09.11.2021

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

Einst ein Nachtclub, dann ein Coworking-Space und jetzt ein Company Builder mit Co-Creation-Ansatz und Clubhouse-Vibes aus London: Stefan Ebner erzählt im Interview, wie er den Tribespace neu erfindet.
/artikel/tribe-space-die-neu-erfindung-als-company-builder-und-co-creation-space
Tribespace-Founder Stefan Ebner © brutkasten/Schauer-Burkart
Tribespace-Founder Stefan Ebner © brutkasten/Schauer-Burkart

Der Wiener Tribe.Space war früher ein Nachtclub und wurde dann von Stefan Ebner als Coworking-Space neu erfunden. Jetzt hat die weitläufige Location im siebten Bezirk einen erneuten Wandel durchgemacht. In der Coronazeit hat Ebner das gesamte Unternehmen neu aufgestellt. Jetzt werden mit einem Company Builder neue Geschäftsmodelle auf die „grüne Wiese“ gebaut und der Coworking-Space wandelt sich in einen Co-Creation-Space, in dem Members zusammenkommen, die gemeinsam an neuen Ideen und Projekten arbeiten. Der brutkasten hat Stefan Ebner getroffen und mit ihm über die Neuaufstellung gesprochen.

„Wir müssen Technologie frei machen“

„Unsere Kernthemen sind Life Sciences und Deep Tech und wir beschäftigen uns stark mit dem Thema Nachhaltigkeit“, sagt Ebner, der in den vergangenen 20 Jahren selbst insgesamt 12 Unternehmen gegründet hat. Jetzt nutzt Ebner das Netzwerk und die Tech-Expertise von Tribe.Space, um als „technical Co-Founder“ Jungunternehmen mit aufzubauen. „Wir wollen Technologie nicht mehr verkaufen, sondern an Equity oder am Geschäftsmodell mitverdienen“. Die Technologie selbst müsse aus seiner Sicht Open Source sein, denn das Geschäftsmodell sei der Knackpunkt: „Wir müssen Technologie frei machen“.

Die drei ersten Portfolio-Startups

Drei Jungunternehmen sind mittlerweile im Portfolio der Tribe.Holding, die jeweils zwischen 20 und 40 Prozent der Anteile hält. Lio ist eine nachhaltige E-Commerce-Plattform, Proventem ein deutsches Startup, das nächstes Jahr ein Angebot im Bereich nachhaltiger Lebensversicherungen starten wird und ein weiteres Startup ist im Real-Estate-Bereich tätig.

Langer Atem bei Corporate Innovation

Zusätzlich setzt Tribe auf langfristige Innovationsprojekte von Corporates. Ebner gibt ein Beispiel: „Für eine große Pharmafirma bauen wir eine komplett neue Patienten-Plattform, die erst 2025 starten kann, wenn das Unternehmen die dazu gehörenden Devices fertig entwickelt hat“. Gemeinsam wurde das Geschäftsmodell und jetzt der Prototyp entwickelt. „Viele Unternehmen machen sich Gedanken, welches Geschäftsmodell in zehn Jahren funktionieren kann und da wollen wir dabei sein. Dafür braucht man aber auch einen langen Atem. Da spüre ich bei Unternehmen einen großen Aufbruch in den letzten sechs Monaten – auch in Österreich“, so Ebner, der sich selbst als CEO immer weiter zurückziehen will und lieber als Founder auftritt. „Bis Ende 2022 will ich im Tagesgeschäft ersetzbar sein. Dann habe ich es geschafft“.

Tribe.Space als Co-Creation-Space

Der Space selbst steht über Memberships nach wie vor offen, aber Tribe.Space will sehr selektiv vorgehen und darauf achten, dass Menschen, die hier arbeiten gut in die Community passen. Neben den Cubes, klassischen Office-Spaces, gibt es „Floor Memberships“: „Das funktioniert ein bisschen wie im Soho House in London“, so Ebner. Die Laufzeit der Mitgliedschaft beträgt mindestens drei Monate, die meisten würden aber länger bleiben – einige Tage Homeoffice, dann ein oder zwei Tage Tribe.Space. Gerade in der Frühphase sei es für Startups sehr wichtig, auch persönlich zusammenzukommen und hier Kontakt mit anderen zu haben. Später könne man eine Firma auch komplett remote betreiben.

Stefan Ebner im brutkasten-Talk

Deine ungelesenen Artikel:
23.07.2026

Tabakfabrik Linz initiiert Allianz von 12 Innovations-Hubs in vier Ländern

Neben sechs österreichischen und vier deutschen sind auch Hubs aus Luxemburg und Polen Teil der neuen "Interessensgemeinschaft".
/artikel/tabakfabrik-linz-initiiert-allianz-von-12-innovations-hubs-in-vier-laendern
23.07.2026

Tabakfabrik Linz initiiert Allianz von 12 Innovations-Hubs in vier Ländern

Neben sechs österreichischen und vier deutschen sind auch Hubs aus Luxemburg und Polen Teil der neuen "Interessensgemeinschaft".
/artikel/tabakfabrik-linz-initiiert-allianz-von-12-innovations-hubs-in-vier-laendern
v.l. Thomas Gegenhuber, Linzer Wirtschafts- und Finanzstadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz mit dem Tabakfabrik-Geschäftsführungs-Duo Denise Halak und Markus Eidenberger | (c) TabakfabrikLinz / MecGreenie
v.l. Thomas Gegenhuber, Linzer Wirtschafts- und Finanzstadtrat und Aufsichtsratsvorsitzender der Tabakfabrik Linz mit dem Tabakfabrik-Geschäftsführungs-Duo Denise Halak und Markus Eidenberger | (c) TabakfabrikLinz / MecGreenie

Das Open Innovation Center/LIT, der Impact Hub Vienna, WeXelerate, Unicorn Graz und Startup Salzburg aus Österreich; die Founders Foundation, die Kreativbehörde Regensburg, das Gründerhaus Nürtingen und das WERK1 in München aus Deutschland; dazu der 1535° Creative Hub aus Luxemburg und das Economic Centre Krakau aus Polen – diese Innovations-Hubs sind Teil einer neuen, von der Tabakfabrik Linz initiierten Allianz.

Ziel der „Interessensgemeinschaft“ sei, Partner:innen aus den jeweiligen Netzwerken, Jungunternehmer:innen, Startups und Unternehmen, leichteren Zugang zu den anderen Standorten, Märkten und Industrien zu ermöglichen, heißt es von der Tabakfabrik. „Die Partner:innen vernetzen sich international, um voneinander zu lernen und Innovationen zu beschleunigen.“

Bis zu fünf Tage in Partner:innen-Hubs arbeiten

„Gemeinsam fördern wir den internationalen Austausch. So können ausgewählte Unternehmen für bis zu fünf Tage in einem unserer Partner:innen-Hubs arbeiten, sie erhalten dort gezielten Zugang zu lokalen Netzwerken und Märkten“, erläutert Denise Halak, Geschäftsführerin der Tabakfabrik Linz. „Unsere Partner:innen öffnen ihre wichtigsten jährlichen Veranstaltungen für das internationale Netzwerk und fördern so den Austausch und die Sichtbarkeit.“

Alle zwölf Institutionen würden als direkte Verbindung in ihr städtisches Umfeld fungieren, so Halak. „Mit vielen davon verbindet uns eine langjährige Zusammenarbeit, die wir nun vertiefen.“ Markus Eidenberger, ebenfalls Geschäftsführer der Tabakfabrik Linz, ergänzt: „Besonders freut uns die Kooperation mit dem WERK1, dem digitalen Gründungszentrum im Münchner Werksviertel. Uns verbindet eine jahrelange Partnerschaft mit dem 39 Hektar großen Areal – unsere Tabakfabrik und das Werksviertel waren immer wieder gegenseitige Vorbilder für die Transformation ehemaliger Industriegelände.“

„Bridge Office“ in der factory300

In der Tabakfabrik wurde dazu ein „Bridge Office“ in der factory300 eingerichtet, in dem unter anderem Besucher:innen aus den anderen Hubs arbeiten können. „Dieser Raum steht der Wirtschafts- und Innovationsabteilung der Stadt Linz sowie der Tabakfabrik Linz zur Verfügung, ebenso allen Partner:innen des neuen Bündnisses, wenn sie in Linz neue Kontakte knüpfen möchten“, erklärt Ana Zuljevic, Abteilungsleiterin für Wirtschaft und Innovation am Magistrat Linz.

Das Bridge Office in der Tabakfabrik Linz | (c) Tabakfabrik Linz
Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Tribe.Space: Die Neu-Erfindung als Company Builder und Co-Creation-Space