11.09.2019

„Turntable“: Nagarro holt digitale Best Practices vor den Vorhang

Das Software- und Digitalisierungs-Unternehmen Nagarro startet eine neue Veranstaltungsreihe namens "Turntable", die zu wechselnden Themen Best Practices auf den Tisch bringt und zeigt, wie Unternehmen den erfolgreichen Turnaround in die digitale Ära schaffen. Die Auftakt-Veranstaltung wird am Donnerstag, den 26. September 2019, stattfinden und steht unter dem Motto "Daten- der Humus für Ihre Innovation".
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Nagarro
Während des Events wird es auch Live-Demos geben - unter anderem mit der Smart Glass für Abnahmeprozesse.

Nagarro Austria hat eine neue Eventreihe namens „Turntable“ ins Leben gerufen, um Best Practices aufzeigen, wie Unternehmen den Sprung ins digitale Zeitalter schaffen. Den Auftakt macht eine Veranstaltung, die am 26. September stattfinden wird.

+++ Der Sieger der Nagarro “Agile Challenge 2019” steht fest +++

Bei der ersten Ausgabe werden die Themenbereiche „Smart Data“ und „Artificial Intelligence“ behandelt. Am Programm stehen Best Practises der Unternehmen Andritz, Hoerbiger und ÖBB-Postbus, Live Demos sowie eine Keynote von Nagarros AI und Data Sciences Experten Anurag Sahay.

Connected Enterprise

Das Programm

08:30-09:00 Check-in, Live Demos & Frühstück

09:00-09:10 Begrüßung und Einführung

09:10-09:45 „Data Lake or Data Swamp?“ – Scott Wiggins, ANDRITZ AG

09:45-10:15 „Daten – die verborgenen Schätze “ – Ewald Koller, ÖBB-Postbus GmbH

10:15-10:45 Live Demos, Networking & Refreshments

10:45-11:15 „‚Put on your ring and glasses!‘ Bereit für Smart Warehousing“ –
Michael Szaffich & Maximilian Schwarzmaier, HOERBIGER GmbH

11:15-11:45 „Storytelling with Data-Prudent data analysis to solve real-world problems“ –
Anurag Sahay, Nagarro

11:45-12:00 Wrap up

12:00-13:00 Live Demos, Networking & Mittagessen

Hard Facts:

Ort: Wien | Headquarter von Nagarro Austria | Europlatz

Uhrzeit und Datum: 26.09.2019 | 08:30 bis 13:00 Uhr


Videoarchiv: Smart-Glass-Lösung

Michael Rurländer, Projektmanager Nagarro Austria, über den Berufsalltag und Technologien der Zukunft

„In meiner Arbeit liegt der Wandel in der Natur der Sache“. Michael Rurländer, Projektmanager bei Nagarro Austria, hat bereits an mehreren unterschiedlichen Digitalisierungsprojekten gearbeitet, unter anderem den Smart Glasses mit ÖBB Postbus. Wir haben ihn gefragt, wie man sich den Berufsalltag bei Nagarro vorstellen kann und an welchen spannenden Themen heute gearbeitet wird.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 26. April 2019

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kalkül
© kalkül - Michael Leister (links) und Lukas Weilguny (rechts) von kalkül.

Entstanden ist kalkül aus einem eigenen Problem. Lukas Weilguny und Michael Leister entwickeln als Selbstständige seit 2017 Software für Unternehmen. Als ihr damals genutztes Rechnungsprogramm nach einer Übernahme spürbar schlechter wurde, sahen sie sich nach Alternativen um und testeten mehr als zehn Buchhaltungsprogramme.

„Wir haben kein einziges gefunden, das wirklich einfach und gleichzeitig auf Österreich zugeschnitten war. Buchhaltung ist der langweiligste Teil im Alltag von Selbstständigen. Niemand will stundenlang eine Software lernen, nur um die erste Rechnung zu schreiben. Genau das ändern wir“, erinnert sich Leister.

kalkül: von 1.000 auf 10.000 Nutzer:innen

Also schufen sie 2023 eine eigene Lösung: Ihre Software, die von der we-dev e.U. betrieben wird, dient der Erstellung von Angeboten und Rechnungen, führt die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit und deckt Mahnwesen und Zahlungsabgleich ab. Laut Unternehmen ist sie auf die österreichischen Steuervorgaben abgestimmt.

Im November 2024 zählte kalkül 1.000 Nutzer:innen, im Februar 2026 waren es 5.000. Seither hat sich die Zahl innerhalb von sieben Monaten noch einmal verdoppelt. Treibende Kraft hinter dem organischen Wachstum waren den Gründern zufolge persönliche Empfehlungen und die Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bezahlte Werbeanzeigen testen die Gründer erst seit Kurzem. Das Unternehmen ist eigenfinanziert und hat bis heute keine externe Finanzierung aufgenommen.

Allgemein wird der Markt für Rechnungssoftware im deutschsprachigen Raum von deutschen Anbietern dominiert. Österreich werde dort meist nur als kleines Nischenland mitgedacht. Besonderheiten wie Kleinunternehmerregelung, Einnahmen-Ausgaben-Rechnung, BAO-Aufbewahrungspflichten oder Verzugszinsen nach österreichischem Recht werden oft nur oberflächlich abgedeckt, sagen die Founder. Kalkül sei hingegen exakt für diesen Markt gebaut, inklusive Rechnern für Einkommensteuer, SVS-Beiträge, Gewinnfreibetrag und Abschreibungen.

Freemium-Modell

Um Selbstständige gerade zu Beginn zu entlasten, setzt kalkül auf ein Freemium-Modell: Kernfunktionen wie Angebote, Rechnungen, Mahnwesen und die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung sind ohne Limits dauerhaft kostenlos. Ein Abo indes schaltet Zusatzfunktionen wie den automatischen Bankabgleich mit über 2.600 Banken frei. Der überwiegende Teil der 10.000 Nutzer:innen verwendet die Gratisversion, wie man mitteilt.

„Als wir das Abo eingeführt haben, gab es dafür wochenlang praktisch keine exklusiven Funktionen. Trotzdem haben Leute bezahlt, einfach um die Entwicklung zu unterstützen. Das war für uns das ehrlichste Feedback, das wir bekommen konnten“, sagt Weilguny.

Integrierte Registrierkassenlösung als nächster Schritt

Als nächsten großen Schritt kündigen die Gründer eine integrierte Registrierkassenlösung an. Parallel baut kalkül die Zusammenarbeit mit Steuerberatern aus: Enger Partner ist die Linzer Kanzlei Raml & Partner, die zwölffach als „Steuerberater des Jahres“ (in der Kategorie „Allrounder Oberösterreich“) ausgezeichnet wurde. Weitere Kooperationen sind geplant. Mittelfristig soll außerdem eine KI-gestützte Belegerkennung Ausgaben automatisch auslesen und kategorisieren.

Welche Funktionen zuerst kommen, entscheidet – laut Foundern – weitgehend die Community: Je häufiger ein Feature angefragt wird, desto weiter rückt es nach vorn. „Wir wollen das einfachste Rechnungsprogramm für Selbstständige in Österreich sein“, sagt Leister. „Mit 10.000 Nutzern sind wir ein gutes Stück weiter, aber bei 376.112 Ein-Personen-Unternehmen im Land haben wir noch viel vor uns.“

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