23.07.2019

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

Das Wiener Startup GreenUp hat sich auf die Produktion und den Verkauf von Tiny Houses spezialisiert. Nun erweitert das Startup sein Geschäftsmodell und hat eine Buchungsplattform für Tiny-House-Kurzurlaube gestartet. Wir haben mit dem Co-Founder Christoph Höggemann über sein Geschäftsmodell gesprochen und wie er sich gegenüber Plattformen, wie Airbnb & Co, durchsetzen will.
/artikel/tiny-house-urlaub
Tiny House
(c) sofree

Erst letztes Jahr hat das Wiener Startup GreenUp ihren ersten Tiny House Prototyp namens NimmE im Wiener Gartensalon „Salon Jardin“ vorgestellt. (der brutkasten berichtete). Mittlerweile hat GreenUp acht dieser Häuser verkauft, wobei sich diese preislich zwischen 32.000 und 50.000 Euro bewegen. Das Team rund um den operativen Geschäftsführer und Co-Founder Christoph Höggemann setzt bei der Produktion bewusst auf Nachhaltigkeit. So kommt beispielsweise nur zertifiziertes Holz zum Einsatz.

+++ Drei Wiener Startups mit Ideen zu neuen Wohnformen +++

Die Fläche der Häuser variieren je nach Preis zwischen zehn bis 50 Quadratmetern. Dabei können Interessenten zwischen Vollmöblierung, einem Autarkie-Paket inklusive Öko-Toilette und Wasserspeicher, bis hin zu einer Fußbodenheizung und Sanitärinstallationen wählen.

Wie GreenUp nun bekannt geben hat, erweitert das Startup sein Geschäftsmodell und hat dafür eine eigene Buchungsplattform für Tiny-House-Kurzurlaube ins Leben gerufen. Bei der Plattform mit namens SoFree handelt es sich bislang um einen Prototypen. Ab September wird das Startup eine erste Unterkunft auf dem Naturresort Isbary Bioland anbieten. Wie Höggemann erläutert, liegt der Standort rund eineinhalb Stunden von Wien entfernt, in der Nähe der niederösterreichischen Ortschaft Schwarzenbach an der Pielach. Eine weitere Besonderheit mit der SoFree punkten möchte: Die exakten Koordinaten werden erst kurz vor der Anreise bekannt gegeben.

 

Regelbetrieb ab April 2020

Nach einer ersten Pilotphase, die im September beginnt, soll der Regelbetrieb ab April 2020 starten. Je nach Nachfrage könnten bis zu fünf weitere Häuser folgen, so Höggemann. In den kommenden Monaten soll die Plattform erweitert und auch Drittanbieter mit ins Boot geholt werden. Dazu zählen sowohl Produzenten, als auch Eigentümer von Tiny Houses, die ihre Unterkunft zwischenzeitlich vermieten wollen.

Digital Detox

Um sich gegenüber anderen Plattformen, wie Airbnb, abheben zu können, möchte SoFree mit seinem Angebot eine eigne Nische schaffen, indem bewusst auf Locations in abgelegenen Gebieten gesetzt wird. „Es geht uns darum, dass Häuser angeboten werden, die ein Alleinstellungsmerkmal haben und ein wenig abseits der Zivilisation liegen“, so Höggemann. Dem fügt er hinzu, dass SoFree neben einem nachhaltigen Ökotourismus, bewusst auf Digital Detox setze. „Uns ist es wichtig, dass wir neben Entschleunigung auch das Bewusstsein dafür schaffen, dass man für einen Urlaub nicht um die ganze Welt fliegen muss.“

Rabattcode

Das Startup wirtschaftet laut Höggemann aufgrund der Produktion und dem Verkauf der NimmE Tiny Houses mit einem positiven Cashflow. Für das weitere Wachstum und die Expansion in den DACH-Raum ist GreenUp derzeit auf der Suche nach Investoren.

Eine Nacht in einem Tiny House kostet rund 150 Euro. Für Interessierte gibt es bei der Anmeldung zum Newsletter von SoFree momentan einen zehn Prozent Rabattcode.

=> zur Buchungsplattform


Deine ungelesenen Artikel:
22.07.2026

„iPhone-Moment für das Familien-Whiteboard“: Wie das Grazer Startup Dæly den Alltag organisieren will

Das Grazer Startup Dæly will die Familienorganisation digitalisieren und ist in seinem Segment bereits Marktführer im DACH-Raum. Mit einem abonnementfreien Touch-Wandkalender für 300 Euro bringt das gebootstrappte Unternehmen verstreute Kalender und To-Do-Listen an einen Ort und konnte schon mehrere Tausend Familien damit überzeugen. Die Gründer setzen dabei auf Datenschutz und Cashflow-Finanzierung.
/artikel/iphone-moment-fuer-das-familien-whiteboard-wie-das-grazer-startup-daely-den-alltag-organisieren-will
22.07.2026

„iPhone-Moment für das Familien-Whiteboard“: Wie das Grazer Startup Dæly den Alltag organisieren will

Das Grazer Startup Dæly will die Familienorganisation digitalisieren und ist in seinem Segment bereits Marktführer im DACH-Raum. Mit einem abonnementfreien Touch-Wandkalender für 300 Euro bringt das gebootstrappte Unternehmen verstreute Kalender und To-Do-Listen an einen Ort und konnte schon mehrere Tausend Familien damit überzeugen. Die Gründer setzen dabei auf Datenschutz und Cashflow-Finanzierung.
/artikel/iphone-moment-fuer-das-familien-whiteboard-wie-das-grazer-startup-daely-den-alltag-organisieren-will
Die Dæly-Gründer v.l.: Paul Truffner, Florian Ritter und Alexander Walliser | (c) Dæly
Die Dæly-Gründer v.l.: Paul Truffner, Florian Ritter und Alexander Walliser | (c) Dæly

„Es ist so ein bisschen der iPhone-Moment für das Familien-Whiteboard“, sagt Florian Ritter, Co-Founder des Grazer Startups Dæly, im Gespräch mit brutkasten. Gemeinsam mit Paul Truffner und Alexander Walliser hat der 26-Jährige ein digitales Wandgerät entwickelt, das die traditionelle Zettelwirtschaft in Haushalten ersetzen soll. Der 15,6 Zoll große Touchscreen fungiert als zentrales Organisationsmedium und soll verstreute Kalender, Einkaufslisten und To-Do-Anwendungen vereinen.

Die Organisation in vielen Familien sei nämlich auf bis zu acht verschiedene, teils digitale und teils analoge Werkzeuge verteilt, erklärt Ritter. Kinder besäßen oft noch kein Smartphone, weshalb Eltern Termine zwar digital im Google- oder Apple-Kalender pflegten, parallel aber einen analogen Wandkalender führten, damit der Nachwuchs sehe, wann etwa das Fußballtraining stattfinde. Diese fragmentierte Organisation führe zu mangelndem Überblick, ständigen Missverständnissen und Koordinationsstress im Alltag.

„Wir bringen diese ganzen Tools in ein einziges System“

Um Abhilfe zu schaffen, führt das System verschiedene Datenquellen zusammen. „Wir bringen diese ganzen Tools in ein einziges System, das für alle funktioniert“, erläutert Ritter. Die Gründer haben das Gerät systemagnostisch aufgebaut, sodass Nutzer Google-, Outlook- oder Apple-Kalender synchronisieren können. Dies löse ein häufiges Problem in Partnerschaften, in denen die Beteiligten oft unterschiedliche Kalendersysteme nutzten. Über eine kostenlose Begleit-App für iOS und Android lassen sich Einträge auch von unterwegs verwalten.

Neben der Terminplanung bietet das Gerät eine Aufgabenverwaltung, ein Punktesystem für Kinder sowie eine Einkaufs- und Essensplanung. Für Ritter ist klar: „Unser Ziel ist es, das beste Familienhaushalts-Managementsystem zu bauen, das es gibt.“ Die kontinuierliche Weiterentwicklung erfolge auf Basis des Feedbacks einer engagierten Nutzerschaft, wobei das System Software-Updates automatisch und kostenfrei aufspiele.

Hardware-Entwicklung ohne Investorengelder

Im konkreten Segment, in dem es mehrere internationale Player gibt, ist man bereits Marktführer im DACH-Raum. „Wir sind bereits bei mehreren Tausend Familien im Einsatz“, sagt Ritter. Dabei setzt so ein Hardware-Startup bekanntlich eine stabile finanzielle Basis voraus. Hier unterscheidet sich der Weg des Unternehmens von einigen im Technologiesektor üblichen Mustern: Dæly ist vollständig eigenfinanziert und bereits profitabel. Für die Entwicklung und den Start investierten die Gründer einen sechsstelligen Betrag aus eigenen Mitteln, die sie unter anderem durch ihr bestehendes E-Commerce-Unternehmen „Tassenliebling“ erwirtschaftet hatten. Der weitere Aufbau erfolge primär über eine Vorbestellungskampagne sowie den laufenden operativen Cashflow. „Wir können das richtig gut aus dem eigenen Cashflow heraus stemmen“, sagt Ritter.

Er sieht in diesem „Finance Based Scaling“ eine zentrale Stärke des jungen Unternehmens. Auf Risikokapital wolle das Team vorerst verzichten, um die Unabhängigkeit zu wahren. Die Bildschirme lässt das Startup wie branchenüblich in China fertigen. Ritter räumt dabei ein, dass eine Produktion in Europa wünschenswert wäre, dass jedoch die Kosten für das Endgerät, das aktuell 300 Euro kostet, massiv steigern würde.

Fokus auf den DACH-Raum und europäische Sicherheitsstandards

Trotz der Hardware-Fertigung in Asien legt das Unternehmen großen Wert auf europäische Sicherheitsstandards. Ein zentraler Aspekt des Produkts ist die bewusste Abgrenzung von US-amerikanischen Cloud-Diensten. Um die Privatsphäre der Familien zu schützen, betreibt das Unternehmen seine Server ausschließlich in Deutschland. Synchronisierte Kalenderdaten speichert das System laut Herstellerangaben nicht zwischen. Die technische Infrastruktur verzichtet bei der Datenspeicherung auf US-Anbieter wie Google Firebase, um die Einhaltung der DSGVO und europäischer Sicherheitsstandards zu gewährleisten.

Beim physischen Produkt setzt das Startup auf Nachhaltigkeit: Das Gerät verfügt über keinen Akku. Ritter begründet dies mit der höheren Energieeffizienz eines direkten Stromanschlusses und dem Umweltschutz durch die Vermeidung seltener Rohstoffe. Der feste Standort an der Steckdose sichere, dass das Gerät stets für alle Familienmitglieder auffindbar bleibe. In den kommenden Monaten liege der strategische Fokus des Teams ganz auf dem DACH-Markt. Eine weitere geografische Expansion behalte man sich für einen späteren Zeitpunkt vor.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Wiener Startup GreenUp startet Buchungsplattform für Tiny-House-Urlaube