich die Plattform seit September 2026 auch für weitere Industrien. Ausgewählte Startups arbeiten eng mit Polestar an Proofs of Concept, etwa für digitale Customer Journeys und das Erlebnis im Fahrzeug.
Quiet Luxury statt noch mehr Touchscreens
Auf die Frage nach dem Design antwortete Schabetsberger mit einem Begriff aus der Mode: Quiet Luxury. Für Polestar heiße das: “wir brauchen aus unserer Sicht nicht mehr, sondern besser”. Während viele Premiumhersteller im Innenraum mit Holz, Alu, Leder, vielen Lichtvarianten und immer mehr Bildschirmen arbeiten, gehe Polestar einen anderen Weg: klare Linien, reduziertes, funktionales Design. “Wir finden immer mehr Kunden, die in einer aufgeregten Welt mit ständig neuen Produkten und ständiger Veränderung genau dieses reduzierte Design, diesen Quiet Luxury schätzen.” Das Prinzip gelte auch für den Auftritt der Marke: “Man muss jetzt nicht unbedingt immer laut schreien, um gehört zu werden.”
Weniger Bildschirme heißt dabei nicht weniger Technologie. Beim neuen Polestar 4 SUV zieht mit Google built-in der KI-Assistent Google Gemini ins Auto ein. Dank der engen Partnerschaft mit Google ist dieser sukzessive auch in weiteren Modellen verfügbar. Funktionen wie Vehicle-to-Load und ein Camping Mode kommen per Software-Update. Die Transparenz, die Schabetsberger betont, hat eine Zahl: Für den Polestar 4 SUV weist Polestar den CO2-Fußabdruck bis zum Werkstor aus, 20,2 Tonnen CO2-Äquivalent bei der Rear-Motor-Variante. Bis 2030 will Polestar die Treibhausgasemissionen pro verkauftem Fahrzeug halbieren, bis 2040 in der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral sein. Und Polestar Charge bündelt mehr als 1,25 Millionen Ladepunkte in Europa über ein Konto, inklusive Tesla Supercharger.
Von drei auf 13 Standorte
Gestartet ist Polestar in Österreich mit einem Direct-to-Consumer-Modell und einem Polestar Space in der Wiener Herrengasse, später kamen Graz und Linz dazu. Im Vorjahr wurde das Modell erweitert: Online bestellen geht weiterhin, zusätzlich können Kunden bei regionalen Partnern in einem Agentursystem Probe fahren, kaufen und das Fahrzeug ausgeliefert bekommen. Die Zahl der Standorte wuchs von drei auf 13, von Dornbirn bis Wien.
Dahinter steht eine Marktbeobachtung: Traditionell seien Flottenkunden die Early Adopter gewesen, in den vergangenen zwölf bis 24 Monaten komme das Wachstum aber vor allem von Privatkunden und Kleinunternehmen. Um sie in Vorarlberg, Tirol oder Salzburg zu erreichen, brauche es regionale Partner. Fünf Jahre nach dem ersten Polestar Space blickt Schabetsberger nach vorne, auf “weitere Jahrzehnte in enger Kooperation”.
Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.
Liebe Oma,
in diesem Artikel geht es um eine neue Plattform namens Threads, die von Mark Zuckerberg, dem Chef von Facebook, entwickelt wurde. Die Plattform ist so ähnlich wie Twitter und hat innerhalb von sieben Stunden nach dem Start bereits 10 Millionen Nutzer gewonnen.
Allerdings gibt es ein Problem: In der Europäischen Union ist Threads vorerst nicht verfügbar, da es nicht den Datenschutzrichtlinien der EU entspricht. Die Plattform sammelt Daten von Nutzern, ohne dass diese ihre Zustimmung gegeben haben. Das ist ein Verstoß gegen die Datenschutzbestimmungen.
In den USA und im Vereinigten Königreich konnte man Threads vorbestellen und zum Start eine Benachrichtigung erhalten. Die Plattform ist eng mit Instagram verbunden und zeigt die Anzahl der Neuanmeldungen in Echtzeit an. Um Nutzer auf Threads aufmerksam zu machen, hat Meta, das Unternehmen von Mark Zuckerberg, Werbung auf Instagram geschaltet.
Eine Besonderheit von Threads ist, dass die Inhalte nicht chronologisch im Feed angezeigt werden. Stattdessen nutzt die Plattform einen Algorithmus, um die Beiträge basierend auf dem Nutzungsverhalten anzuzeigen. Ob diese Methode die Nutzer länger auf der Plattform hält, wird sich noch zeigen.
Das war die Zusammenfassung des Artikels. Hoffentlich konnte ich es verständlich erklären.
Liebe Grüße,
[Dein Name]