12.11.2018

Zweiter Versuch: Titanic II soll 2022 auf Jungfernfahrt gehen

110 Jahre nach Sinken der Titanic soll mit der Titanic II ein Originalnachbau des Dampfers wieder in See stechen. Um alte Fehler zu vermeiden, wird das Schiff laut der Reederei Blue Star Line mit den neuesten Navigationssystemen und genügend Rettungsbooten ausgestattet sein.
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Titanic II
(c) Blue Star Line: Die Titanic II soll genau wie das Original über vier Schornsteine verfügen - auch wenn nicht alle genutzt werden

Fans des Films Titanic träumten wahrscheinlich schon länger davon, mit dem wohl bekanntesten Luxuskreuzer auf Jungfernfahrt gehen zu können – ohne der Kollision mit einem Eisberg versteht sich von selbst. Der australische Milliardär und Chef der Reederei Blue Star Line Clive Palmer möchte dies nun in die Realität umsetzen. Mit der Titanic II plant er eine originalgetreue Replik der 1912 gesunken Titanic nachzubauen. Auf dem Schiff sollen ab 2022 rund 2400 Passagiere das luxuriöse Reiseerlebnis nachempfinden können. Der Kreuzer wird laut Palmer über ein Pool, einen Ballsaal und ein türkisches Bad verfügen und den höchsten Komfort bieten.

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Baukosten belaufen sich auf 500 Millionen Dollar

Der Bau soll Medienberichten zufolge rund 500 Millionen Dollar kosten. Dafür wird das Schiff mit den modernsten Sicherheits- und Navigationssystemen ausgestattet sein. Eine weitere technische Adaption zum Original wird es ebenfalls geben: Die Titanic II wird im Gegensatz zum Unglücksschiff nicht mit Kohle, sondern mit Diesel betrieben werden.

Titanic II soll originale Unglücksroute bedienen

Die erste Reise wird nach Angaben von Blue Star Line von Dubai nach Southampton erfolgen. Anschließend soll in den Sommermonaten die klassische Transatlantik-Strecke befahren werden – sie zählte zur ursprünglichen Unglücksroute der 1912 gesunken Titanic. 

Strikte Klassenteilung soll erhalten bleiben

Die Titanic II soll sich nicht nur optisch am Original orientieren. So wird es laut Palmer wieder eine Unterteilung der Fahrgäste in drei Klassen geben. Wie er im Rahmen einer Pressekonferenz Mitte Oktober in New York ankündigte, wird die Trennung genauso strikt eingehalten wie vor 110 Jahren.

Preis und Abfahrtsdatum sind noch unbekannt

Die Reederei Blue Star Line machte noch keine Angaben zu Ticketpreisen oder dem genauen Abfahrtsdatum. Auf der firmeneigenen Website können Interessierte jedoch einen Newsletter abonnieren, um über Details informiert zu bleiben. Eines ist jedoch jetzt schon sicher: Das Schiff soll diesmal über genügend Rettungsboote verfügen.

⇒ zur Page der Reederei Blue Star Line

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media

Anfang 2025 war Dream mit einer 100 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde zum Unicorn geworden (brutkasten berichtete). Nun holte sich das Scaleup erneut frisches Kapital. Mit einem Investment von 260 Millionen US-Dollar erreicht es in seiner Series-C-Kapitalrunde eine Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler „und weiteren globalen Investoren“.

„Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt“, kommentiert Co-Founder und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als President von Dream fungiert.

Auch Co-Founder mit bekannter Vorgeschichte

Nicht nur sein Name ist ein klingender. Auch Mitgründer und CEO Shalev Hulio erlangte bereits zuvor internationale Bekanntheit. Als Co-Founder und Ex-CEO des Unternehmens NSO hatte er mit dessen Spionagesoftware Pegasus, die an Staaten vertrieben wurde, weltweit für Kontroversen gesorgt. Mit Dream wechselte Hulio vom Cyber-Offensiv- in den Cybersecurity-Bereich. Die Zielgruppe hat aber eine große Überschneidung: Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur. In diesem Bereich ist freilich auch der Ex-Kanzler bestens vernetzt.

Digitale Souveränität als neues Verkaufsargument

Im Produkt setzt Dream mit seinem „Cyber Language Model“ voll auf Künstliche Intelligenz, im Narrativ mittlerweile auch auf Digitale Souveränität, die zuletzt vor allem in Europa zum großen Thema wurde. „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA“, sagt Kurz.

Und Hulio legt nach: „Wer die Kontrolle über seine KI verliert, verliert langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. So wie es undenkbar wäre, die Kontrolle über Verteidigung, kritische Infrastruktur oder die Innere Sicherheit aus der Hand zu geben, wird es künftig undenkbar sein, keine vollständige Kontrolle über die eigenen KI-Systeme zu haben.“ Dass KI-Modelle, auf denen zentrale Elemente staatlichen Handelns abgestützt sind, über Nacht abgestellt werden können, sei keine theoretische Debatte, wie man zuletzt bei „Fable“ von Anthropic gesehen habe, argumentiert man beim Unternehmen.

Cybersecurity: KI als Herausforderung und Lösung

Und wie will Dream das konkret lösen? Die KI-Systeme des Scaleups arbeiten laut Unternehmen „in einer völlig souveränen und sicheren Umgebung“. Dort biete man unter anderem einen umfassenden Cyber-Abwehr-Schirm, strukturiere sensible Daten als Entscheidungsbasis und decke noch unbekannte Cybersecurity-Schwachstellen („Zero Days“) auf. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich Cybersicherheit grundlegend verändert. Herkömmliche Systeme können keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Nur durch den konsequenten Einsatz von KI auch in der Cyber-Abwehr ist ein Schutz auch in der Zukunft möglich“, sagt Hulio.

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