07.03.2023

Nach Exit, Rückkauf und Teilexit: Gründerin Tina Deutsch kommt zu Klaiton zurück

Die neue alte Chefin will sich nach ihrer von Beginn an geplanten Rückkehr von Coachhub zu Klaiton ganz dem Thema Nachhaltigkeit widmen. In ihrem eigenen Unternehmen habe sie den größten Hebel, sich der Bewältigung der Klimakrise zu widmen.
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Tina Deutsch | (c) Klaiton
Tina Deutsch | (c) Klaiton

Beim Wiener Startup Klaiton kann man schon einmal den Überblick verlieren. 2015 gegründet, gelang dem auf Vermittlung von Consulting und Coaching spezialisierten Unternehmen 2018 der Exit an die deutsche Haufe Group. Doch dann ging dem Gründer:innen-Duo Tina Deutsch und Nikolaus Schmidt die Entwicklung unter dem neuen Dach nicht schnell genug.

Sie verhandelten einen Rückkauf, der Anfang 2022 wirksam wurde – und mit der Rückbenennung von Haufe Advisory auf Klaiton einherging. Im Zuge dieses Umbaus verkaufte man aber die Coaching-Schiene an das deutsche Scaleup Coachhub. Und Gründerin Deutsch verpflichtete sich, eine Zeit lang dort zu arbeiten. (Anm: Hier kann man die Geschichte bis dahin detailliert nachlesen).

Tina Deutsch kommt als Teilzeit-Geschäftsführerin mit Nachhaltigkeitsfokus

Jetzt ist Tina Deutsch wieder zurück in ihrem eigenen Startup. Und sie hat neue Pläne. „Ab sofort werde ich wieder bei Klaiton aktiv sein und zwar als Teilzeit-Geschäftsführerin mit dem Ziel, den Aus- und Aufbau unseres Sustainability Consulting voranzutreiben“, schreibt sie. Sie habe vor kurzem kommuniziert, dass sie ihre nächsten Arbeitsjahre zu 100 Prozent zur Bewältigung der Klimakrise widmen wolle. „Und wo, wenn nicht in meinem eigenen Unternehmen, habe ich einen größeren Hebel, das zu tun?“, so Deutsch.

„Nicht ausschließlich die unmittelbare Profitoptimierung im Fokus“

Dabei stellt die Klaiton-Gründerin klar, dass Nachhaltigkeit für sie keine Marketing-Worthülse ist. „Bei Nachhaltigkeit geht es darum, so zu leben und zu wirtschaften, dass nicht ausschließlich die unmittelbare Profitoptimierung im Fokus steht, sondern dass wir auch unsere Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft nachfolgender Generationen wahrnehmen“, führt Tina Deutsch aus. „Ich denke, wir müssen ganz dringend Erfolg neu definieren – auch im Unternehmens-Kontext. Und dann konkrete mess- und spürbare Ziele setzen, Umsetzungspläne erstellen, natürlich entsprechend incentivieren und Rollenmodelle sichtbar machen“.

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RobCos Industrieroboter "Alfie" © RobCo

Sechs Jahre nach der Gründung in München hat RobCo den Unicorn-Status erreicht. Das teilte das Unternehmen heute per Presseaussendung mit. Innerhalb von nur neun Monaten konnte das Startup seine Unternehmensbewertung auf über eine Milliarde US-Dollar verdoppeln.

Dieser Sprung erfolgte im Rahmen einer aktuellen Finanzierungsrunde, die neue Investments mit einem Secondary Share Sale kombiniert. Dadurch erhalten langjährige Mitarbeitende die Möglichkeit, eigene Unternehmensanteile zu veräußern.

Cherry Ventures & European Tech Collective steigen ein

An der Transaktion beteiligen sich bestehende Kapitalgeber wie Sequoia, Lightspeed, Greenfield und Promus Ventures. Neu auf dem Cap Table sind unter anderem Cherry Ventures sowie das European Tech Collective, ein Netzwerk erfolgreicher europäischer Gründer:innen.

Roman Hölzl, Co-Founder und CEO von RobCo, ordnet die Finanzierung wie folgt ein: „Es gab eine starke Nachfrage, in RobCo zu investieren, und wir haben diesen Moment genutzt, um das Unternehmen zu stärken.“ Die Milliardenbewertung sei zwar ein Meilenstein, der Fokus liege nun aber auf der Auslieferung der neuen Roboter-Generation.

In seinem heutigen LinkedIn-Post weist er zudem nochmals auf die ambitionierte Mission des Unternehmens hin: „RobCo in jeder Fabrik“.

Industrieroboter „Alfie“ startet im März 2027

Hinter der Bewertung von RobCo steht ein Geschäftsmodell, das auf Hard- und Softwarelösungen für die Fertigungsindustrie basiert. Das Unternehmen entwickelt Robotik-Systeme, die dem Fachkräftemangel und Kostendruck in der Produktion entgegenwirken sollen. Im Zentrum der aktuellen Produktstrategie steht der Industrieroboter „Alfie“, dessen offizieller Marktstart für März 2027 geplant ist.

Das System ist darauf ausgelegt, durch KI-Integration unstrukturierte und sicherheitskritische Fabrikaufgaben selbstständig zu übernehmen. Luciana Lixandru, Partnerin bei Sequoia, kommentiert den technologischen Ansatz: „RobCo baut für eine Zukunft, in der KI nicht nur denkt und generiert, sondern auch in der physischen Welt agiert.“

US-Expansion im Gange

Für die künftige Skalierung baut das Startup seine Präsenz in den USA aus, die bereits jetzt als der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens gelten. Neben dem Sitz in München betreibt RobCo mittlerweile Fertigungsanlagen in Austin (Texas) sowie ein Entwicklungslabor in San Francisco. Um das US-Geschäft und die dortige Expansion direkt operativ zu steuern, verlegt CEO Hölzl seinen Standort in die Vereinigten Staaten.

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