02.09.2019

Nazi-Lob: Twitter-Account von Co-Founder Jack Dorsey gehackt

Der Twitter-Account von Twitter-Co-Founder Jack Dorsey wurde vergangene Woche gehackt. Innerhalb von 20 Minuten wurden über ein Dutzend rassistische Tweets vom kompromittierten Benutzerkonto des Gründers verschickt. Darunter Lob für Nazi-Deutschland und das N-Wort.
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Twitter, Jack Dorsey, Hack, NBC
(c) mashable.com - Der Twitter-Account von Mitgründer Jack Dorsey wurde von einer Hackervereinigung für rund eine halbe Stunde übernommen.

„Nazi-Deutschland hat nichts falsch gemacht“ lautete einer der Tweets auf dem gehackten Twitter-Account von Twitter-Co-Founder Jack Dorsey. Weitere Nachrichten enthielten rassistische und antisemitische Inhalte – in einem war (fälschlicherweise) von einer Bombe im Twitter-Hauptquartier die Rede. Das Unternehmen hat in der Zwischenzeit die Tweets wieder aus Dorseys Timeline gelöscht.

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Chuckling Squad als Angreifer

Die Angreifer machten dabei keinen Hehl aus ihrer Identität: Bei der Hacker-Gruppe handelt es sich um „Chuckling Squad“, eine Vereinigung, die bereits öfter aufgefallen war. Wie die Newsseite NBC berichtet, fand sich neben den verstörenden Tweets auch ein Link, der auf eine Chat-Plattform für Gamer namens „Discord“ führte. Dort richteten die Hacker extra einen Channel ein, um mit ihrer Aktion „anzugeben“. Sie beschrieben ihre Versuche, sich auch durch die privaten Twitter-Nachrichten Dorseys zu wühlen, scheiterten aber trotz Account-Zugang an der Aufgabe.

Auch andere Hack-Opfer

Der „Discord-Server“ wurde rund 15 Minuten nach dem ersten Post abgedreht – noch bevor Twitter es schaffte, die Kontrolle über Dorseys Account (mit seinen 4,2 Millionen Followern) wieder zu erlangen. Chuckling Squad war in letzter Zeit des Öfteren durch ähnliche Aktionen aufgefallen. Die YouTube-Stars  Shane Dawson (über acht Millionen Follower) und James Charles mit seinen mehr als vier Millionen Fans, waren ebenfalls Opfer des Hacker-Kollektivs. Damals wurden auch Nazi-Support-Messages getwittert und andere Influencer mit Vergewaltigungsvorwürfen verleumdet.

Twitter ohne Schuld?

Twitter wies die Schuld von sich und versuchte, die verunsicherten User zu beruhigen: „Wir sind uns bewusst, dass Jacks Account kompromittiert war und wir untersuchen die Vorgänge“, heißt es von offizieller Seite. Die Untersuchungen hätten ergeben, dass der Hack durch einen Fehler beim Mobilfunk-Anbieter möglich war, so der Konzern.

Fehler beim Mobilfunk-Anbieter

Die „falschen“ Tweets seien über einen Dienst (Twitter’s text-to-tweet service, operiert von Cloudhopper) versandt worden, bei dem man die Telefon-Nummer mit seinem Account verbinden und per SMS twittern kann. Twitter erklärte, es gebe keinen Hinweis, dass die eigenen Systeme betroffen wären. Dennoch ist weiterhin nicht klar, wie der Account übernommen werden konnte. Einem Bericht nach von „The Hacker News“ zufolge könnte die Telefonnummer von Jack Dorsey gehackt worden sein, so die Annahme. Damit hätten sich die Angreifer dann relativ leicht in den Account einloggen können.

Weltweit entsteht aufgrund dieser Sicherheitspanne eine Diskussion über die Nutzung von Social Media – speziell bei berühmten Usern -, und über Missbrauch. Die kanadische Politikerin Michelle Garner etwa zweifelt seit einiger Zeit, mit Internet-Trolls und Bots in Lauerstellung, an Twitter als brauchbare Plattform. Sie sagt: „Dass der Mitgründer rund 30 Minuten benötigt hat, sein Konto unter Kontrolle zu bringen, ist ein großes Problem und macht mich als gewählte Vertreterin sehr besorgt“.


⇒ Zum Account von Jack Dorsey

Video-Talk mit Ex-FBI-9/11-Chefermittlerin und Deloitte-Expertin Mary Galligan zu Cyber Security:

Video-Talk with Mary Galligan from Deloitte U.S

Video-Talk with the former FBI Cyber Security Expert and 9/11 Lead Investigator Mary Galligan, now Managing Director Risk & Financial Advisory at Deloitte U.S., about demistifying cyber security.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 30. August 2019

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Neue Initiativen

Ein strategischer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erweiterung des Angebots für Later-Stage-Unternehmen. Dass dieser Kurs bereits erfolgreich eingeleitet wurde, zeigen die im März 2026 gestarteten Founder Memberships sowie das exklusive Mai-Event { founders only }, das sich speziell an Gründer:innen mit mehr als 500.000 Euro Umsatz oder Investment richtete. Ziel der neuen COO ist es, diesen vertraulichen Peer-Austausch weiter zu fördern und Startups von der ersten Idee bis zum Scaleup auf ihrer gesamten Reise zu begleiten.

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