26.04.2019

Tribe.Space: Das war die Eröffnungsfeier des neuen Zentrums für Co-Creation

Im Tribe.Space, dem neuen Zentrum für Co-Creation in Wien, wird es unter anderem Labs und ein "Landtmann 2.0" geben. Außerdem sollen zahlreiche Events dort stattfinden, wo sich früher das "Chaya Fuera" befand.
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Tribe.Space
©Romar Ferry
kooperation

Nach eineinhalb Jahren Umbauarbeiten war es am 25. April so weit: Der Tribe.Space, das neue Zentrum für Co-Creation in Wien Neubau, öffnete seine Türen. Viele Wiener kennen die Location in der Kandlgasse 19-21 noch, weil sich dort früher die Partylocation „Chaya Fuera“ befand – nun ist dort unter der Federführung von Braintribe-CEO Stefan Ebner ein Ort entstanden, an dem Menschen verschiedener Disziplinen gemeinsam ihre Ideen in die Tat umsetzen.

Die folgende Slideshow zeigt Eindrücke von der Eröffnung.

„Gleichgesinnte kommen mit ihren Ideen hierher und setzen diese gemeinsam um“, sagt Stefan Ebner bei der Eröffnung. „Hier wird eine Lücke in Wien geschlossen“, ergänzt Nina Tamerl, Head of Innovation & Marketing bei Wüstenrot, anlässlich der Eröffnungsfeier: Inkubatoren und Coworking Spaces gebe es schon in Wien, aber ein Ort für Co-Creation habe bisher gefehlt.

Verschiedene Konzepte dienen dazu, die Menschen miteinander zu vernetzen. So wird es etwa einen Open Space – ein „Landtmann 2.0“ – geben, in dem sich die Menschen treffen.

Labs im Tribe.Space für neue Projekte

Die „Labs“ wiederum befinden sich im ersten Stock. Hier wurden Stationen eingerichtet, in denen Partner gezielt an spezifischen Projekten arbeiten. Die besagten Projekte wurden im Laufe des Tages vor einem interessierten Publikum präsentiert. Im United Smart Cities Lab arbeiten zum Beispiel internationale Unternehmen, Startups, Städte und Experten der UNO an Smart-City-Lösungen zusammen, um die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Auf Basis von der von Braintribe entwickelten Lösung Tribefire soll eine Plattform entwickelt werden, die diese Ziele vorantreibt.

Auch der brutkasten ist mit einem eigenen Media Lab vertreten. Und beim internationalen Beratungsunternehmen pwc entschied man sich kurzerhand, einen noch offenen Lab-Space zu mieten, welcher am kommenden Montag offiziell in Betrieb genommen wird. Die Entscheidung begründet Thomas Riegler, Innovation and Digital Leader bei PwC Österreich, mit drei Punkten: „Erstens glaube ich, dass man Probleme nicht alleine lösen sollte. Zweitens brauchen wir Maker, um Dinge zu bewerkstelligen. Und drittens glaube ich nicht mehr an langfristige fixe Arbeitsverhältnisse.“

+++Details zum Media Lab des brutkasten+++

Ebenfalls im Tribe-Space beheimatet ist das Projekt Tribe.Kids, die erste Entrepreneurship-Schule Wiens. Hier lernen Kinder unter anderem Programmier- und Design-Skills und haben die Freiheit, an ihren eigenen Projekten zu arbeiten.

Faire Preise und viele Events

Fairness ist für Ebner ein wichtiger Punkt, wenn es um den Tribe.Space geht – das spiegelt sich auch in der Preisgestaltung wieder, wie er bei der Eröffnung betont: Je nach Situation und Bedarf des Partners sind manche Mieten teurer, in anderen Fällen sind sie gratis.

Schlussendlich ist der Tribe.Space auch eine Location, die für Events gemietet werden kann: Rund 200 Veranstaltungen sollen in naher Zukunft hier stattfinden – darunter eine Fuckup Night am 14. Mai, Talks zu Neurowissenschaften und DeepTech am 29. April und 27. Mai, sowie Talent Nights, Hackathons und Events zum Thema Smart Machines.

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Die drei Partner von RM Equity Partners (v.l.) Nicola Szekely, Eugen Benedikt Russ und Chris Wittlinger | (c) RM Equity Partners
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Rund 50 Digital-Unternehmen mit etwa 600 Mitarbeiter:innen und mehr als 400 Millionen weltweiten Nutzer:innen – das ist das Portfolio der Liechtensteiner Private-Equity-Gesellschaft RM Equity Partners. Insgesamt hält diese eine halbe Milliarde Euro Assets under Management (AuM). Bekannte Portfolio-Unternehmen sind etwa die Outdoor-Plattform Bergfex aus Graz oder die deutsche Motorrad-Tour-App Calimoto.

Neue Bedeutung für zwei Buchstaben

Bis vor kurzem war die Gesellschaft Teil der Vorarlberger Russmedia-Gruppe, wie auch die zwei Buchstaben im Namen verraten. Nun befindet sich das PE-Unternehmen komplett im Besitz der drei Partner Eugen Benedikt Russ, Chris Wittlinger und Nicola Szekely. Somit bleibt es freilich zu einem Teil in der Vorarlberger Unternehmerfamilie Russ, die hinter Russmedia steht. Das RM bleibt als etablierter Name erhalten. Mit dem Slogan „Results matter“ bekommt es eine neue Bedeutung.

„Was das Team im vergangenen Jahrzehnt aufgebaut hat, macht uns stolz – und das ist erst das Fundament. Als völlig unabhängiges Unternehmen liegt unser Fokus nun ganz auf der Zukunft: der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Unternehmern und dem Aufbau beständiger, digitaler Unternehmen“, kommentiert Russ in einer Aussendung.

Bis zu 250 Millionen Euro pro Beteiligung

Die drei Partner investieren über die Gesellschaft ausschließlich eigenes Kapital und fokussieren klar auf Mehrheitsübernahmen und langfristige Beteiligungen. Bei einem Einzeldeal können nach Unternehmensangaben bis zu 150 Millionen Euro fließen, für eine Beteiligung insgesamt bis zu 250 Millionen. Dabei definiert RM Equity Partners klare Anforderungen, die auch auf der Website abzulesen sind: Das übernommene Unternehmen muss Marktführer oder starker Zweiter in seinem Segment sein und ein EBITDA über fünf Millionen Euro bzw. einen Nettoumsatz über 20 Millionen Euro vorweisen.

Gleichzeitig geben die Partner ihrerseits drei Versprechen: Kommt ein Unternehmen für einen Deal in Frage, bekomme es einen ersten Call innerhalb von 48 Stunden, eine konkrete Antwort innerhalb von sieben Tagen und, wenn ein Deal zustande kommt, dessen Abschluss innerhalb von acht Wochen. „Wenn es uns gefällt, sagen wir ja. Wenn nicht, sagen wir schnell nein. Hinter uns steht kein Investmentkomitee, und zwischen uns stehen keine Berater“, so die Partner auf der Homepage.

Zuletzt Verkauf von Alpy.com

Nach der Übernahme restrukturiere man dann nicht, aber unterstütze in jenen Bereichen, in denen man Expertise habe. Wiewohl RM Equity Partners als PE-Gesellschaft im Gegensatz zu einer VC-Gesellschaft nicht Exit-getrieben ist, sind auch Verkäufe übrigens keineswegs ausgeschlossen. Brutkasten berichtete erst im August vom Verkauf der Beteiligung Alpy.com. Es war der zweite Exit für die Gesellschaft in diesem Jahr.

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