08.02.2022

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

Tutora ist ein 2018 gegründetes Nachhilfeunternehmen, das sich auf Prüfungsvorbereitungen für Studenten der TU Wien spezialisiert hat. Nun verkündete Gründer Jakob Stracke, dass man auch den Nachhilfemarkt für Schüler erobern will. Mit dem ambitionierten Ziel GoStudent Konkurrenz zu machen.
/artikel/tutora-ein-edutech-das-gostudent-konkurrenz-machen-moechte
tutora, EdTech, Nachhilfe,
(c) tutora - Jakob Stracke enwtickelte ein eigenes Anreizsystem für bessere Noten.

Jakob Stracke widmet sich seit mehr als einer Dekade den Studenten der TU Wien und gibt ihnen Nachhilfe. Anfangs in Einzelstunden, danach über die Plattform tutora in Gruppen. Nun hat er mit seiner Plattform das Geschäftsfeld erweitert und bietet nun auch Online-Nachhilfe für Schüler:innen an. In allen Fächern und für alle Schulstufen, wie der Gründer betont. Dafür hat er sich ein neues Nachhilfekonzept überlegt. Und möchte als ambitioniertes Ziel Nachhilfe-Gigant GoStudent Konkurrenz machen.

„Der Hauptgrund für schlechte Schulleistungen ist mangelnde Motivation der Schülerinnen und Schüler“, sagt Stracke. „Wenn man es nicht schafft, diese zu steigern, ist auch eine Nachhilfe im Grunde wertlos. Denn in einer Nachhilfestunde kann man selten das ganze Wissen vermitteln, das notwendig ist, um eine Schularbeit oder Prüfung zu bestehen.“

Tutora mit Anreizsystem

Stracke weiß, dass Schüler auch abseits der Nachhilfestunden an ihren Problemfächern arbeiten müssen. Erreichen möchte er das durch ein spezielles Anreiz-System.

So geht’s: Schafft man es mithilfe von tutora seine Noten zu verbessern, bekommt man firmeneigene „Credits“ gutgeschrieben, sogenannte tutora-Coins. Mit dieser „Währung“ können sich User verschiedene Artikel in einem eigenen Onlineshop nach Hause schicken lassen. Dabei gilt: Je besser die Note einer Schularbeit, desto mehr tutora-Coins bekommt man gutgeschrieben.

(c) tutora – Im tutora-Shop können sich Schüler:innen Belohnungen für erworbene Coins holen.

„Kinder und Jugendliche benötigen kurzfristige Ziele, die sie auch leicht und schnell erreichen können“, so Stracke weiter. „Der Satz, ‚du lernst ja nicht für mich, sondern für dich und deine Zukunft‘, den Eltern gerne sagen, ist zwar natürlich richtig, löst aber das Problem nicht. Jugendliche können damit meistens nur wenig anfangen, weil diese ‚Zukunft‘ für sie zu weit weg und nicht greifbar ist. Deswegen brauche es kurzfristigere Ziele, die auch schneller erreicht werden können. Nach nur einer bestandenen Schularbeit hat man schon genug Coins für etwa Ohrhörer oder ein Kartenspiel gesammelt.“

Sponsoren gesucht

Finanziert werden die Artikel des Onlineshops aktuell noch aus eigener Hand. Ziel ist es jedoch, in Zukunft die Artikel als Werbeartikel von Partnerfirmen gesponsert zu bekommen. Erste Gespräche dazu seien bereits im Laufen.

Denn, mit ausreichend tutora-Coins ist es möglich sich ein Fahrrad oder eine Spielkonsole aus dem Onlineshop zu bestellen – Artikel werden laufend ergänzt. Gutgeschrieben werden die Coins allerdings nur, wenn vor der Prüfung mindestens eine Nachhilfestunde bei tutora gebucht wurde, betont Stracke, der ein besonderes Auge bei der Auswahl der Nachhilfelehrer wirft.

Tutora und die Lehrer-Akquise

Er sagt: „In einer Nachhilfestunde ist die Motivation das wichtigste. Sogar fast noch wichtiger als der eigentliche, fachliche Inhalt, der natürlich auch stimmen muss.“ Deswegen setzt er bei der Lehrer-Akquise neben der fachlichen Kompetenz auch besonders auf gute didaktische Fähigkeiten und Erfahrung.

Da tutora durch sein ursprüngliches Produkt an der TU Wien sehr bekannt sei, komme Stracke leicht an Nachhilfelehrer, die technische und naturwissenschaftliche Fächer unterrichten können. Ein Umstand, der einen doppelten Vorteil bringe: Studenten, die selbst Kurse bei tutora buchen, können wiederum Schülern Nachhilfe geben.

Deine ungelesenen Artikel:
vor 7 Stunden

Baristakaffee auf Knopfdruck: Wie zwei Industriedesigner aus Österreich die Kaffeewelt aufmischen wollen

Kaffee-Rezepte aus der Cloud, abgestimmt auf jede Bohne: Das Tiroler Startup datum.coffee baut ein offenes System aus Espressomaschine, Mühle und Plattform, das Röstereien, Community und Kaffeeliebhaber:innen verbindet. Wir haben die Gründer in Kitzbühel am Business Angel Summit getroffen.
/artikel/baristakaffee-auf-knopfdruck-wie-zwei-industriedesigner-aus-oesterreich-die-kaffeewelt-aufmischen-wollen
vor 7 Stunden

Baristakaffee auf Knopfdruck: Wie zwei Industriedesigner aus Österreich die Kaffeewelt aufmischen wollen

Kaffee-Rezepte aus der Cloud, abgestimmt auf jede Bohne: Das Tiroler Startup datum.coffee baut ein offenes System aus Espressomaschine, Mühle und Plattform, das Röstereien, Community und Kaffeeliebhaber:innen verbindet. Wir haben die Gründer in Kitzbühel am Business Angel Summit getroffen.
/artikel/baristakaffee-auf-knopfdruck-wie-zwei-industriedesigner-aus-oesterreich-die-kaffeewelt-aufmischen-wollen
datum.coffee
Das Gründerteam von datum.coffee: Christoph Konheisner (links) und Nikolaus Potapow (rechts). Foto: datum.coffee

Es gibt Dinge, die im Jahr 2026 einfach zusammengehören: das Rennrad und der Espresso danach. Beide sind vom Nischenhobby zum Lifestyle-Statement aufgestiegen, beide haben ihre eigene Fachsprache und Preisklassen nach oben offen. Doch während das Rennrad losfährt, sobald man aufsteigt, ist guter Kaffee zu Hause bisher eine Wissenschaft für sich. Specialty Coffee boomt, aber in der eigenen Küche bleibt oft nur die Wahl zwischen komplexen Siebträgermaschinen mit unzähligen Einstellungen und Vollautomaten, die geschmacklich enttäuschen. Genau hier setzt das Innsbrucker Startup datum.coffee an.

„Wir machen Kaffee in Siebträgerqualität, aber ohne, dass du 1.000 Einstellungen machen musst, jedes Mal, wenn du die Kaffeebohne wechselst“, bringt es Mitgründer Nikolaus Potapow auf den Punkt. Gemeinsam mit Christoph Konheisner hat er 2025 datum.coffee gegründet. Kennengelernt haben sich die beiden Industriedesigner vor rund zehn Jahren an einer HTL. Seither kamen sie vom Thema nicht mehr los. Nach Jahren bei Haushaltsgeräte- und Kaffeemaschinenherstellern beschlossen sie vor zweieinhalb Jahren, die Sache grundlegend neu anzugehen.

Foto statt Fummelei

Kern des Konzepts ist ein offenes Kaffee-Ökosystem aus Espressomaschine, Mühle und digitaler Rezeptplattform. Nutzer:innen fotografieren die Verpackung ihrer Kaffeebohnen, den Rest erledigt das System. Die passenden Parameter (Mahlgrad, Brühdruck, Temperatur, Kaffeemenge, Flow) sind als Rezept auf der Plattform hinterlegt und werden per Bluetooth auf die Geräte gespielt. So sitzt laut den Gründern schon der erste Espresso. Mühle und Maschine kommunizieren dabei miteinander und optimieren die Extraktion in Echtzeit.

(c) datum.coffee

Die Rezepte stammen einerseits von Partner-Röstereien, andererseits aus der Community. Siebträgerqualität heißt für das Team: gleicher Siebdurchmesser, gleicher Druck, gleiche Temperatur wie bei klassischen Maschinen. Über offene Schnittstellen sollen sich künftig auch andere Hersteller einklinken. So positioniert sich datum.coffee als universelle Schnittstelle zwischen Röstereien, Kaffeeliebhaber:innen und ihren Maschinen.

Mit High-End-Boliden wie einer La Marzocco will man bewusst nicht konkurrieren. Die Zielgruppe sind vielmehr jene, die sich bisher nicht an eine Siebträgermaschine herangetraut haben, ohne die Nerds auszuschließen: Wer will, kann dank verbauter Sensoren jeden Parameter selbst justieren.

Aufgeteilt haben sich die beiden Gründer entlang ihrer Stärken: Konheisner verantwortet die technische Entwicklung, Potapow Marketing und Kommunikation. „Design entsteht viel im gemeinsamen Austausch“, betont Konheisner. Vom Standort Innsbruck zeigt er sich überzeugt. Das Ökosystem sei „klein und fein“, man kenne rasch jede:n im Netzwerk. Aktuell laufen Community-Aufbau und Social-Media-Kampagnen parallel zur Produktentwicklung.

Prototypen, Patente und ein YouTube-Ritterschlag

Datum.coffee steckt noch in der Entwicklung, ist aber weiter als viele Hardware-Startups: Aktuell läuft die dritte, voll funktionsfähige Prototypen-Generation, bereits mit Röstereien und Kund:innen erprobt. Vier Patentanmeldungen sowie Marken- und Design-IP von den USA bis Singapur sichern die Idee ab. Partner-Röstereien in Österreich und Deutschland sind an Bord, Förderungen von über 200.000 Euro (aus dem Boost.Up!-Programm von Startup Tirol sowie einer größeren Landesförderung gemeinsam mit der Universität Innsbruck und Maschinenbau Grissemann Kufstein) fließen in die serienreife Entwicklung.

Auch Fachpublikum wurde bereits aufmerksam: Der Basler Kaffee-YouTube-Kanal „Kaffeemacher“, einer der reichweitenstärksten im deutschsprachigen Raum, kürte datum.coffee nach Angaben des Startups zum „Highlight der World of Coffee Brüssel 2026“. Zudem planen die Gründer für Ende 2026 eine Kickstarter-Kampagne. Preislich zielt das Bundle aus Maschine und Mühle im Vorverkauf auf 1.000 bis 1.500 Euro, also dort, wo Einsteiger-Siebträger und Mittelklasse-Vollautomaten liegen. Woher der Name? „Es ist Zeit für Veränderung in der Kaffeewelt“, sagt Potapow.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tutora: Ein EduTech, das GoStudent Konkurrenz machen möchte