03.04.2025
PERSONALIE

Trusted Accounts: Eva Roth wird Late-Co-Founder bei Vorarlberger Startup

Eva Roth war zuletzt als Digital-Expertin beim Liechtensteiner Werkzeug-Riesen Hilti tätig. Nun wird sie Co-Founderin beim Verifikations-Startup Trusted Accounts.
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Eva Roth wird Late-Co-Founder von Ludwig Thoma bei Trusted Accounts | (c) Trusted Accounts
Late-Co-Founderin Eva Roth und Co-Founder Ludwig Thoma | © Trusted Accounts

Fake-Profile, Internet-Betrüger:innen, Trolle und Bots sorgen auf Online-Plattformen für eine Reihe von Problemen, die Verbreitung von Fake News und ein schlechtes Nutzer:innenerlebnis. Das Startup Trusted Accounts mit Sitz im Vorarlberger Götzis geht mit seinem Verifikations-System schon seit einigen Jahren gegen das Problem vor – brutkasten berichtete bereits 2022.

„Der Standard“ als Referenz-Kunde von Trusted Accounts

Durch die Technologie können Nutzer:innen ihre Echtheit anonym nachweisen. Das soll Desinformation, Hass und Missbrauch eindämmen und für Online-Anbieter eine effiziente Moderation ermöglichen. Dabei kann Trusted Accounts unter anderem die Tageszeitung „Der Standard“, die das wohl berühmt-berüchtigtste Online-Forum des Landes betreibt, als Referenz vorweisen.

Roth wird Late-Co-Founder: „Hat sich für mich nach dem genau richtigen Moment angefühlt“

Nun bekommt Trusted Accounts Zuwachs im Management-Team. Eva Roth wird Late-Co-Founder. Sie war zuletzt Jahre lang als Digitalexpertin beim Liechtensteiner Werkzeug-Riesen Hilti tätig und bringt insgesamt 14 Jahre Berufserfahrung im Feld Digitalisierung mit. „Der Gedanke, mein eigenes Unternehmen zu gründen, hat mich schon lange fasziniert – und als Ludwig [Anm. Thoma; Gründer] mir die Möglichkeit angeboten hat, bei Trusted Accounts als Co-Founderin einzusteigen, hat sich das für mich nach dem genau richtigen Moment angefühlt“, sagt Roth gegenüber brutkasten

Und Mitgründer Ludwig Thoma meint: „Ich habe lange nach der richtigen Co-Founderin gesucht – und mit Eva endlich die perfekte Partnerin gefunden. Ihr Fachwissen, ihre Leidenschaft und ihr unermüdlicher Einsatz werden Trusted Accounts auf das nächste Level bringen“.

Fokus auf Marketing und Sales

Roth legt ihren Fokus nun auf den Bereich Marketing und Sales. „Ich möchte Trusted Accounts als starke Marke etablieren, weltweit bekannt machen und dafür sorgen, dass möglichst viele Unternehmen auf uns aufmerksam werden und unsere Lösung auch einsetzen. Zudem möchte ich immer ein offenes Ohr haben, welche Herausforderungen unsere Kunden begegnen und diese dann in innovative Produktideen umwandeln“, so die neue Co-Chefin. Mit Ludwig Thoma, der auf Produktentwicklung fokussiert, würde sie sich perfekt ergänzen, meint Roth.

Sie sehe in ihrer Tätigkeit auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Als zweifache Mutter spiele für sie das Thema Familie eine entscheidende Rolle, sagt sie. „Gemeinsam mit meinem Co-Founder arbeite ich daran, vertrauensvolle Online-Communities zu gewährleisten, in denen sich Menschen sicher fühlen und echte Stimmen Gehör finden“, so Roth.

Förderungen von aws und Media Lab Bayern für Trusted Accounts

Trusted Accounts holte sich zuletzt Förderungen von aws (Pre-Seed Innovative Solutions) und Media Lab Bayern. „Diese Unterstützung zeigt das Potenzial des Unternehmens, maßgeblich zur Sicherheit im digitalen Raum beizutragen“, heißt es vom Startup.

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Das C-Level von Minimist: Robert Andrei Damian (CTO), Anna Greil (COO) und Stephan Hofmann (CEO). | © Minimist

Nach der Finanzierungsrunde in Höhe von rund einer Million Euro im März treibt das Wiener Kreislaufwirtschafts-Startup Minimist seine internationale Expansion voran. Nach dem Markteintritt in Großbritannien kooperiert das Unternehmen nun mit Salvos Stores, dem Einzelhandelszweig der Heilsarmee in Australien.

Salvos: 400 Filialen in Australien und Teil der Heilsarmee

Salvos Stores betreibt landesweit rund 400 Filialen und verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich mehr als 50 Millionen Sachspenden. Als Einzelhandelszweig ist Salvos organisatorisch Teil der Heilsarmee, einer international tätigen evangelischen Freikirche mit sozialem Hilfswerk, die weltweit in Territorien und Divisionen gegliedert ist. Die Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Ware fließen laut Unternehmen in soziale Projekte der Organisation.

Minimists Software soll die Erfassung, die automatisierte Preisfindung und den Multi-Channel-Verkauf von Sachspenden digitalisieren. Salvos verspricht sich dadurch weniger administrativen Aufwand und kürzere Durchlaufzeiten in den Filialen. Ein Pilotprojekt sei laut Minimist erfolgreich abgeschlossen worden.

Minimist COO Anna Greil (links) vor einem der 400 Salvos Stores in Australien © Minimist

WU Ignite Ventures und Seebacher mit je 50.000 Euro

Laut Pressemitteilung investieren mit WU Ignite Ventures und dem Angel-Investor Johannes Seebacher zwei neue Geldgeber:innen in Minimist. Wie Anna Greil im Gespräch mit brutkasten präzisiert, beteiligen sich beide mit jeweils 50.000 Euro.

Insgesamt seien nach der 1-Million-Runde vom März diesen Jahres im Mai nochmals zwischen 150.000 und 200.000 Euro an zusätzlichem Kapital in das Startup geflossen; die übrigen Investor:innen dieser Nachfinanzierung wollten laut Greil nicht genannt werden.

WU-Ignite-Ventures-Co-Geschäftsführer Rudolf Dömötör begründet sein Investment in Minimist: „Re-Commerce wird oft als Nische betrachtet. Stephan, Anna und Robert beweisen mit Minimist das Gegenteil: Sie bauen die Infrastruktur für einen der wirksamsten Hebel der Kreislaufwirtschaft, und zwar in globalem Maßstab.Dass ein Wiener Team mit Salvos Stores einen der größten Charity-Retailer Australiens gewinnt, zeigt, wie ernst dieser Anspruch gemeint ist.“

Von Wien in die Welt

Minimist wurde von Stephan Hofmann und Robert Andrei Damian gegründet. 2025 stieß Anna Greil als Late-Co-Founder und COO dazu. Das Startup sicherte sich bereits mehrere Finanzierungsrunden, unter anderem von Eversports-Gründer Hanno Lippitsch. Die Produktentwicklung bleibt laut Unternehmen in Wien verankert.

CEO Stephan Hofmann sagt zur Expansion: „Wir sind im Kern ein Software-Startup und ein globales Team. Die Welt ist unser Spielfeld, und der Erfolg in Australien zeigt, dass wir durch diesen internationalen Ansatz massiv an Geschwindigkeit gewinnen. Die Skalierbarkeit unserer Technologie kennt keine Grenzen.“

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