23.02.2022

Tokapi: Neuer NFT-Marktplatz von Ö-Gründern verschenkt in Beta-Phase NFTs

Tokapi soll als "erster Multichain-NFT-Marktplatz in Europa" den NFT-Handel stark vereinfachen. Von drei Österreichern gegründet hat das Startup seinen Sitz in Lissabon.
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Über den neuen NFT-Marktplatz Tokapi finden in der Public-Beta-Phase mehrere Drops statt
Über den neuen NFT-Marktplatz Tokapi finden in der Public-Beta-Phase mehrere Drops statt

„The easiest way to buy and sell NFTs“ – das ist der Slogan der neuen Plattform Tokapi. Das Startup sieht sich selbst als „erster Multichain-NFT-Marktplatz in Europa“. Dahinter stehen mit Daniel Lenikus, Michael Beches und Dominik Myczkowski drei in der heimischen Krypto-Szene bekannte Österreicher. Lenikus und Beches etwa standen hinter dem ANON Summit, einem der größten Blockchain-Events des Landes. Myczkowski gründete die Crypto Skills Academy. Als Sitz für das neue als Remote Company ausgelegte Unternehmen wurde Lissabon gewählt. Portugal ist aufgrund seiner liberalen Krypto-Gesetze in der Branche als Standort beliebt.

Kostenlose NFTs in der Beta-Phase: „Integration noch nicht vollständig abgeschlossen“

„Unsere Plattform bietet FIAT-Zahlungen, NFT-Verwahrung und eine sehr einfache Benutzerfreundlichkeit, um den Zugang zu NFTs und den Besitz so einfach wie möglich zu machen“, erklären die Gründer in einer Aussendung. Gestern startete nach einer Private Beta im vierten Quartal des Vorjahrs eine siebentägige Public Beta-Phase. „Während dieser Zeit werden wir einige NFT-Drops durchführen, die man kostenlos erwerben kann. Diese Polygon Mainnet NFTs können anschließend auf unserem Sekundärmarktplatz gehandelt werden“, heißt es vom Startup.

Warum kostenlos? In einer Anmerkung des Startups heißt es dazu: „Der Zahlungsprozess ist derzeit sehr vereinfacht, da wir die Integration noch nicht vollständig abgeschlossen haben. Die Plattform arbeitet derzeit mit einem internen Kontostand. Sei also nicht überrascht, dass du NFTs kostenlos kaufen und verkaufen kannst“. Seitens Tokapi ist man dabei sicher: „Obwohl sie kostenlos sind, könnten sie einen historischen Wert erhalten, da diese die ersten Mainnet-NFTs auf dem Tokapi-Marktplatz sein werden“.

2500 Dollar von Tokapi für nützliches Feedback

Im Zentrum stehe in dieser Phase, möglichst viel Feedback einzusammeln, wird betont. „Wir sind auf der Suche nach Fehlern und Möglichkeiten zur Optimierung jeglicher Art“, heißt es vom Startup. Fehler und Funktionsvorschläge sollen so ausführlich wie möglich inklusive Screenshots via Github gemeldet werden. Für besonders wertvolles Feedback und einige weitere Punkte schreibt Tokapi auch Belohnungen für die User:innen im Gesamtwert von 2500 US-Dollar aus.

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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