17.01.2018

Trend Thema Influencer Relations beim Marketing Club Österreich Event

Diese Woche fand die Auftaktveranstaltung des "Marketing Club Österreich" mit dem brandaktuellen Thema "Influencer Relations" und einem hochkarätigen Podium statt.
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Copyright: Michael Jeuter

Die Diskussion wurde nach einer launigen Einleitung von „Der Brutkasten“-CEO Dejan Jovicevic mit viel Tempo und inhaltlich brisanten Fragen geleitet. So verriet Elvyra Geyer, Initiatorin der Vienna Fashion Week, dass für ihr Event, das heuer sein 10-jähriges Jubiläum feiert und von einer starken Blogger-Community abgebildet wird, ein neues Online Format geplant sei. Geyer warnte auch, dass es im Influencer- Business nicht immer nur steil nach oben geht: „Gut Ding braucht Zeit, Strategie und Professionalität“.

Strukturiertes Arbeiten ist gefragt

Dies bestätigte Gregor Sideris, MidMarket Marketing Leader Europe bei IBM und Top-Influencer mit mehr als 200.000 Followern auf Instagram, 85.000 auf Twitter und einem Blog, der von mehr als 50.000 Menschen regelmäßig gelesen wird. Sideris bezeichnete sich als Generation „H(ybrid)“ und empfahl Interessierten „fangt einfach an“, allerdings mit Inhalten, die den inneren Leidenschaften folgen und idealerweise mit dem Job zu tun haben, denn sonst werde durchhalten schwer. „Vergesst alle anderen Hobbys“, lachte Sideris, „und arbeitet strukturiert“. Er selbst sei dreimal gescheitert, bevor sein Viennablog rund um Lifestyle und Reise funktioniert habe. „Ich kann meine Kosten, das Equipment, mein Eigenmarketing decken“, spricht er verhalten über sein Einkommen als Influencer.
Kooperationen mit Unternehmen reichen in seinem Fall von einmaligen Push-Events, etwa für das Sommernachtskonzert in Schönbrunn für Wien Tourismus, bis zu langfristiger Zusammenarbeit mit Marken als Botschafter. Ein Gesamtkonzept kostet dabei mehr als die reine Content-Kreation.

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Professionalität im Zentrum

Eine Professionalisierung am Markt sei bereits spürbar, „von der Plattform für Gefühle und Gedanken hin zur professionellen Erschaffung von Inhalten gemeinsam mit Agenturen“, bestätigen Doris Christina Steiner von Ketchum Publico und Martin Kirchbaumer, CEO der Agentur Modern Mind Marketing, kurz mhoch3, die sich nach 15 Jahren auf Content Marketing und Social Media spezialisiert hat. Kirchbaumer bestätigt, dass die realen Ergebnisse und Endreports Teil des Business sind: „Bei uns gibt es tatsächlich Abzüge, wenn KPIs nicht erreicht werden.“ Sideris bietet auch Kampagnenadaptionen an, etwa durch die Ergänzung um gekaufte Ads, wenn Inhalte organisch bei der Nutzerschaft nicht entsprechend ankommen. Auch die Kennzeichnungspflicht für Werbung spielt eine wichtige Rolle – denn Fans sollten wissen, woran sie sind, „es geht um Authentizität in der Kommunikation“, so Sideris. Influencer tragen auch Verantwortung und sollten sich ihre Kooperationen mit Marken genau überlegen, so Kirchbaumer.

Von Watson bis JetBot

Bei der Arbeit werden inzwischen unterstützende Tools für die Bespielung der vielen Plattformen immer relevanter – von der IBM-Erfindung, dem Supercomputer Watson bis zu Social Media Management Systemen und Zeitplansystemen wie Buffer und Hootsuite und in Zukunft ChatBots, die als virtuelle Assistenten Aufgaben übernehmen und Influencern mit persönlichen Tipps zur Seite stehen werden.

Auch das Publikum interessierte sich für das Thema und stellte Fragen rund um Ethik und Moral, oder die gezielte Suche nach Influencern für Marketer, über deren Selektion die beiden Agenturprofis Kirchbaumer und Steiner Bescheid wussten.

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Hoher Publikumsandrang

MCÖ-Präsident Georg Wiedenhofer und Niko Pabst, seit Jahresbeginn Geschäftsführer des MCÖ, freuten sich über den regen Besuch der Veranstaltung etwa von Georg Grassl (Henkel CEE), Andreas Ladich (Flughafen Wien), Alexandra Radl (Eurocomm), Ulf Schöttel (Manner), Cathy Zimmermann (fesch inside wien), Florian Patrick (Instagram Star), Michael Scheuch (Österreich Werbung), Ruth Fritzer (Unicredit), Irina Atanasoski (Sky), Harald Fleischer (ÖAMTC), Ursula Messner (ÖAMTC), Ingrid Gogl (ÖBB), Edith Kifer (Erste Bank Group), Katharina Walenta (De´Longhi-Kenwood), Verena Kuen (1030 Innovation Consulting).


⇒ Zur Website des Marketing Club Österreich

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(c) x-tention / syndena

In den Kliniken liegt medizinisches Wissen aus Jahrzehnten überwiegend als Freitext vor. Für systematische Auswertungen und Forschung ist es damit nur mit erheblichem manuellem Aufwand nutzbar. Genau hier setzt syndena an: Das Unternehmen wandelt gewachsene klinische Dokumentation über einen KI- und NLP-gestützten Prozess mit menschlicher Qualitätssicherung in eine konsistente, interoperable Datenbasis um. Die so entstehenden Real World Data sollen laut Aussendung klinische Forschung und Versorgungsanalysen unterstützen, ohne die klinische Beurteilung zu ersetzen. Möglich werden sollen dadurch ein besseres Verständnis der Wirksamkeit von Therapien in der Versorgung sowie eine breitere Patientenrepräsentation.

Health-IT-Gruppe mit rund 850 Beschäftigten

Mit der nun verkündeten Mehrheitsübernahme erweitert x-tention sein Lösungsportfolio im Umfeld klinischer Daten. Die 2001 von Herbert Stöger gegründete Gruppe ist tief im Bereich Gesundheits-IT verankert: Sie deckt unter anderem Datenmanagement, ELGA, Konnektivität und Managed Services ab und betreut nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Kunden im Gesundheitswesen. Heute beschäftigt x-tention rund 850 Mitarbeiter:innen in Österreich, der Schweiz, Deutschland und England sowie in einem Office im Silicon Valley. Erst im Mai berichtete brutkasten über das von x-tention mitgegründete Cybersecurity-Startup SecurITe, das eine Seed-Runde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich abschloss (brutkasten berichtete).

syndena bleibt in Innsbruck verankert

Der Hauptsitz von syndena bleibt laut Aussendung in Innsbruck, auch Forschung und Entwicklung sollen weiterhin von Tirol aus vorangetrieben werden. Zugleich soll die Partnerschaft dem Unternehmen die überregionale und internationale Skalierung der Technologie ermöglichen. Zu Kaufpreis und genauer Beteiligungshöhe machen die Unternehmen keine Angaben.

Vorbereitung auf den European Health Data Space

Hintergrund der Beteiligung ist der European Health Data Space (EHDS): Ab 2029 gelten erste zentrale Bestimmungen, darunter Regeln für die Sekundärnutzung der meisten Kategorien elektronischer Gesundheitsdaten. x-tention will österreichische Gesundheitseinrichtungen nach eigenen Angaben frühzeitig anschlussfähig an den Europäischen Gesundheitsdatenraum machen.

„Gesundheitsdaten sind das wertvollste und sensibelste Gut im System. Mit dem European Health Data Space rückt der verantwortungsvolle Umgang damit jetzt europaweit in den Fokus, und genau dafür holen wir syndena an Bord“, sagt Herbert Stöger, Geschäftsführer von x-tention.

Datenhoheit bleibt bei den Einrichtungen

Die Datenverarbeitung erfolgt laut den Unternehmen pseudonymisiert, die Datenhoheit verbleibt demnach bei der jeweiligen Einrichtung: Für Forschung und multizentrische Auswertungen werden Daten nur nach deren Freigabe bereitgestellt. Auf dieser Grundlage sollen auch Kooperationen mit Forschungs- und Life-Science-Partnern stattfinden. x-tention positioniert die Beteiligung zudem ausdrücklich als Gegenmodell zur Abhängigkeit von außereuropäischen Datenplattformen: europäisch, DSGVO-nativ und auf souveräner IT-Infrastruktur basierend.

„In den Krankenhäusern liegt ein jahrzehntelanger Wissensschatz, der bisher nur mit erheblichem Aufwand nutzbar ist. Wir machen ihn für Versorgung und Forschung systematisch nutzbar, ohne dass die Einrichtungen die Kontrolle über ihre Daten verlieren“, sagt Roman Weger, CEO von syndena.

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