04.08.2020

Twitter droht wegen Daten-Missbrauchs 250 Millionen Euro Strafe

Dem Kurznachrichtendienst Twitter droht eine hohe Geldstrafe. Das Unternehmen habe laut der US-Bundesbehörde "Federal Trade Commission" seine Nutzer in Sachen Datenschutz falsch informiert und die Daten der "2-Faktor-Authentifizierung" für Werbung genutzt.
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Twitter, Strafe, 250 Millionen Dollar, 250 Millionen US-Dollar, FTC, Datenschutz, DSGVO
(c) AdobeStock/ Jirapong - Aufgrund von Datenschutzverletzungen droht Twitter eine immense Geldstrafe.

Twitter teilte mit, dass die „Federal Trade Commission“ bald eine Geldstrafe von bis zu 250 Millionen US-Dollar für die missbräuchliche Verwendung der Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer verhängen könnte. Die potenziellen Bußgelder würden sich aus Verstößen gegen die Vereinbarung von Twitter mit der FTC von 2011 ergeben.

„Versehentlich“ und „ein Fehler“

Zwischen 2013 und 2019 verwendete Twitter Telefonnummern und E-Mail-Adressen, um Ads zielgerichtet einzusetzen. Das Unternehmen gab laut „The Verge“ die Praxis bereits im Oktober bekannt, sagte aber , dass die Vorgehensweise „versehentlich“ gemacht wurde und nannte sie „einen Fehler“.

Die FTC ist offensichtlich anderer Ansicht und wirft Twitter vor, die Verbraucher irregeführt zu haben, indem das Netzwerk nicht offen gelegt hat, dass Nutzerdaten möglicherweise auf diese Weise verwendet werden könnten.

150 bis 250 Millionen US-Dollar Strafe für Twitter

Laut Twitter hat die Kommission am 28. Juli den Beschwerdeentwurf gesendet, in dem mutmaßliche Verstöße gegen das Abkommen von 2011 beschrieben werden. Das Kurznachrichten-Portal schätzt, dass nun eine Geldstrafe zwischen 150 und 250 Millionen US-Dollar im Raum steht.

„Die Angelegenheit bleibt ungelöst, und es kann keine Zusicherung hinsichtlich des Zeitpunkts oder der Bedingungen eines finalen Ergebnisses gegeben werden“, schreibt Twitter in seiner 10-Q-Einreichung bei der „Securities and Exchange Commission“.

Quartalsbericht & Hack

Das soziale Netzwerk hatte vor kurzem in seinem Quartalsbericht einen Umsatz von 683 Millionen US-Dollar ausgewiesen und war vor rund zwei Wochen ebenfalls in den Schlagzeilen.

Wie mittlerweile bekannt wurde, hatte sich ein 17-jähriger Hacker Zugriff auf prominente Accounts, wie den des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, Tesla-Chef Elon Musk oder Bill Gates verschafft und mit zwei mutmaßlichen Gehilfen rund 120.000 US-Dollar in einem Bitcoin-Scam erbeutet, der brutkasten berichtete. Alle drei Verdächtigen befinden sich aktuell in Haft.


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Das Welser Insektenzucht-Scaleup Reploid will Kapital aufnehmen, das kommendes Jahr mit Discount in Aktien umgewandelt werden soll. Das Angebot richtet sich an einen geschlossenen Kreis, die Zeichnung ist ab einem Betrag von 100.000 Euro möglich.
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Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
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Schon seit mehr als einem Jahr ist Reploid nun an der Wiener Börse (und plant bereits den Wechsel in den prime market, wie brutkasten berichtete). Eine große Aktienemission gab es bislang aber nicht. Stattdessen nutzte das Welser Insektenzucht-Scaleup auch nach dem Listing andere Finanzierungsformen, wie eine umsatzbasierte Finanzierung, Crowdinvesting und einen großen Wachstumskredit.

Darlehen werden 2027 verpflichtend in Aktien umgewandelt

Nun kündigte Reploid in einer verpflichtenden Meldung an, bis 31. 12. bis zu 30 Millionen Euro aufnehmen zu wollen und macht dies abermals nicht via Aktienemission, aber mit einem Instrument, das dieser schon recht nahe kommt: Das Scaleup emittiert eine Wandelschuldverschreibung. Dabei wird das nun aufgenommene Kapital verpflichtend zwischen 15. August und 9. September 2027 in Aktien umgewandelt.

Das passiert zum dann aktuellen Aktienkurs bzw. zu einem Durchschnittskurs, allerdings mit einem Discount von 20 Prozent. Bis dahin bekommen die Zeichner:innen auf das formell unbesicherte und nachrangige Darlehen zudem einen Zinssatz von 2,5 Prozent p.a.. Das Angebot richtet sich allerdings nur an einen geschlossenen Kreis. Die Mindestzeichnungssumme beträgt 100.000 Euro.

Vorteile im Vergleich zu Aktienemission

Die Vorteile für Reploid bei dieser Vorgehensweise liegen indessen auf der Hand. Erstens ist die Wandelschuldverschreibung, im geschlossenen Kreis platziert, regulatorisch deutlich einfacher handzuhaben als eine Aktienemission. So muss etwa kein öffentlicher Prospekt erstellt werden und es gibt keinen aufwändigen Zulassungsprozess. Zweitens hat das Scaleup die Chance, die Unternehmensbewertung bis zur Wandlung so weit zu steigern, dass das aufgenommene Kapital vergleichsweise günstiger wird.

Zweiteres könnte wiederum durch die erfolgreiche Aufnahme des Kapitals als Erfolgsmeldung begünstigt werden. Generell muss sich Reploid nach wie vor beweisen: Der zuletzt veröffentlichte Jahresabschluss 2025 weist zwar an der Oberfläche beachtliche Gewinne aus, bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber eine durchaus komplexe Situation, wie brutkasten analysierte.

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AI Summaries

Twitter droht wegen Daten-Missbrauchs 250 Millionen Euro Strafe

  • Twitter teilte mit, dass die „Federal Trade Commission“ bald eine Geldstrafe von bis zu 250 Millionen US-Dollar für die missbräuchliche Verwendung der Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Benutzer verhängen könnte.
  • Die potenziellen Bußgelder würden sich aus Verstößen gegen die Vereinbarung von Twitter mit der FTC von 2011 ergeben.
  • Das soziale Netzwerk hatte vor kurzem in seinem Quartalsbericht einen Umsatz von 683 Millionen US-Dollar ausgewiesen und war vor rund zwei Wochen wegen eines Hacks ebenfalls in den Schlagzeilen.

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Twitter droht wegen Daten-Missbrauchs 250 Millionen Euro Strafe

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  • Das soziale Netzwerk hatte vor kurzem in seinem Quartalsbericht einen Umsatz von 683 Millionen US-Dollar ausgewiesen und war vor rund zwei Wochen wegen eines Hacks ebenfalls in den Schlagzeilen.

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