23.07.2025
AUTOEINFACHLOS

Tiroler Startup will mit 24‑Stunden‑Auktionen den Gebrauchtwagenmarkt aufmischen

Binnen 24 Stunden bringt die Tiroler Plattform Autoeinfachlos Dutzende geprüfte Händler in einer Online‑Auktion gegeneinander in Stellung – ganz ohne Inserat. Das Verfahren soll Privatverkäufer:innen durch verschärften Wettbewerb den Höchstpreis sichern.
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Foto: Autoeinfachlos

Wer sein Auto in Österreich privat veräußert, stolpert fast zwangsläufig über Inserate‑Chaos, endlose Telefonate und Angebote, die deutlich unter dem tatsächlichen Marktwert liegen. „Der Autoverkauf ist eine der frustrierendsten Erfahrungen überhaupt“, sagt Akin Agün, Gründer von Autoeinfachlos gegenüber brutkasten. Das Kernproblem: eine „extrem ineffiziente und komplizierte“ Branche, in der private Verkäufer:innen beim Händlereintausch selten den Höchstpreis sehen, weil sie nicht den Interessenten finden, der am meisten zahlen würde.

Die 24‑Stunden‑Antwort

Genau dieses Preisdilemma adressiert Autoeinfachlos, ein Anfang 2025 gestartetes Startup, hinter der die Web3 DevOps GmbH mit Sitz in Arzl im Pitztal steht. Statt Einzelverhandlungen organisiert die Plattform eine geschlossene Onlineauktion: Geprüfte Händler aus ganz Österreich haben 24 Stunden Zeit, auf jedes Auto zu bieten – für die Privatperson ohne Inserat, ohne Verhandlung und ohne Risiko. Das Ergebnis ist ein automatischer Bestpreis, weil mehrere Profis gleichzeitig um das Fahrzeug konkurrieren.

Kostenfrei für Verkäufer:innen – Erlösmodell auf Händlerseite

Der gesamte Service – von der digitalen Bewertung über die Fahrzeug­abholung bis hin zur rechtlichen Absicherung – bleibt für Privatverkäufer:innen gratis. Verdient wird ausschließlich an einer Vermittlungs­provision, die nur dann anfällt, wenn ein Händler den Zuschlag erhält. Autoeinfachlos möchte sich damit als neutrale Instanz positionieren, die den Preiswettbewerb orchestriert, ohne selbst zwischen Käufer und Verkäufer zu stehen.

Zwei Zielgruppen, eine Plattform

Die Lösung spricht gleichermaßen Autobesitzer:innen an, die „unkompliziert, risikofrei und zum Bestpreis“ verkaufen wollen, sowie Händler, die täglich geprüfte Fahrzeuge einkaufen möchten, ohne selbst aufwendige Akquise zu betreiben. Diese Doppelrolle – Nachfrage bündeln und Angebot qualifizieren – soll dem Geschäftsmodell Skaleneffekte verleihen, die über reine Kleinanzeigen­portale hinausgehen.

Unternehmen setzt auf Bootstrapping

Das Produkt entstand innerhalb weniger Monate; der Fokus lag auf Benutzer­freundlichkeit, automatisierten Abläufen und rechtlicher Sicherheit. Finanzierung? Bislang komplett eigenständig. „Wir haben bewusst auf Bootstrapping gesetzt, um unabhängig zu bleiben und direkt am Markt zu testen, was wirklich funktioniert“, erklärt Akin Agün.

Schon in der frühen Wachstumsphase zählt Autoeinfachlos „monatlich tausende aktive Nutzer:innen“; so der Gründer. Allein im vergangenen Monat gingen laut dem Unternehmen 6.000 Verkaufsanfragen ein. Eine klassische VC‑Runde ist aktuell nicht geplant; stattdessen führt das Startup Gespräche mit strategischen Investor:innen, die branchen­spezifisches Know‑how und operative Hebel mitbringen.

Größte Herausforderung bleibt die Skepsis vieler Autobesitzer:innen. „Viele Menschen verbinden den Autoverkauf mit Misstrauen“, heißt es aus dem Team. Deshalb möchte Autoeinfachlos auf Transparenz, lückenlose Fahrzeug­dokumentation und ein österreichweites Händlernetz setzen, das kontinuierlich ausgebaut wird, um flächendeckenden Wettbewerb zu sichern.

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Die beladene SpaceX Falcon 9 Rakete © SpaceX

Der Raketenstart erfolgte um 09:12 Uhr Ortszeit im Rahmen der SpaceX Transporter-17-Mission von der Vandenberg Space Force Base. Etwa eine Stunde nach dem Start bestätigte das Team die Trennung der Hardware von der Rakete „Falcon 9“. Damit erreichte der Satellit vom österreichischen Space-Startup Tumbleweed eine sonnensynchrone Umlaufbahn in rund 590 Kilometern Höhe. Die Hardware für die Weltraummission hat das Team von Tumbleweed in unter 9 Monaten fertiggestellt, wie brutkasten berichtete.

Freude beim Tumbleweed Team nach erfolgreicher Trennung von Oasis Alpha © Tumbleweed

Vier europäische Experimente an Bord

Das 2024 gegründete Unternehmen, das heute 20 Expert:innen in Wien und Delft beschäftigt, will die Forschung in Schwerelosigkeit durch standardisierte Container-Pods zugänglicher machen. Bei der aktuellen Demonstration im All sind vier europäische Organisationen vertreten, die unter anderem Zell-Biokatalyse, autonome Systeme sowie Phasenübergänge für Weltraumressourcen testen.

Meilenstein für das Ökosystem

„Der Start ist ein Riesenerfolg für uns und für das Space-Ökosystem in Österreich generell. Er zeigt ganz klar, dass, wenn eine Gruppe mit Passion und Drive zusammenkommt und richtig hart arbeitet, sie Satelliten in wenigen Monaten bauen kann. Gleichzeitig ist die Mission natürlich auch ein großer Meilenstein für unsere Kunden“, erklärt Julian Rothenbuchner, CEO und Co-Gründer von Tumbleweed.

„Als wir Tumbleweed gegründet haben, haben wir immer wieder dasselbe gehört: Der Weg in den Weltraum ist einfach nicht machbar. Zu langsam, zu komplex, zu viel Aufwand. Wir haben Oasis Alpha gebaut, um das zu ändern. Heute sind vier dieser Teams zum ersten Mal im All“, fügt CTO Guillaume Brault hinzu.

Während Oasis Alpha nun im Orbit agiert, befindet sich die nachfolgende Generation „Oasis Beta“ bereits in der Entwicklung, um die Experimente wieder zur Erde zurückzubringen.

Start der Transporter-17-Rideshare-Mission von der Vandenberg Space Force Base © SpaceX
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