03.11.2021

Tulipans: Johannes Hornig steigt als Investor ins Keto-Startup ein

Neuer Investor für Tulipans zeigt: Nicht nur Milch und Kaffee, sondern auch Kaffee und Keto scheinen gut zusammenzugehen.
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Tulipans, Hornig, Keto
(c) nahersinn - (v.l.n.r.) Sebastian Wiener von Peak Pride (Haselsteiners Investment-Firma), Leo Tulipan, Julia Tulipan und Johannes Hornig.

Tulipans ist spätestens seit dem Auftritt bei „2 Minuten 2 Millionen“ der Startup-Szene ein Begriff. Julia Tulipan, Food-Bloggerin und Autorin („Der Keto Kompass“), und Partner Leonard sind seit elf Jahren verheiratet und haben ihre Firma Ende 2018 gegründet. Mit dem Ziel, die ketogene Ernährung mit praktischen Lebensmitteln alltagstauglich zu machen. Seither ist viel geschehen.

Archiv: Tulipans: Nach „2 Minuten 2 Millionen“

Neben der Listung bei großen Supermarktketten und einem Rollout reiht sich auch der Verkauf von mittlerweile 50.000 Kilogramm ihres Keto Granolas nahtlos in die Erfolgsgeschichte ein. 2021 werde sich laut Founder der Gesamtumsatz zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Zudem darf das Unternehmer-Paar nebst Hans Peter Haselsteiner einen weiteren Entrepreneur an ihrer Seite begrüßen, der fünf Prozent der Anteile erstanden hat: Johannes Hornig war in den letzten zehn Jahren Geschäftsführer von J. Hornig Kaffee, einem österreichischen Traditionsbetrieb mit steirischen Wurzeln. Und gehört jetzt zur Tulipan-Familie.

Auf Herausforderungen reagieren

Gemeinsam möchten die Gründer nun den steigenden Herausforderungen des Rollouts nach Deutschland und des e-Commerce begegnen. Das Wachstum müsse strukturiert und kontrolliert stattfinden, so Leonard Tulipan: „Zusammen mit Johannes werden wir jetzt verstärkt an den Prozessen arbeiten und die Mission für die kommenden Monate schärfen. Wir konnten in diesem Jahr unseren Umsatz mehr als verdoppeln und die
Strukturen dabei sehr ‚lean‘ halten. Darauf sind wir stolz. Jetzt freuen wir uns auf das neue Jahr und auf die Zusammenarbeit.“

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© invest.austria

Am 4. November 2026 lädt der Branchenverband invest.austria in den Apothekertrakt des Schlosses Schönbrunn. Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse: The European Imperative“ versammelt das Event mehr als 500 Gäste, darunter Business Angels, Venture-Capital- und Private-Equity-Investor:innen sowie Family Offices aus Österreich, der DACH-Region und CEE.

Vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen soll ein Weckruf an das Ökosystem formuliert werden: „Europa steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Wir können nicht länger nur die malerische Postkarten-Kulisse der Welt sein, wir müssen zu einem echten wirtschaftlichen Powerhouse werden“, so Niki Futter, Präsident von invest.austria.

Europa soll seine Industriestärke ausspielen

Inhaltlich gliedert sich die Konferenz in drei Schwerpunkte: die Nutzung industrieller Kernkompetenzen, eine klare geopolitische und technologische Positionierung sowie die Beschleunigung von Kapitalflüssen. Im Fokus stehen neben Robotik und industrieller KI auch Investitionen in Souveränitäts- und Verteidigungstechnologien.

Wie sich universitäre Forschung zu einem marktführenden Deep-Tech-Unternehmen entwickeln lässt, skizziert Georg Kopetz, Co-Gründer und CEO von TTTech, in seiner Keynote. Kopetz forderte im brutkasten-Interview bereits eine stärkere Vernetzung europäischer Börsenplätze, um heimischen Tech-Akteuren bessere Wachstumsbedingungen zu bieten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz ist prominent besetzt: Mit Dennis Just spricht ein Vertreter des europäischen KI-Unternehmens Mistral. Just sorgte im Frühjahr für Schlagzeilen: Mistral übernahm das von ihm mitgegründete Linzer Startup Emmi AI (brutkasten berichtete).

„Unser Ziel ist es, Österreich und die CEE-Region noch stärker als attraktiven Investitions- und Innovationsstandort zu positionieren“, beschreibt Daniela Haunstein, Geschäftsführerin von invest.austria, die Mission der Konferenz.

Wo das Wachstumskapital herkommen soll

Neben der technologischen Ausrichtung steht die Mobilisierung von Wachstumskapital im Vordergrund. Dabei wird konkret die Rolle des geplanten österreichischen „Startup & Scale-Up Fund“ diskutiert. Ein eigenes Panel thematisiert, inwiefern Dachfonds als Brückenbauer die Finanzierungslücke zwischen Tech-Unternehmen und institutionellem Kapital schließen können.

Valentin Krenkel, stellvertretender Geschäftsführer von invest.austria, betont: „Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt braucht mehr als nur die Finanzierung junger Startups. Von der ersten Wachstumsphase über die internationale Skalierung bis hin zu Unternehmensnachfolgen und erfolgreichen Exits spielt privates Kapital eine entscheidende Rolle. Genau diese Bandbreite wollen wir auf der invest.austria conference sichtbar machen.“

Details zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

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