26.08.2025
BERGBLUT

Tiroler 2min2mio-Startup übernimmt deutschen Mitbewerber

Das Saftkur-Startup Bergblut aus Kirchberg in Tirol übernimmt Pressbar aus Bayern und will damit seine DACH-Expansion vorantreiben.
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Die Gründer von Pressbar und Bergblut | (c) Bergblut
Die Gründer von Pressbar und Bergblut | (c) Bergblut

Josef „Seppi“ Jenewein war Skispringer und musste sich aufgrund einer Verletzung umorientieren. Einen neuen Weg fand er bei einer Heilpraktikerin im Thema Saftkuren. Es entstand das Startup Bergblut, das auf kaltgepresste Säfte mit gesundheitsförderlicher Wirkung setzt. 2023 wurde das Unternehmen mit einem Auftritt in der Show „2 Minuten 2 Millionen“ einer größeren Öffentlichkeit bekannt – brutkasten berichtete damals.

Premium-Produkt mit B2B-Schiene

Bergblut setzt dabei auf das Premium-Segment in Bio-Qualität. Verkauft werden die Säfte nicht nur im Direktvertrieb über die Website sondern auch bei einigen Einzelhändlern sowie über eine B2B-Schiene unter anderem an große Hotels und in der Gastronomie. Referenzkunden sind etwa das Bio-Hotel Stanglwirt, Puradies und das Ayurveda Resort Sonnhof zuhause.

Bergblut und Pressbar sollen einander ergänzen

Nun verkündete Bergblut eine Übernahme: Das 2013 gegründete bayrische Unternehmen Pressbar wird für eine nicht genannte Summe akquiriert. Die Marke soll dabei erhalten bleiben. Denn das Unternehmen bedient eine andere Zielgruppe außerhalb des Premium-Segments. „Pressbar richtet sich an Saftkur-Einsteiger und preissensible Zielgruppen – mit niedrigeren Einstiegshürden und einer klaren, einfachen Programmlogik“, heißt es dazu in einer Aussendung. Die beiden Marken sollen einander am Markt also ergänzen.

„Bündeln Ressourcen, ohne Charakter zu verlieren“

„Der Merger gibt uns noch mehr Fokustiefe: Premium bleibt Premium – und wir investieren gezielt in Ingwer-Konzentrate und Shots ohne Zuckerzusatz“, kommentiert Bergblut-Gründer Jenewein. Und Pressbar-Geschäftsführer Markus Schneider meint: „Mit Bergblut bündeln wir jetzt Ressourcen, ohne Charakter zu verlieren: Pressbar bleibt die Marke für den einfachen Einstieg – schnell verstanden, stark im Preis-/Portions-Value.“

Expansion im DACH-Raum mit Bergblut und Pressbar

Im neuen Setting wolle man nun die Expansion im DACH-Raum vorantreiben – mit „einem stimmigen Kommunikationsauftritt ohne Gesundheits-Überversprechen“, heißt es vom Unternehmen. Ein zentrales Produkt für den Lebensmitteleinzelhandel seien dabei Ingwerkonzentrate. Auch der Ausbau des B2B-Geschäfts bleibe ein wichtiger Pfeiler.

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Der Roboter von Iono Robotics im Einsatz bei der SAG Group | (c) Martin Engler / iono FlexCo
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Robotik gilt mittlerweile als technologische Revolution von ähnlicher Tragweite wie Künstliche Intelligenz. Und im Teilbereich humanoide Roboter gilt wie bei KI: Die aktuell großen globalen Player sind in den USA und China zu finden. Doch es gibt auch ein österreichisches Startup, das einen humanoiden Roboter baut und diesen auch bereits öffentlich präsentiert hat. Iono Robotics aus Linz stellte „Workmate“ im Mai in der Linzer Tabakfabrik erstmals vor, wie brutkasten berichtete.

Gedacht ist „Workmate“, wie der Name nahelegt, als Unterstützung in Arbeitsumgebungen, konkret in Branchen wie Industrie, Logistik, Handel und Service. Punkten soll er dabei unter anderem mit einer im Kopf integrierten Drohne, die aus der Luft die Umgebung noch besser erfassen kann.

„Humanoide Robotik wird sich nicht im Labor entscheiden, sondern in der Produktion“

Nun soll sich das System im Praxistest beweisen. Dazu startet Iono Robotics gemeinsam mit der Salzburger SAG Group einen Testlauf in einer der Produktionsstätten des Unternehmens. Die Gruppe zählt mit rund 950 Mitarbeiter:innen an neun Standorten in sechs Ländern zu den führenden Herstellern von Aluminiumtanks für Lkw und anderer Aluminium-Produkte für die Fahrzeug-Industrie.

Im Test soll ein konkreter Anwendungsfall in der Produktion direkt mit „Workmate“ erprobt werden. „Humanoide Robotik wird sich nicht im Labor entscheiden, sondern in der Produktion. Mit der SAG Group haben wir einen starken Industriepartner, mit dem wir unsere Systeme unter realen Bedingungen testen und konkrete Anwendungen gemeinsam weiterentwickeln können“, kommentiert Iono-Robotics-Gründer und -CEO Ümit Bas.

„Ich erwarte mir echte Ergebnisse, echte Erfahrungen“

Durch die Erfahrungen aus dem Testlauf sollen Einsatzmöglichkeiten für die Technologie evaluiert werden. „Ich erwarte mir echte Ergebnisse, echte Erfahrungen – nicht nur aus den sozialen Netzwerken, sondern wirklich zu sehen, wie der Stand der Technologie eines humanoiden Roboters im industriellen Umfeld ist“, sagt Maximilian Sirek, Managing Director bei SAG New Technologies GmbH.

Und Dulijana Licinar, ebenfalls Managing Director bei SAG New Technologies GmbH, kommentiert: „Vor allem das Zusammenspiel mit einem erfahrenen Industrieunternehmen und einem jungen Technologieunternehmen ist extrem wichtig für die Zukunft, für den österreichischen Standort und dafür, dass wir gemeinsam nach vorne kommen.“

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