09.04.2026
INSOLVENZ

Tubics: Wiener YouTube-Spezialist meldet Konkurs an

Vor zwei Jahren hatte das Wiener Unternehmen Tubics den Übergang vom SaaS-Startup zur Agentur verkündet. Nun musste Konkurs angemeldet werden.
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Firmeninsolvenzen - Pixelrunner - Ein Bild zeigt das Wort
Symbolbild Insolvenz (c) Adobe Stock / Pixel-Shot

Es war eines der bekannteren heimischen Startups: 2017 gegründet, konnte Tubics mit seiner YouTube-SEO-Lösung schnell große Unternehmen als Kunden gewinnen. Samsung, die Erste Group und L’Oréal waren bereits 2019 unter den Referenzen, das Startup expandierte in die USA und es gab mehrere Investment-Runden, zuletzt 2022, wie brutkasten berichtete.

Vom Startup zur Agentur

Schon Ende 2023 deutete ein Millionenauftrag der deutschen Krankenkasse AOK (brutkasten berichtete) darauf hin, dass sich Tubics über das reine SaaS-Geschäft hinausentwickelte. 2024 folgte dann offiziell der Pivot zu einem neuen Geschäftsmodell: Das Unternehmen erklärte, vom Startup zur YouTube-Agentur zu werden (brutkasten berichtete), dabei aber weiterhin die entwickelte Software-Lösung zu nutzen.

Begründet wurde das unter anderem mit neuen Anforderungen wegen der AI-Revolution. „Um auf YouTube als Unternehmen erfolgreich zu sein, benötigt man die Unterstützung von Video-Marketing-Experten, die wissen, wie man Kanäle- und Video-Algorithmus-gerecht skalieren kann. Software und AI sind nicht genug. Man braucht Hands-On Unterstützung“, erklärte der damalige CEO Matthias Funk, der im Dezember 2025 aus dem Unternehmen ausschied.

2024 in den schwarzen Zahlen, nun in Konkurs

Zeitgleich mit dem Umstieg zur Agentur kommunizierte Tubics auch, erstmals schwarze Zahlen erreicht zu haben. Das Wachstum sei im ersten Quartal 2024 auf plus 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen, hieß es damals. Vor allem in Deutschland sei man erfolgreich.

Doch wie die Kreditschutzverbände KSV1870 und AKV heute verlautbaren, musste Tubics einen Konkursantrag einbringen. Eine Fortführung des Unternehmens dürfte somit nicht geplant sein. Details zum Konkurs, etwa die Höhe der Passiva oder die Anzahl betroffener Mitarbeiter:innen und Gläubiger:innen enthalten die Angaben der Verbände nicht.

Millionenumsatz 2025, aber hohe offene Darlehen „aus Startup-Zeiten“

Der ehemalige Geschäftsführer Matthias Funk äußert sich jedoch gegenüber brutkasten zur finanziellen Entwicklung bis zu seinem Ausscheiden im Dezember: „Der Pivot zur Agentur war operativ ein Erfolg, wir haben 2024 und 2025 über eine Million Euro Umsatz geschrieben. Das zeigt, dass das neue Modell am Markt funktioniert hat. Das grundlegende Problem lag jedoch in der Struktur: Ein gesundes, organisches Agenturgeschäft wirft schlicht nicht die Margen ab, die nötig sind, um die hohen, offenen Darlehen aus unserer aggressiven Wachstumsphase als Software-Startup zu bedienen. Wir haben gemeinsam mit allen Beteiligten intensiv nach Lösungen gesucht, aber dieser historische Schuldenberg war aus dem operativen Betrieb letztlich nicht mehr rückführbar.“

Eine brutkasten-Anfrage an das Startup via Telefon und Mail blieb bislang unbeantwortet. Sollte ein Statement eintreffen, wird es hier ergänzt.

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Nach jahrelanger Planung entwickelt Omid Kafaji kredity.at. (c) Omid Kafaji

„Kredite sind für mich schon immer ein spannendes Thema. Sie bieten auf der einen Seite große Möglichkeiten für Unternehmen und Familien, auf der anderen Seite können sie auch für viele Menschen zur Last werden“, erzählt der Wiener Omid Kafaji über den Grundgedanken von kredity.at. Das richtige Kreditwissen sei für Konsument:innen oft schwer zugänglich, der Markt undurchsichtig. Mit kredity.at will Kafaji Klarheit in das komplexe Thema bringen.

Lediglich mit Tipps von einem befreundeten Programmierer entwickelt und baut Kafaji kredity allein. Die Idee dazu entstand schon vor Jahren, seit einer Woche kann man die Plattform nutzen.

„kredity.at übernimmt das erste Denken eines Kreditprofis“

Die Plattform übersetzt Erfahrungswissen aus der Kreditvermittlung in ein digitales System. Nutzer:innen sollen besser verstehen, wie ihre finanzielle Situation aus Sicht einer Kreditprüfung eingeschätzt werden könnte. „Man beantragt einen Kredit, der wird abgelehnt. Aber man erfährt eigentlich nie wirklich genau, woran es gelegen hat“, so der Founder. Deswegen gibt es auf der Seite einen ersten kostenlosen Kreditcheck, „und das Besondere daran ist, dass hier nicht nur Kreditangebote verglichen werden, wie man es bisher kennt, sondern dass man tatsächlich anhand der eigenen Eingaben, der Haushaltsrechnung und Finanzierungsvorhaben, realistische Möglichkeiten bekommt, die zur jeweiligen Situation passen“, ergänzt Kafaji. Kredity.at übernehme damit das erste Denken eines Kreditprofis.

Digitale Plattform mit persönlicher Komponente

Nach dem ersten Kreditcheck hat man auch die Möglichkeit, sich direkt von Kafaji zu den Ergebnissen beraten zu lassen. „Es gibt manchmal auch sehr komplexe Fälle, und da ist es einfach von Vorteil, wenn erfahrene Finanzexperten für den Kunden die Situation einschätzen und analysieren.“ Der selbstständige Unternehmensberater sieht durch die Kombination von digitaler und persönlicher Beratung die beste Möglichkeit, um Fehlentscheidungen im Kreditwesen zu vermeiden. Durch seine Expertise stellt er auf kredity.at zusätzliches Insiderwissen zur Verfügung.

Erhöhte Zugriffszahlen

Die Plattform ist erst seit einer Woche online, dennoch seien die Anfragen laut Kafaji auffallend hoch. „Die Anfragen sind auf jeden Fall höher, als ich erwartet habe“, zeigt sich der Wiener überrascht. Dies zeige sich unter anderem in zahlreichen täglichen Anfragen über WhatsApp, die Nutzer:innen direkt im Anschluss an den digitalen Check stellen. Finanziert wird die Plattform durch Kooperationen mit den jeweiligen Kreditanbietern, die Kafaji durch seine Arbeit als Vermögensberater bereits gewonnen hatte. Werden Nutzer:innen an eine passende Bank weitergeleitet, entsteht hier der wirtschaftliche Wert.

Pläne für die Zukunft

„Mir ist es einfach ein Anliegen, dass Menschen nicht in die Hände von Betrügern fallen, was in der Praxis häufig passiert. Ich richte mich also immer nach dem Use Case. Ich glaube an Dinge, die den Menschen einen Mehrwert bringen. Und wenn etwas einen Wert hat, wird es auch wirtschaftlichen Wert generieren“, blickt Kafaji in die Zukunft. Der Gründer will die digitalen Möglichkeiten noch erweitern und überlegt derzeit, wie das Implementieren von KI-Systemen helfen könnte, die Ersteinschätzungen noch präziser zu machen. Ebenso geplant sind weitere Kooperationen mit Kreditanbietern, „weil ich sehe, dass österreichweit die Anfrage wächst“.

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