30.10.2025
CORPORATE VENTURE CAPITAL

Toyota steckt weitere 1,2 Milliarden Euro in seine Startup-Fonds

Der weltweit absatzstärkste Autokonzern Toyota investiert 220 Milliarden Yen (rund 1,2 Mrd. Euro) in einen neu geschaffenen Early-Stage-Fonds sowie in ein bestehendes Later-Stage-Investmentvehikel.
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Symbolbild Toyota
(c) Akshar Patel via Unsplash

Corporate Venture Capital (CVC) ist auch hierzulande ein großes Thema und sorgt mittlerweile für einen nennenswerten Anteil des insgesamt in Startups investierten Kapitalvolumens. Eine große Rolle spielt es traditionell in Japan. Ein Paradebeispiel ist Softbank, ein Mischkonzern, dessen als CVC gestarteter Investment-Arm mit mehr als 100 Milliarden US-Dollar Kapital zu den größten Tech-Investoren der Welt zählt. Aber auch weitere Konzerne wie Sony betreiben große CVC-Vehikel.

Toyota Invention Partners: neues Early-Stage-Vehikel mit 560 Mio. Euro Volumen

Auch Toyota, der weltweit absatzstärkste Autokonzern, investierte bereits bislang in Startups, u.a. mit dem Early-Stage-VC Toyota Ventures mit Sitz in Kalifornien. Nun stockte das Unternehmen sein Kapital für diesen Zweck noch einmal massiv auf. Mit Toyota Invention Partners wurde in Tokio ein neuer Early-Stage-Investmentfonds mit 100 Milliarden Yen (rund 560 Mio. Euro) Volumen aufgesetzt. Startups sollen über diesen Fonds mit Evergreen-Struktur auch Zugang zu Produktionsstätten des Konzerns erhalten.

Weitere 670 Mio. Euro für Later-Stage-Arm Woven Capital

Zusätzlich steckt Toyota 120 Milliarden Yen (rund 670 Mio. Euro) in einen neuen Fonds der Later-Stage-Beteiligungsgesellschaft Woven Capital, die erst im Juli dieses Jahres zur 100-Prozent-Tochter des Konzerns wurde. Es ist der zweite Fonds von Woven Capital, das seinen Sitz in Tokio hat. Der erste hatte dieselbe Größe. Nun soll das Geld in 20 bis 25 Unternehmen von Series B aufwärts fließen.

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Denise Mayr, Gründerin von topergo © Denise Mayr

Jede:r, der schon einmal auf Jobsuche war, kennt die endlos scheinenden Listen der gängigen Jobportale. Seit Jahrzehnten wird im Web in dieser Form nach Stellen gesucht. Denise Mayr aus Südtirol will der Jobsuche jetzt eine neue Perspektive geben: Mit topergo stellt sie die gängige Darstellung infrage und verlegt die Stellensuche kurzerhand in ein vertrautes Interface: eine interaktive Landkarte à la Google Maps.

Visuelle Standortsuche im Fokus

Das topergo-Webinterface © topergo

Statt vager Ortsangaben markieren Pins die konkreten Arbeitsplätze in der Umgebung. Jobsuchende sollen so auf einen Blick erkennen, welche Stellen in der Nachbarschaft offen sind. „Mir persönlich war das Listen-System zu unübersichtlich. Das gibt es im Grunde seit den 2000ern unverändert“, erklärt die Gründerin im Gespräch. Die Bewerbung erfolgt mit einem Klick: Über den Button öffnet sich direkt der Mail-Client mit vordefiniertem Betreff. Registrieren müsse man sich laut Mayr nicht.

Auch die umgekehrte Richtung ist vorgesehen: Arbeitssuchende können sich als Symbole auf der Karte sichtbar machen, damit Betriebe sie direkt ansprechen. Aktuell dominieren vor allem Inserate aus der Gastronomie und der IT-Branche, wie die Gründerin uns im Gespräch schildert.

B2B-Modell soll monetarisieren

Für Jobsuchende soll das Angebot dauerhaft kostenlos bleiben. Das Geschäftsmodell richtet sich laut der Gründerin rein an Arbeitgeber: Um die Plattform zu etablieren und eine hohe Angebotsdichte zu erreichen, seien die ersten 1.000 Pins gratis. Anschließend sei geplant, dass Betriebe ein monatliches Modell pro Stellen-Pin zahlen, ergänzt durch Premium-Optionen zur optischen Hervorhebung.

Neben einer nativen App mit integriertem Job-Alert für Pendler steht laut Mayr die geografische Expansion im Fokus: Nach dem Start in Südtirol ist der Ausbau nach Österreich, Deutschland und schließlich ganz Europa geplant.

Eigeninitiative neben dem Klassenzimmer

„Mich interessiert es extrem, Dinge zu schaffen. Ich lebe dafür“, betont die 18-jährige Gründerin, die kurz vor der Matura steht. Ohne Investoren oder Team will sie die Skalierung nun aus eigener Kraft weiter vorantreiben.

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