05.08.2022

So sieht das neue 2.800 m² Office von Tractive aus

Der neue Tractive Campus bietet 250 Mitarbeiter:innen Platz - bei derzeit 170 Leuten eine klare Wachstums-Ansage des Paschinger Scaleups.
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Tractive - Außenansicht des neuen Campus
Außenansicht des neuen Campus | (c) Tractive

170 Mitarbeiter:innen hat das Paschinger Scaelup Tractive aktuell. Nun wurde ein neues Office eröffnet, das 250 Personen Platz bietet. Auch wenn dessen Bau natürlich schon vor der aktuellen VC-Krise und den damit verbundenen Massenkündigungen bei Scaleups begonnen hat – das Unternehmen bleibt weiterhin klar auf Wachstumskurs. 40 Positionen sind derzeit ausgeschrieben. Gründer und CEO Michael Hurnaus sagte darüber zum brutkasten kürzlich anlässlich der Einführung der 4-Tage Woche: „Wir haben aber ein sehr dankbares Business-Modell und waren praktisch von Anfang an Cashflow-positiv. Ich glaube nicht, dass wir nur annähernd in der Zukunft noch eine Finanzierungsrunde brauchen. Da müsste schon viel passieren“.

Tractive Campus - die Lobby
(c) Tractive

Großes Waldstück mit Hundezonen und „Jour Fixe Paths“

Der neue Tractive Campus hat eine Fläche von 2800 Quadratmetern auf zwei Ebenen. Hinzu kommt ein angrenzendes Waldstück mit mehr als 16.000 Quadratmetern, in dem es auch – wie sollte es beim Tier-Tracker-Startup anders sein – Hunde-Freilaufzonen gibt. Außerdem finde man dort neben Spazierwegen auch „Meeting-Pfade“, sogenannte „Jour Fixe Paths“, für die Mitarbeiter:innen, heißt es in einer Aussendung. Auch eine Vogelbeobachtungssstation sei in Planung.

Tractive Campus - Bar
(c) Tractive

Sitzecken und Begegnungszonen im Tractive-Büro

Im Office bietet das Scaleup neben Großraumbüros auch Sitzecken mit Blick auf den Wald, Rückzugsorte, mehrere offene Working Spaces und Begegnungszonen als alternative Arbeitsorte im Büro. „Das Büro der Zukunft ist nicht mehr nur für stilles Arbeiten gedacht, sondern soll der Dreh- und Angelpunkt für Mitarbeiter:innen sein. Im neuen Tractive Campus kann jede:r seinen Arbeitsplatz bei Bedarf an verschiedene Orte verlegen“, kommentiert CEO Hurnaus. Man habe dabei die naturnahe Atmosphäre durch den angrenzenden Wald auch in die Räumlichkeiten bringen wollen.

(c) Tractive
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Rendering der geplanten AI Heat Factory in Helsinki | (c) OnZero
Rendering der geplanten AI Heat Factory in Helsinki | (c) OnZero

Mit seinem Konzept, die Abwärme von Servern zum Heizen zu nutzen, ist das Wiener Unternehmen OnZero auch innerhalb Österreichs nicht alleine – brutkasten berichtete etwa über die beiden Tiroler Startups Serwas, das ebenfalls KI-Abwärme nutzt, und 21energy, das Bitcoin-Mining-Heizschwammerl für den Privatgebrauch anbietet. Das Projekt, mit dem OnZero nun an die Öffentlichkeit ging, hat aber eine andere Größenordnung.

AI Heat Factory in Finnland geplant

Die Rede ist von einer „AI Heat Factory“ in der finnischen Hauptstadt Helsinki mit einer jährlichen Wärmeproduktion von rund 525.000 Megawattstunden. Damit sollen nicht weniger als 70.000 Haushalte per Fernwärme beheizt werden. Gleichzeitig soll damit der große Bedarf an Rechenleistung für KI besser gedeckt werden. „Wir haben OnZero mit dem klaren Ziel gegründet, die Kosten für KI zu senken, indem wir eine leistungsstarke KI-Infrastruktur mit der effizienten Rückgewinnung und produktiven Nutzung von Serverwärme kombinieren“, erklärt Ali Siddiqui, CEO von OnZero.

Finnischer Partner Helen nutzt Server-Abwärme schon seit 2010

Das Wiener Unternehmen kooperiert für das Projekt, dessen Start für kommendes Jahr geplant ist, mit dem finnischen Energieunternehmen Helen. Dieses bringt Erfahrungswerte mit: Bereits seit 2010 nutzt man die Abwärme von Serverzentren für die Fernwärme. Im neuen Projekt will man gemeinsam bis zu 99 Prozent der Server-Abwärme durch ein wasserbasiertes System einfangen und nutzen, heißt es in einer Aussendung. „Unser Ziel ist es, die Energieerzeugung durch Verbrennung bis 2040 auslaufen zu lassen, und die Nutzung von Abwärme spielt eine wichtige Rolle dabei“, kommentiert Tuukka Toivonen, COO für Strategie und M&A bei Helen.

Investor und ehemaliger pakistanischer Botschafter in den USA als CEO

OnZero geht auf das von Alexander Dietrich und Vlado Stanic gegründete Wiener Startup Blockbase zurück, das auf Krypto-Mining aufbaute. Die beiden sind nach wie vor als Geschäftsführer des Unternehmens eingetragen. Dieses befindet sich aber mittlerweile über eine Holding überwiegend im Besitz ausländischer Investoren, die das C-Level stellen. CEO Ali Siddiqui hält über seine Gesellschaft den größten Anteil. Der Investor war unter anderem pakistanischer Botschafter in den USA. CFO ist der frühere Steyr-Motors-CFO Christoph Cerar, COO ist der internationale Manager Stephen Smith.

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