13.04.2017

Treatwell: Schönheit kann man (online) buchen

Beautytermine rund um die Uhr online buchbar machen - das ist das Ziel von Treatwell. Im Interview erzählen die Gründer über ihre Marketingstrategie und warum die Idee in Wien gut ankommt.
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(c) Das Team von Treatwell.

Euer Elevator Pitch: Was macht ihr und welches Problem löst ihr damit?

Treatwell ist die größte online Buchungsplattform für Friseur- und Beautytermine in Österreich und ganz Europa. Bei uns findet man die besten Friseur-, Kosmetik-, Maniküre-, Pediküre-,Massage oder Waxing Salons am gewünschten Ort und kann rund um die Uhr den passenden Beauty Termin, mit exklusiven Rabatten, online buchen. Das ist auch direkt per App möglich.

Wie verdient ihr Geld?

Bei jeder Buchung über treatwell bekommen wir eine Provision vom Salon für die Kundenvermittlung. Für den Endkunden ist das Service kostenlos.

Wer hatte die Idee und wieso?

Ich wollte immer am Montag zum Friseur gehen aber kein passender Salon hatte offen. Da kam uns die Idee, ein online Terminvergabe-Service für die gesamte Beauty Branche zu entwickeln, das rund um die Uhr möglich ist.

Wie kam es zum Gründer-Team?

Mein Bruder, ein langjähriger Freund und ich wollten uns immer schon selbstständig machen. Wir waren dann auch zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.

Redaktionstipps

Eure Marketingstrategie?

Online- und Offlinemarketing. Online haben wir einen starken Fokus auf PPC und die klassischen Kanälen wie CRM, Social, Display, Retargeting etc. Außerdem spielen Kooperationen mit anderen Startups eine große Rolle. Gegenseitige Hilfe ist besonders wichtig. Bei offline Events sind wir regelmäßig dabei und bieten dort kleine Treatments (z.B. Massage oder Maniküre) an. Jeder Interessent erhält dann von uns noch einen Gutschein obendrauf.
Im Mai eröffnen wir zudem auch den Treatwell Showroom im 7. Bezirk in Wien. Diese zusätzliche Offline-Präsenz soll eine Anlaufstelle für Endkunden und Partnersalons sein. Zusätzlich wollen wir dort Workshops und Events veranstalten. Über unseren Newsletter erfährt man, wann diese Events stattfinden.

Die Vision: Was sind eure nächsten Ziele? Kurzfristig, aber auch langfristig?

Die größte Buchungsplattform im Beautybereich zu bleiben und die gesamte Branche zu revolutionieren. Kurzfristig wollen wir noch mehr Partnersalons gewinnen und langfristig DIE Anlaufstelle für Beauty-Termine sein.

Habt ihr bereits eine Finanzierung oder bis jetzt “ge-bootstrapped”?

Wir sind Teil von Treatwell in Großbritannien. Recruit Holdings ist unser Mehrheitseigentümer, der langfristig ausgerichtet ist.

Eure bisherigen Learnings?

Die online Buchung in der Beauty-Branche ist gar nicht so einfach, wie man es sich auf den ersten Blick vorstellt. Individuelle Terminwünsche digital abzubilden, bedarf einer sehr engen Zusammenarbeit mit der Branche und viel Entwicklung.

Wien als Gründerstadt bzw. Österreich als Gründerland – die richtige Entscheidung?

Absolut! Es hat sich viel getan in den letzten Jahren. Das Image, “die Wiener brauchen a bissl länger” stimmt schon längst nicht mehr. Treatwell wird bei den Wienern total gut angenommen und wir wachsen sehr sehr schnell.

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Pröll, Länderbericht, Digital
© BKA/Regina Aigner - Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Der kürzlich veröffentlichte 4. Länderbericht zur Digitalen Dekade der Europäischen Union zeigt Österreichs Fortschritte bei der digitalen Transformation. Besonders stark schneidet die Republik bei digitalen Verwaltungsservices ab: Im eGovernment Benchmark 2026 erreicht Österreich mit 85,5 Punkten Platz sechs unter den EU-Mitgliedstaaten und liegt damit über dem EU-Schnitt von 76,6 Punkten.

Ziel Top 3

Weitere Stärken zeigt der Bericht bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Services, den digitalen Grundkompetenzen, der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen sowie bei der Quantentechnologie.

„Wir nähern uns unserem Ziel, unter die Top 3 in der EU zu kommen. Der EU-Länderbericht zeigt klar: Österreichs digitale Transformation nimmt stetig an Tempo zu. Platz 6 im eGovernment Benchmark und Platz 1 bei der mobilen Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsservices bestätigen den eingeschlagenen Weg. Unsere Anstrengungen rund um die ID Austria, digitale Kompetenzen und Public AI zeigen Wirkung. Das Motto lautet: digitale Verwaltung muss für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher, schneller und alltagstauglicher werden“, sagt Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll.

Verbesserung digitaler Grundkompetenzen

Österreich erreicht im europäischen Vergleich Platz 1 bei der Benutzerfreundlichkeit digitaler Verwaltungsleistungen auf Mobilgeräten – gemeinsam mit Luxemburg und Malta. Grundlage dafür sei ein starkes eID-Ökosystem. Die Weiterentwicklung und breitere Nutzung der ID Austria trügen dazu bei, digitale Amtswege einfacher und mobil besser nutzbar zu machen, heißt es.

Auch bei den digitalen Grundkompetenzen verbessert sich Österreich weiter und steigt von Platz 8 auf Platz 7 im europäischen Vergleich. 69,8 Prozent der Bevölkerung verfügen demnach über zumindest grundlegende digitale Fähigkeiten. Damit liegt Österreich über dem EU-Durchschnitt von 60,4 Prozent. Frauen liegen in Österreich mit 70,75 Prozent vor Männern mit 68,79 Prozent und damit entgegen dem EU-Trend.

KI-Nutzung steigt

Eine positive Entwicklung zeigt sich auch bei der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Unternehmen. Zwischen 2023 und 2025 ist der Anteil der österreichischen Unternehmen, die KI einsetzen, von 10,79 Prozent auf 29,95 Prozent gestiegen. Österreich liegt damit im DESI 2026 (Anm.: Index für digitale Wirtschaft der EU) auf Platz 7 von 27 Mitgliedstaaten – der EU-Schnitt beträgt 19,95 Prozent. Bei Großunternehmen nutzen bereits 68,26 Prozent KI. Auch bei der erstmals erhobenen KI-Nutzung durch Bürgerinnen und Bürger liegt Österreich mit 39,42 Prozent über dem EU-Durchschnitt von 32,66 Prozent.

Der Bericht hebt auch Österreichs starke Position in der Quantentechnologie hervor. Österreich gilt insbesondere rund um Wien und Innsbruck als europäischer Vorreiter in der Quantenforschung. Die Initiative Quantum Austria wird mit 107 Millionen Euro aus der Recovery and Resilience Facility finanziert und stärke damit gezielt Forschung, Technologieentwicklung und Standortkompetenz.

Auch Aufholbedarf

Neben den Verbesserungen zeigt der Bericht gleichzeitig weiteren Aufholbedarf, insbesondere beim Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, der Nutzung von Cloud- und Datenanalyse-Lösungen durch Unternehmen sowie der Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen.

„Der Bericht ist Rückenwind und Arbeitsauftrag zugleich. Österreich ist in vielen Bereichen stark unterwegs, aber wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Gerade bei Glasfaser, Cloud, Datenmanagement und KMU-Digitalisierung müssen wir schneller werden“, betont Pröll abschließend.


Hintergrund: Digitale Dekade der EU

Mit der Digitalen Dekade hat sich die Europäische Union ambitionierte Ziele bis 2030 gesetzt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Kompetenzen, moderne digitale Infrastrukturen, leistungsfähige digitale Verwaltungsservices, digitale Identitäten sowie die Stärkung der digitalen Transformation von Unternehmen. Der Länderbericht bewertet jährlich die Fortschritte der Mitgliedstaaten anhand definierter Ziele und Indikatoren.

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