05.10.2022

Triggid: Deutsches Startup entwickelt Triggerknopf gegen Verspannungen

Ein deutsches Gründerteam aus Physiotherapeuten und Industriedesignern entwickelte mit Triggid einen Triggerknopf, der durch punktuelle Kompression Verspannungen und Schmerzen im Alltag lindern soll.
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Triggid
Das Gründerteam aus Hanau hat einen Triggerknopf gegen Verspannungen um Schmerzen im Alltag entwickelt. (c) Triggid Facebook

Die Physiotherapeuten Jan Winter und Bastian Hehner aus Hanau in Hessen haben gemeinsam mit dem Industriedesigner Lars Mayer Triggid entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Triggerknopf zur manuellen Behandlung von Verspannungen. Die Behandlungsart sei myofaszial, betreffe also Faszien und Muskeln, und könne Verspannungsschmerzen durch die gezielte Behandlung aktiver Triggerpunkte lindern. Triggid soll seinen Anwender:innen einen langfristigen Triggereffekt ohne Einschränkungen im Alltag bieten.

Vom Skateunfall zur Business-Idee

Der Physiotherapeut und Co-Founder Lars Winter habe nach einem Skateunfall und anschließender Schulterecksprengung bemerkt, dass ihm eine bestimmte Stelle besonders schmerzte. Punktuelle Druckeinwirkung habe, Winter zufolge, eine deutliche Schmerzlinderung bewirkt. So kam der Physiotherapeut auf die Idee, einen Triggerknopf zu entwickeln, der permanenten Druck auf sogenannte Triggerpunkte ausübe und dadurch Schmerzen und Verspannungen im Alltag behandeln könne.

Triggerpunktbehandlung auf Knopfdruck

Für Jan Winter sei die manuelle Behandlung von Verspannungen durch myofasziale Techniken eine effektive Behandlungsmethode: Therapeut:innen könnten dabei durch gezielte Handgriffe die Muskulatur ihrer Patient:innen in Bearbeitung setzen und die Aktivität der jeweiligen Triggerpunkte lindern. Derartige manuelle Behandlungspraktiken werden meist jedoch stationär in Praxisräumen durchgeführt und seien deshalb zeitlich begrenzt. Mit Triggid könne gezielte Triggerpunktbehandlung auf Knopfdruck auch ohne zeitliche oder örtliche Begrenzung stattfinden, so der Co-Founder.

Verspannungen im Alltag unbemerkt behandeln

“Der Triggerknopf übt einen permanenten mechanischen Reiz auf einen Triggerpunkt aus“, so das Gründerteam. Er besteht aus zwei Teilen, die Patient:innen selbst mithilfe von kinesiologischem Tape auf einen Triggerpunkt anlegen können. Der Knopfdruck sei individuell anpassbar und würde mit jeder Bewegung der Patient:innen zur Schmerzlinderung beitragen. Insgesamt könne der Knopf 24 Stunden auf einem Punkt verweilen, so Physiotherapeut und Co-Founder Lars Mayer.

Regional, desinfizier- und wiederverwendbar

Das Produkt sei gänzlich desinfizier- und wiederverwendbar, so die Entwickler. Auch die Produktion in Deutschland würde Regionalität und Nachhaltigkeit gewährleisten. Zur Marktdurchdringung möchte das Gründerteam ein Investment von 120.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile erreichen. Ihre Business-Idee werden die drei Entwickler in der kommenden Folge der Höhle der Löwen vor potentiellen Investor:innen präsentieren.

Mehr zu Triggid gibt es kommenden Montag, den 09. Oktober, in der Höhle der Löwen um 20.15 Uhr auf VOX. Weiters dabei sind enteron, BrunchBag, Taste Like und Ople Props.

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Rendering der Anlage in Bruck an der Leitha | (c) OMV Aktiengesellschaft
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Während man sich im Individualverkehr in den vergangenen Jahren tendenziell von der Idee verabschiedet hat, bleibt Wasserstoff vor allem für Schwerverkehr, Flugverkehr und Industrie eine zentrale Wette in der Energiewende. Konkret grüner Wasserstoff, der mittels Elektrolyse mit Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Mit einer 140-Megawatt-Anlage im niederösterreichischen Bruck an der Leitha will der heimische Energieriese OMV im Joint Venture mit Masdar aus Abu Dhabi eine der größten Anlagen Europas bauen (brutkasten berichtete zuletzt über eine Förderzusage durch die aws über 123 Mio. Euro).

Direkte Pipeline zur Raffinerie Schwechat

Ab Ende 2027 soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren und diesen direkt über eine 22 Kilometer lange Pipeline in die OMV-Raffinerie Schwechat liefern. Dort wird dieser dann in der Produktion von Kraftstoffen und chemischen Produkten eingesetzt und soll die direkten Emissionen um zehn Prozent bzw. 150.000 Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren. „Die Produktion von grünem Wasserstoff in Österreich ermöglicht es uns, den Einsatz nachhaltigerer Energie in unserer Produktion sowie für unsere innovativen Produkte zu erhöhen. Der Bau einer der größten Anlagen für grünen Wasserstoff in Europa ist ein wichtiger Meilenstein bei der Dekarbonisierung unserer industriellen Prozesse“, meint dazu Reinhard Florey, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO von OMV.

EIB-Darlehen: Nehammer betont Bedeutung für Souveränität

Die Kosten für den Bau der Anlage in Bruck an der Leitha sind mit insgesamt 600 Millionen Euro veranschlagt. Nach der genannten Förderung durch die aws holt sich die OMV nun den größten Brocken des notwendigen Budgets – 450 Millionen Euro – in Form eines Darlehens der Europäischen Investitionsbank (EIB). „Die Darlehenszusage der Europäischen Investitionsbank ist ein starkes Signal für das Vertrauen in die Transformationsstrategie von OMV und unsere Fähigkeit, Großprojekte umzusetzen, die zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen“, kommentiert Florey.

Reinhard Florey und Karl Nehammer beim Signing | (c) OMV Aktiengesellschaft

EIB-Vizepräsident und Ex-Bundeskanzler Karl Nehammer betont in einem Statement die Relevanz für die europäische Souveränität. „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein des Übergangs zu einem wettbewerbsfähigen, klimaneutralen und sicheren Energiesystem für Europa“, so Nehammer. „Diese Investition legt zudem den Grundstein für die künftige Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen und unterstützt damit die Klima- und Energiesicherheitsziele der EU.“

OMV: „Netto-Null-Emissionen“-Ziel für 2050

Im Rahmen ihrer „Strategie 2030“ strebt die OMV bis Ende des Jahrzehnts eine Wasserstoff-Produktionskapazität von rund 900.000 Tonnen an. Dazu sind bereits kleinere Anlagen an verschiedenen europäischen Standorten in Betrieb. Anlagen für nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel) und hydriertes Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil) befinden sich in Umsetzung. Bis 2050 hat sich der Konzern das Ziel „Netto-Null-Emissionen“ gesetzt.

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