08.11.2021

Trackbar: „Connected Fitness“-Startup erhält 450.000 Euro Pre-Seed

Das österreichische Startup Trackbar ist spezialisiert auf Connected Fitness Technologien für Fitnessanbieter. Für die fortlaufende Produkt- und Geschäftsentwicklung hat das Unternehmen jetzt eine Finanzierungsrunde in Höhe von 450.000 Euro abgeschlossen.
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Trackbar, pre seed,
Das Trackbar-Team setzt auf "Connected Fitness"(c) Trackbar

Trackbar wurde von Lukas Butt, Stephan Glauninger und Stefan Schade gegründet. Das Startup spezialisiert sich darauf, analoge Fitnessangebote zu digitalisieren. Die individualisierbaren Sensortechnologien des Unternehmens sowie die KI-Datenauswertung sollen es ermöglichen, bestehende Produkte zu erweitern, nachzurüsten oder auch bereits ab Werk mit mehr Intelligenz und Funktion auszurüsten. Mittels seiner Datenauswertung, einem Software Development Kit (SDK) für die Eingliederung in bestehende Apps, verfolgt Trackbar das Ziel einer Vernetzung bestehender Fitnessangebote. Nun hat man Kapital in Höhe von 450.000 Euro erhalten.

Trackbar-Gründer: „Letzten Jahre ein Paukenschlag für Industrie“

Mit „Reflex Capital“ aus Tschechien und „AISI“, einem VC mit Fokus auf Künstliche Intelligenz, investieren zwei VCs in Trackbar. Komplettiert wird die Runde durch den österreichischen Business Angel und aaia-Vorstandsmitglied Gernot Singer. Begleitet wurde das Team und die Finanzierungsrunde durch Florian Glatt-Wodzynski, aws-Jury Member und Mentor.

„Die letzten eineinhalb Jahre waren für die Fitnessindustrie ein Paukenschlag“, meint Co-Founder und CEO Schade. „Wir haben in der Branche große Gewinner, aber auch zwischenzeitliche Verlierer gesehen. Unternehmen, die schon vor der Pandemie auf vernetzte Fitnessgeräte gesetzt haben, konnten laufend neue Umsatzrekorde vermelden. Der spielerische Ansatz, der Wettkampf untereinander und der sportliche Erfolg haben dazu geführt, dass die User:innen langfristig aktiv bleiben. Dies ist eine spannende Entwicklung in einem Markt, der sonst hohe Fluktuationsraten aufweist.“

Vernetzte Fitnesswelt

Der Gründer hofft, dass sie mit ihrer Trackbar-Technologie ‚Connected Fitness‘ noch viel flächendeckender in den Markt bringen können, wie er sagt: „Dafür liegt unser Ansatz auf starken Partnerschaften mit großen Fitnessanbietern wie Fitness-Apps, Fitnessstudios und Geräteherstellern. Gemeinsam bauen wir die Technologien für eine vernetzte Fitnesswelt und schaffen so ein umfassendes und neuartiges Trainingserlebnis.“

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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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