21.11.2022

Tokenwolf: Neue Plattform lässt Token im Besitz der User:innen

Mit Tokenwolf startet in Österreich eine Handelsplattform mit dem Leitgedanken von Web3: "not your keys, not your coins". Regulierte Security Tokens können hier dezentral direkt auf der Blockchain gehandelt werden.
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Tokenwolf, Token Plattform, Polygon
(c) Tokenwolf - Die Handelsplattform für digitale Vermögenswerte Tokenwolf startet in Österreich.

„Inmitten der Tumulte und der Liquiditätskrisen um die Krypto-Börse FTX und den Absturz der Krypto-Währung Luna ist der Aspekt der Dezentralisierung in der Krypto-Welt wichtiger denn je“, betonen die Rex Web3-Gründer Michael Gredenberg,, Markus Hanny und Danijel Rac, die die Plattform Tokenwolf entwickelt haben.

Tokenwolf stellt die Eigentümerfrage

Die meisten Nutzer:innen würden ihre Token über zentralisierte Krypto-Börsen handeln und sich der Eigentümerfrage ihrer Investments oft kaum bewusst sein. Ihre Token befänden sich nämlich im Besitz der jeweiligen Krypto-Börse – einer Insolvenz folge dann das Bangen der Anleger:nnen um ihre eigenen digitalen Vermögenswerte.

Hier kommt Tokenwolf ins Spiel: „Die Token befinden sich immer im Besitz der User:innen, und zwar in ihrer eigenen Wallet, einer digitalen Geldbörse. So wie es im Web3 eigentlich sein sollte: ‚Web1: read, Web2: write, Web3: own'“, so die Founder weiter,

So geht’s: Benutzer:innen von Tokenwolf können Angebote für den Kauf und Verkauf von Token erstellen, welche auf der Blockchain in einem sogenannten Billboard gespeichert werden. Diese Angebote können ganz oder teilweise von anderen Nutzer:innen angenommen werden. Der Tausch wird automatisch von einem „smart contract“ ausgeführt.

Atomic Swap

Dieser Prozess erfolgt über einen sogenannten „atomic-swap“. Innerhalb einer einzigen Transaktion werden die Werte (z.B. Token gegen Stablecoin wie z.B. USDT oder USDC) zwischen den Wallets der User:innen getauscht.

Zu keinem Zeitpunkt befinde sich ein Token oder sonstiges digitales Asset im Besitz der Tokenwolf Plattform. Es bestehe somit kein Kontrahenten-Risiko wie bei zentralen Börsen, heißt es.

Zum Schutz der Anleger:innen arbeitet Tokenwolf gemäß den regulatorischen Richtlinien für tokenisierte Wertpapiere bzw. Security Tokens: So müssen sich alle TeilnehmerInnen mittels eines KYC/AML-Verfahrens verifizieren, bevor sie mit dem Handel auf der Plattform starten können (Ausweiskopie, Live-Video-Identifikation, Wohnsitznachweis). Zudem müssen die nutzereigenen Wallet-Adressen auf der Plattform registriert werden.

„So dezentral wie möglich“

Die große Besonderheit der Tokenwolf-Plattform wäre den Foundern nach, dass sie den dezentralen Handel mit den regulatorischen Vorschriften vereine, um die Sicherheit der gehandelten Assets in allen Bereichen zu gewährleisten.

Die Plattform sei so dezentral wie möglich (digitale Assets bleiben immer dezentral) und so zentral wie notwendig (Benutzerdaten und Wallet-Adressen müssen aus regulatorischen Gründen in einer zentralen Datenbank verwaltet werden).

Die Tokenwolf-Plattform funktioniert mit allen EVM-kompatiblen Blockchains wie unter anderem Ethereum, Polygon, Avalanche, Fantom, Evmos.

Co-Founder von Inode

Mitgründer und Mitentwickler von Tokenwolf Gredenberg ist Gründer von Inode, welcher 2006 „zweitgrößter Internet Service Provider in Österreich“ war und für 100 Millionen Euro damals an UPC (jetzt Magenta) verkauft wurde. Er bezeichnet sich heute selbst als Web3-Enthusiast.

Betrieben wird die Tokenwolf-Plattform von der „BMCP GmbH“, einem Unternehmen der „Black Manta Capital Partners“-Gruppe.

Erster Token auf Tokenwolf ist eine Immobilie

Der erste Token auf Tokenwolf ist eine tokenisierte Immobilie, um genau zu sein ein Zinshaus in Deutschland (Görlitz). Der GIMMO-Token ist über ein Genussrecht gedeckt, das alle Ansprüche des Hauses Brautwiesenstrasse der Gimmo GmbH von Gredenberg an die Token-Inhaber:innen abgibt.

Die 20.000 verfügbaren GIMMO-Token werden bei der Zeichnung mit einer Stückelung von 13,50 Euro pro Token angeboten. Und sind auf der Ethereum-kompatiblen Blockchain Polygon, über Tokenwolf handelbar.

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fonio
© fonio/canva - Alexander Brix.

Das Scaleup fonio.ai von Daniel Keinrath und Matthias Gruber ist eines der aufstrebendsten Startups Österreichs. Im Juni sicherte man sich ein 14,6 Millionen Euro Seed-Investment und knackte rund zwei Monate später die 10-Mio.-ARR-Marke. Am AustrianStartups Summit verkündete CCO Alexander Brix gegenüber brutkasten die nächsten Ziele. Und die sind ambitioniert.

fonio: Globaler Rollout

Fonio.ai möchte im kommenden Jahr seine Präsenz global ausbauen. „Wir wollen 20 neue Märkte in Nord Amerika und Europa aufgreifen“, sagt Brix. „Wir streben aber auch Asien an, um auf der globalen Landkarte präsent zu bleiben und eine global führende Marke aus Wien heraus aufzubauen. Auch ein Büro in New York ist geplant. Das größte Risiko für uns ist momentan, langsamer zu werden und unsere schnelle Arbeitskultur zu verlieren.“

Mehr Arbeitskraft geplant

In diesem Sinne möchte das Wiener KI-Startup 2027 auch 300 neue Mitarbeiter:innen einstellen und schielt schon, zumindest peripher, auf einen Decacorn-Status hin. Eine genaue Timeline dafür hat das Team nicht, aber das Mindset dafür wohl bereits inhaliert, wenn Brix sagt: „Es ist kein Status, auf den man hinarbeitet, sondern man möchte einen guten Job machen und das Produkt in möglichst viele Unternehmen bringen. Dass man dann vielleicht Decacorn wird, ist ein Nebeneffekt. Einen Zeitrahmen, bis wir das schaffen, haben wir uns nicht gesetzt, aber es ist unsere Ambition einen Global Player zu bauen und sicherzustellen, dass der ‚AI Communication Layer‘ aus Europa kommt und nicht von amerikanischen oder vielleicht chinesischen Unternehmen besetzt wird. Wer die Kommunikation beherrscht, der hat sehr viel Macht. Und wir wollen diese Macht auf jeden Fall in Europa halten. Das heißt, um das zu schaffen, ist es der natürliche Weg, dass wir ein Decacorn werden.“

Series-A steht an

Auf diesem Weg habe man aktuell ein Angebot entwickelt, das mittlerweile sämtliche textbasierten Kommunikationskanäle sowie Telefonsysteme in Form von PBX umfasse. Damit könne man die gesamte „Communication Suite“ mittelständischer Unternehmen bereits vollständig abdecken, erzählt Brix von einer weiteren Neuerung. Eine andere Neuigkeit betrifft die Finanzierung. Zwar gibt sich Brix dazu etwas bedeckt, lässt aber fallen, dass man kurz vor einer Series-A-Finanzierung stehe. Details sollen im kommenden Jahr folgen.

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