06.02.2026
EXPANSION

Tractive baut US-Präsenz mit Versicherungspartnerschaft aus

Nach der Übernahme des US-Wettbewerbers Whistle von Mars Petcare im vergangenen Jahr treibt das Paschinger Haustier-Tracking-Scaleup Tractive den Ausbau seiner Aktivitäten in den USA weiter voran. 
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Tractive
(c) Tractive - (v.l.) Wolfgang Reisinger, COO/CFO bei Tractive und Founder Michael Hurnaus.

Tractive war bekanntlich selbst mal im Versicherungsbereich aktiv und betrieb zeitweise ein eigenes Versicherungsgeschäft über die britische Tochtergesellschaft Tractive Pet UK Ltd. Im Juni 2025 wurde diese Sparte an das irische Unternehmen Yes Insurance verkauft (brutkasten berichtete).

Damals begründete CEO und Co-Founder Michael Hurnaus diesen Schritt wie folgt: „Unser Versicherungsgeschäft war nicht gescheitert. Aber wir haben etwas Wichtiges erkannt: Versicherungen sind nicht unser Kerngeschäft“. Vom Thema Versicherung hat sich das Unternehmen also nicht verabschiedet. Statt eigene Produkte anzubieten, setzt Tractive seither auf Kooperationen mit externen Partnern, über die Versicherungsleistungen weiterhin Teil des Gesamtangebots bleiben.

Kooperation mit US-Versicherungsanbieter

Künftig kooperiert Tractive mit Spot Pet Insurance, einem amerikanischen Anbieter von Tierkrankenversicherungen. Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Sicherheit und Gesundheitsversorgung von Haustieren zu verbessern, wie das Unternehmen in einer Presseaussendung mitteilt.

„Wir profitieren von der Größe von Tractive und der erfolgreichen Übernahme und Integration von Whistle, während wir unsere führende Position im Bereich der globalen Gesundheitsüberwachung für Haustiere weiter ausbauen”, sagt Hurnaus.

Strategische Entscheidung

Im Rahmen der Kooperation erhalten Kund:innen von Spot Pet Insurance ein Tractive-Gerät kostenlos. Die Verbindung von Versicherungsschutz und digitaler Gesundheitstechnologie soll Tierhalter:innen dabei unterstützen, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Versorgung ihrer Tiere proaktiver zu gestalten. Laut Tractive soll dieses Modell Tierhalter:innen “ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit” vermitteln.

„Tierhalter möchten sicher sein, dass ihre Tiere sicher, gesund und geschützt sind – und genau das bietet diese Partnerschaft“, so Hurnaus. Gleichzeitig betonen beide Unternehmen, dass die Einwilligung der Kund:innen sowie der Schutz ihrer Privatsphäre oberste Priorität hätten.

Die Zusammenarbeit mit Spot Pet Insurance fügt sich in Tractives Strategie ein, verstärkt mit etablierten Akteuren der Heimtierbranche zu kooperieren. Ziel sei es, langfristige und integrierte Lösungen für Haustierbesitzer:innen zu entwickeln. Laut Aussendung prüfen beide Unternehmen bereits, die Partnerschaft künftig weiter zu vertiefen und auszubauen.

Kooperation in Europa

Neben den USA setzt Tractive auch in Europa auf Kooperationen mit Versicherungsanbietern. Bereits im Dezember 2025 hatte das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit dem spanischen InsurTech-Startup Musky angekündigt, das sich auf Tierkrankenversicherungen spezialisiert hat. Diese Zusammenarbeit wird nun ausgeweitet.

Musky-Kund:innen erhalten ab sofort ebenfalls kostenlos Tractive-Geräte. Zusätzlich werden ihnen die Kosten für das Tractive-Abonnement einmal jährlich erstattet, sofern sie ihre Tierkrankenversicherung jährlich bezahlen. Tractive und Musky sprechen dabei von einem neuen Ansatz für präventive Tierpflege im größeren Maßstab.

Das zugrunde liegende Modell soll Tierhalter:innen dabei helfen, potenzielle gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und rasch zu reagieren. Das Gesundheitsmonitoring von Tractive liefert Hinweise auf Verhaltens- und Gesundheitsveränderungen bei Haustieren, die eine weitere Abklärung erforderlich machen und präventive Maßnahmen sowie eine rechtzeitige Behandlung unterstützen sollen.

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Der neue Polestar 4 SUV | (c) Polestar
Der neue Polestar 4 SUV | (c) Polestar

Mit dem Polestar 4 SUV bringt der schwedische Elektroauto-Hersteller ein Modell auf den Markt, das die Markenphilosophie „Pure Progressive Performance“ konkret auf die Straße übersetzen soll. Der Polestar 4 SUV richtet sich an ein anspruchsvolles Publikum: Privatkund:innen sollen durch sportliche Performance, Alltagstauglichkeit und klares Design überzeugt werden, Entscheidungsträger:innen und Fuhrparkverantwortliche zusätzlich durch wirtschaftliche Berechenbarkeit und geringe Gesamtkosten.

Skandinavischer Minimalismus, funktionale Ästhetik und hohe Performance

Der vollelektrische Polestar 4 SUV zeichnet sich durch eine reduzierte Formensprache und hohe Funktionalität aus. Statt auf optische Überladung oder überflüssige Dekorelemente setzt die Marke auf skandinavischen Minimalismus. Als prägende Designmerkmale kommen etwa rahmenlose Außenspiegel sowie versenkbare Türgriffe zum Einsatz, die neben dem visuellen Erscheinungsbild auch den Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) des Fahrzeugs optimieren.

(c) Polestar

Im Innenraum folgt das Fahrzeug dem Konzept der sogenannten „Quiet Luxury“. Das Cockpit überzeugt durch ein auf das Wesentliche reduziertes, intuitives Bedienkonzept, das Ablenkungen während der Fahrt minimiert. Bei der Wahl der Materialien setzt das schwedische Designteam zudem auf emissionsarme Materialien wie maßgestricktes Textil aus recyceltem PET und rückverfolgbares Leder. Maßnahmen wie diese sorgen dafür, dass der Polestar 4 SUV einen der niedrigsten CO2-Fußabdrücke im Portfolio aufweist.

Und natürlich spielt das Auto auch in Sachen Performance oben mit: Je nach Variante hat es bis zu 544 PS bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 3,9 Sekunden und bis zu 630 Kilometer Reichweite. Das alles wird im Polestar 4 SUV kombiniert mit 1.665 Liter Gepäckvolumen.

„Startup mit 100-jähriger Erfahrung“

Dass eine klare strategische Ausrichtung für den Erfolg in der Elektromobilität entscheidend ist, betont Matthias Schabetsberger, Managing Director von Polestar Österreich, im brutkasten-Talk: „Wir sehen uns als ein Startup mit hundertjähriger Erfahrung im Automobilbereich.“ Als eigenständige, börsennotierte Schwestermarke von Volvo nutzt Polestar die Agilität eines jungen Unternehmens und greift gleichzeitig auf etablierte Produktionsstrukturen sowie das weltweite Servicenetzwerk des Mutterkonzerns zurück.

Diese Aufstellung ist insbesondere für den B2B-Sektor relevant. In Österreich entfällt derzeit der Großteil des Polestar-Absatzes auf das Gewerbe- und Flottengeschäft. „Flottenkunden waren oft die Early Adopter der Elektromobilität. Viele Unternehmen nutzen ihren Fuhrpark als konkretes Werkzeug, um eigene Nachhaltigkeits- und Emissionsziele rasch zu erreichen“, so Schabetsberger.

Wirtschaftlich attraktiv und verlässlich

Neben ökologischen Zielen spielt im gewerblichen Bereich die betriebswirtschaftliche Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership, TCO) die zentrale Rolle. Durch im Vergleich zu Verbrennern geringere Verschleiß-, Service- und Wartungskosten sowie günstige Ladeoptionen ist die Elektromobilität auf dem Vormarsch, was sich auch in den steigenden Zulassungszahlen widerspiegelt.

Zugleich verweist Matthias Schabetsberger im brutkasten-Talk auf die Bedeutung stabiler politischer Rahmenbedingungen, etwa bei Steuerregeln wie dem Sachbezug. „Es braucht ein klares Commitment und Sicherheit für Flotten- wie Privatkunden, dass man auf das richtige Pferd gesetzt hat und sich auf die Rahmenbedingungen verlassen kann“, betont der Polestar-Österreich-Chef. Unabhängig von kurzfristigen Debatten bleibe die Elektromobilität für Unternehmen jedoch der wirtschaftlich wie ökologisch tragfähigste Weg zur CO2-Reduktion des Fuhrparks.

Regionales Partnernetzwerk für persönliche Betreuung

Damit sowohl Firmenkund:innen als auch Privatkäufer:innen eine verlässliche Anlaufstelle vor Ort haben, hat Polestar seine Vertriebsstruktur in Österreich ausgebaut. Neben der rein digitalen Bestellstrecke stehen Kund:innen mittlerweile 13 regionale Partnerstandorte in Kooperation mit Volvo-Händlern zur Verfügung. Wie Schabetsberger im brutkasten-Talk erläutert, ermöglicht diese regionale Abdeckung von Dornbirn bis Wien eine persönliche Beratung – von der individuellen Fuhrparkanalyse über Probefahrten bis hin zum langfristigen Service.

Polestar-Angebote in Österreich

Um den Einstieg attraktiv zu gestalten, bietet Polestar in Österreich Sonderkonditionen für den Polestar 4 SUV an:

  • Serienmäßige Absicherung: Jedes Fahrzeug beinhaltet Over-the-Air-Software-Updates, 12 Monate Connected Services Plus, eine 8-jährige Batteriegarantie (bis 160.000 km) sowie 3 Jahre Fahrzeuggarantie und Pannenservice.
  • Sondermodell First Edition: Als Dual Motor mit Allradantrieb sind verfügbare Polestar 4 SUV bereits ab € 59.990 erhältlich. Dies entspricht einem rechnerischen Preisvorteil von 10.100 Euro.
  • Inkludiertes Prime-Paket: In der First Edition ist das sogenannte Prime-Paket bereits kostenfrei enthalten, welches das Pilot-, Plus- und Komfort-Paket sowie Privacy-Glas an den hinteren Seitenscheiben bündelt.
  • Polestar Leasing: Kombinierbar ist das Angebot mit einem Fixzinssatz von 0,99 Prozent bei Monatsraten ab 269 Euro.
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