10.08.2021

Wiener Startup TriLite bringt mit Infineon neue Consumer-AR-Brillen-Generation

Der deutsche Konzern liefert leichte und stromsparende Halbleitertechnologie, um die TriLite-Smart Glasses alltagstauglich zu machen.
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TriLite: Die AR-Brille des Wiener Startups soll sich Dank Infineon-MEMS-Technologie deutlich von der Konkurrenz abheben
(c) TriLite: Die AR-Brille des Wiener Startups soll sich Dank Infineon-MEMS-Technologie deutlich von der Konkurrenz abheben

Sogar Google musste mit dem Google Glass einen schmerzhaften Flop wegstecken – AR-Brillen haben es bislang nicht erfolgreich in den Endverbrauchermarkt geschafft. Einen weiteren Versuch unternimmt das Wiener Startup TriLite, das nach einer siebenstelligen Kapitalrunde im vergangenen Jahr unter anderem Hermann Hauser als Investor an Bord hat. Trotz der bisherigen Schwierigkeiten im Markt, erwartet man dort schon im Jahr 2025 einen 766 Milliarden US-Dollar-Markt.

TriLite-AR-Brille soll dank Infineon-Technologie Konkurrenz deutlich überlegen sein

Für die entscheidende Massentauglichkeit und die Überlegenheit des Produkts gegenüber der Konkurrenz soll nun eine intensive Kooperation mit dem deutschen Chip-Konzern Infineon sorgen. Dieser liefert in einem von i5invest begleiteten Deal leichte und stromsparende Halbleitertechnologie (MEMS) an das Startup, dank der „Alltags-Brillen“ mit AR-Funktion geschaffen werden sollen, die vor allem im Straßenverkehr dienlich sein sollen. Diese sollen die kleinste Größe, das geringstes Gewicht und die größte Farbskala am Markt haben und sich darüber hinaus durch hohe Helligkeit, geringen Stromverbrauch, ein großes Sichtfeld, hervorragenden Kontrast und eine geringe Latenzzeit auszeichnen.

„Der MEMS-Scanner-Chipsatz von Infineon verfügt über einen innovativen Kippspiegel, der die Grundlage für eine neue Generation von Laser-Beam-Scanner (LBS)-Projektoren bildet. Im Vergleich zu alternativen Systemdesigns und konkurrierenden MEMS-Scanner-Lösungen hebt sich der neue Chipsatz von Infineon in Bezug auf Leistung, Größe, Energieverbrauch und wettbewerbsfähige Systemkosten ab“, heißt es in einer Aussendung des deutschen Konzerns: „Während Infineon sich um den MEMS-Scanner-Chipsatz kümmert, ist TriLite für die Systemintegration und die Steuerungsalgorithmen verantwortlich, die die optische Leistung des Systems verbessern. Beide Unternehmen vereinen mehrere Jahre Forschung im Bereich optischer MEMS und Fähigkeiten zur Massenproduktion“.

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(v.l.n.r.) Bernhard Tomasi (Raiffeisen Salzburg), Elias Danninger, Daniel Sigl (beide Dauntles) und Bernhard Wimmer (Raiffeisen Salzburg) | © RVS

Mit einer niedrigen sechsstelligen Eigenkapitalbeteiligung übernimmt das Raiffeisen Salzburg Startup eGen 6,67 Prozent der Dauntles GmbH, zu der die Marke optimizzer gehört. Das Flachgauer Startup unterstützt Unternehmen dabei, positive Bewertungen zu gewinnen und ihre digitale Reputation professionell zu managen. Das frische Kapital werde in die Skalierung des Geschäftsmodells sowie die Weiterentwicklung der Plattform fließen, heißt es in der Presseaussendung.

Optimizzer möchte „Software weiterentwickeln und noch mehr Unternehmen erreichen“

„Unsere Software zeigt, was Kunden schätzen, wo Potenzial liegt und wie das Unternehmen im Vergleich zu seinen Mitbewerbern dasteht. Damit stärken Unternehmen ihre Reputation und erhöhen ihre Chancen, auch von KI-Systemen empfohlen zu werden. Das Investment von Raiffeisen Salzburg ermöglicht uns, unsere Software weiterzuentwickeln und noch mehr Unternehmen zu erreichen“, sagt Elias Danninger, Geschäftsführer der Dauntles GmbH. Das Unternehmen wurde 2021 gegründet.

NFC-Bewertungstools, QR-Codes und KI

Optimizzer, vormals Shoptimizer, ermöglicht mit NFC-Bewertungstools und QR-Codes die direkte Erfassung von Kundenfeedback. Die Software analysiere die Rückmeldungen, ermögliche Standortvergleiche und unterstütze Unternehmen mit datenbasierten Handlungsempfehlungen. Künstliche Intelligenz helfe bei der Beantwortung von Google-Bewertungen. Zu den Bewertungspartnern von optimizzer zählen neben der Raiffeisenbank Salzburg unter anderem das Café Landtmann und Remax Austria.

Optimizzer gehörte zu den ersten Unternehmen, die mit der Raiffeisen-Start-Up-Initiative zusammenarbeiteten. Die Beteiligung sei nun der nächste Schritt dieser Partnerschaft. „Optimizzer verbindet ein hochrelevantes Zukunftsthema mit einem klaren Kundennutzen und einem starken Gründerteam“, heißt es von Raiffeisen.

Investitionen seit 2023

Raiffeisen Salzburg engagiert sich seit 2023 im Startup-Bereich. „Unser USP ist, dass es keine fixen Pakete oder Bankprodukte gibt. Wir setzen vielmehr auf individuelle Lösungen, je nach Bedarf und Möglichkeiten. So kooperieren wir auf unterschiedlichsten Ebenen – mal in Form von klassischer Beteiligung, mal durch Aufnahme in unser Netzwerk oder durch die Zurverfügungstellung von Infrastruktur in unseren Räumlichkeiten im Techno-Z Urstein“, sagt Andreas Derndorfer, zuständig für Startups in der Geschäftsleitung des Raiffeisenverbands Salzburg.

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