19.01.2026
GESCHÄFTSZAHLEN

ToolSense erreicht Profitabilität und bereitet internationale Expansion vor

Das Wiener Softwareunternehmen ToolSense blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2025 zurück. Der Umsatz sei um rund 40 Prozent gestiegen, gleichzeitig habe das Unternehmen zum Jahresende die Profitabilität erreicht, heißt es in einer Presseaussendung.
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Die ToolSense-Gründer Benjamin Petterle, Rostyslav Yavorskyi und Alexander Manafi | (c) ToolSense
Das Founder-Team von © ToolSense: Benjamin Petterle, Rostyslav Yavorskyi und Alexander Manafi.

ToolSense positioniert sich als digitale Plattform für Maschinen-, Robotik- und Fuhrparkmanagement in der Facility-Service- und Baubranche.

Nach Unternehmensangaben setzen mittlerweile mehr als 200 Firmen in über 20 Ländern auf die Software, darunter internationale Konzerne aus den Bereichen Bau- und Facility-Management. Im Laufe des Jahres habe sich die Nutzung der Plattform deutlich intensiviert. Sowohl die Zahl der verwalteten Assets als auch die erfassten Tickets und aktiven Nutzer:innen habe sich mehr als verdoppelt. Täglich würden tausende Anwender:innen mit ToolSense operative Abläufe steuern.

CEO und Co-Founder Alexander Manafi bezeichnete das Geschäftsjahr 2025 als Meilenstein für das Unternehmen. „Mit klarem Fokus auf die Maximierung des Kundennutzens haben wir gezeigt, dass Wachstum und Profitabilität Hand in Hand gehen können. Die erreichte Profitabilität verschafft uns die nötige Stabilität und Flexibilität, um unsere internationale Expansion voranzutreiben und unsere Vision des ‚AI Fleet Managers‘ auf die nächste Stufe zu heben“, kommentiert er. Die erreichte Profitabilität verschaffe ToolSense nun zusätzlichen Spielraum für die internationale Expansion und die Weiterentwicklung der eigenen Produktvision.

Fokus auf Automatisierung und künstliche Intelligenz

Ein zentrales Entwicklungsziel ist der erwähnte „AI Fleet Manager“. Mithilfe agentischer KI soll der Betrieb von Maschinen, Geräten und Fahrzeugen stärker automatisiert werden. Wartungen sollen vorausschauend ausgelöst und operative Prozesse teilweise autonom gesteuert werden. Laut ToolSense arbeiteten allein in Europa mehr als 100.000 Maschinen- und Fuhrparkmanager in den relevanten Branchen, von deren Aufgaben perspektivisch mehr als die Hälfte automatisiert werden könne.

Parallel dazu wurde die Plattform 2025 technisch und funktional ausgebaut. Neue Softwaremodule, tiefere IoT-Integrationen und automatisierte Workflows sollten Effizienz und Transparenz erhöhen. „Besonders im Bereich IoT, Wartungsplanung und Automatisierung konnten wir viele Innovationen umsetzen“, sagt Benjamin Petterle, CPO und Co-Founder von ToolSense.

Auch die technische Basis sei gezielt gestärkt worden, um Stabilität, Skalierbarkeit und Performance bei steigender Nutzung sicherzustellen. „Wir haben 2025 intensiv daran gearbeitet, ToolSense noch performanter und robuster zu machen. Die Plattform reagiert heute schneller, verarbeitet größere Datenmengen und bleibt stabil, auch wenn Zehntausende Nutzer in vielen Ländern gleichzeitig damit arbeiten“, erklärt CTO und Co-Founder Rostyslav Yavorskyi.

Kundennutzen als Wachstumstreiber

Der Mehrwert für Kund:innen zeige sich laut Unternehmen unter anderem in kürzeren Stillstandszeiten, geringeren Kosten und einer vollständig digitalen Dokumentation. Manuel Novak, Team Lead Customer Success, erklärte, der messbare Nutzen für Kund:innen sei ein zentraler Treiber des Wachstums gewesen.

Ausblick auf 2026

Für 2026 plant ToolSense, die Zusammenarbeit mit internationalen Key Accounts weiter auszubauen und die Position in der Baubranche im DACH-Raum zu stärken. Produktseitig sollen zusätzliche Automatisierungen, vertiefte IoT-Integrationen (also eine tiefgehende Einbindung vernetzter Geräte in bestehende Systeme und Prozesse) und weitere Funktionen im Bereich des digitalen Wartungsmanagements folgen. Der „AI Fleet Manager“ gilt dabei als nächster strategischer Entwicklungsschritt, bevor ab 2027 eine weitere Expansion in zusätzliche europäische und internationale Märkte vorgesehen ist.

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© Envato/Rawpixel - Beispielfoto.

Die Elevatry GmbH hat eine Pre-Seed-Finanzierung über 3 Mio. Euro abgeschlossen. An der Runde beteiligen sich Bayern Kapital, die Unternehmensberatung H&Z sowie mehrere Business Angels, darunter Jan Henner-Theißen, Martin Berr-Sorokin, Mike Simon, Markus Ehrle, Andreas Junck und Alexander Bruehl.

Elevatry und Companions

Der strategische Einkauf beeinflusse Kosten, Qualität, Resilienz und Compliance des gesamten Einkaufsvolumens maßgeblich, doch in der Praxis reiche die Kapazität von Einkaufsteams oft nur, um einen Teil der Lieferanten und Warengruppen aktiv zu managen, heißt es von Elevatry. Somit bleibe dem Unternehmen zufolge ein großer Teil des möglichen Hebels ungenutzt. Ein Großteil der Arbeitszeit im strategischen Einkauf skaliere bisher nicht, denn sie fließe in analytische und anspruchsvolle Arbeit. Hier setzt das Startup an.

Hinter dem Unternehmen stehen drei Gründer. Heiko Schwarz (CEO) bringt rund 25 Jahre Erfahrung im strategischen Einkauf und in Procurement-Software mit; zuvor gründete er riskmethods, das von Sphera übernommen wurde. Christian Ruck (Chief Product Officer & Operations) war Associate Partner bei McKinsey und COO des Procurement-SaaS-Anbieters Orpheus, der an McKinsey verkauft wurde. Tizian Ruck verantwortet als AI Lead die technische Entwicklung der Plattform.

Die Companions der Plattform, u. a. Category Strategist, Negotiation Coach sowie Risk & Integrity Manager, übernehmen die analytischen Arbeiten, Recherchen sowie Szenariobewertungen entlang des gesamten Source-to-Contract-Prozesses. Das reicht von der Bedarfsanalyse über Sourcing-Strategie, Ausschreibung und Lieferantenauswahl bis zu Sollkostenanalyse, Verhandlung, Vertrag und Erfolgscontrolling.

System of Initiative

Elevatry versteht sich als „System of Initiative“ statt als „System of Record“. Die Plattform plant proaktiv, priorisiert nach Impact in Euro und bereitet Vorschläge vor, heißt es. Entschieden wird im Team. Autonomiegrade, Freigaben und Datenhoheit konfigurieren die Kunden selbst, auf einer offenen Multi-LLM-Architektur.

„Strategischer Einkauf ist einer der größten Ergebnishebel im Unternehmen. Gezogen wird er bisher nur dort, wo die Kapazität reicht und entsprechendes Wissen verfügbar ist“, sagt Schwarz, CEO von Elevatry. „Unsere Companions übernehmen komplexe Denkarbeiten und führen Aufgaben auf höchstem Niveau aus. So können Einkaufsteams die Methodik ihrer besten Category Manager auf jede Warengruppe anwenden. Unsere Investoren bringen Kapital, exklusive Einkaufsexpertise und Marktzugang zusammen. Ab jetzt beweisen wir den Impact beim Kunden.“

Und Monika Steger, Geschäftsführerin Bayern Kapital, ergänzt: „Elevatry verbindet ein sehr erfahrenes Gründerteam mit einer klaren Vision für die Zukunft des strategischen Einkaufs. Die KI-native Plattform adressiert einen erheblichen Effizienz- und Wertschöpfungshebel in Unternehmen und schafft durch die intelligente Nutzung von Einkaufswissen und -daten einen unmittelbar nachvollziehbaren Kundennutzen. Gleichzeitig agiert das Unternehmen in einem attraktiven, stark wachsenden Markt für KI-gestützte Procurement-Software.“

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