21.05.2021

Warum Tier in den nächsten Tagen seine gesamte E-Scooter-Flotte in Wien erneuert

In den nächsten Tagen wird Tier nach und nach seine gesamte E-Scooter Flotte in Wien erneuern. Die neue Generation an E-Scootern – auch Modell V genannt – ist ab sofort mit einem integrierten Blinker-System ausgestattet.
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Tier
Das neue Modell V | (c) Tier

Freunde des E-Scooters kennen das Problem. Ähnlich wie Radfahrer müssen sie – sofern sie sich an die StVO halten – jede Richtungsänderung klar erkennbar anzeigen. Da E-Scooter in der Regel über keine Blinker verfügen, erfolgt dies in den meisten Fällen per Handzeichen. Dabei handelt es sich aufgrund des instabilen Fahrverhaltens der E-Scooter um kein leichtes Unterfangen. Den Fahrern wird nicht nur eine Menge Geschicklichkeit und Balancegefühl, sondern auch eine Spur Risikobereitschaft abverlangt.

ÖAMTC fordert Blinker

Erst am Dienstag bekräftigte daher der ÖAMTC in einer Presseaussendung seine Forderung, dass E-Scooter bereits ab Werk mit entsprechenden Blinkersystemen ausgestattet werden, um die Sturzgefahr zu minimieren. Die Forderung des Clubs blieb nicht ungehört: Wie das Berliner Mobility Startup Tier am Freitagnachmittag gegenüber dem brutkasten bestätigte, möchte das Unternehmen der Forderung des ÖAMTC nun proaktiv mit der Einführung einer neuen Generation an E-Scootern mit integrierten Blinkern zuvorkommen. Dazu heißt es: „In den nächsten Tagen wird nach und nach die gesamte Flotte in Wien erneuert und das alte E-Scooter-Modell ersetzt.“ Wann andere Städte in Österreich folgen werden, ist bis lang noch nicht bekannt.

Modell V verfügt über zahlreiche Neuerung

Zum Einsatz soll das sogenannte Modell V kommen, das über zahlreiche Neuerungen verfügt. Neben Blinklichtern an der Lenkstange und am hinteren Kotflügel verfügt die neue Generation über zwei Trommelbremsen, die für noch kürzere Bremswege sorgen sollen. Zudem ist im Modell V ein breites Trittbrett ein großes Vorderrad und eine Doppelfederung verbaut.

„Wir freuen uns sehr, dass unsere Nutzerinnen und Nutzer in Wien sicher und komfortabel mit dem neuen E Scooter-Modell in die kommende Saison starten werden. Sicherheit, Langlebigkeit und Benutzerfreundlichkeit stehen auch bei diesem Fahrzeug wieder im Vordergrund“, so Maximilian Nageler, Geschäftsführer für Tier in Österreich.

Tier Energy Network kommt nach Wien

Zudem plant das Berliner Mobility-Startup sein Tier Energy Network weiter auszubauen. Dabei handelt es sich um ein Netzwerk an Ladestationen in ganz Europa, über das künftig Elektrofahrzeuge aufgeladen werden sollen. Dafür arbeitet das Startup mit lokalen Unternehmen, wie Cafés oder Geschäften, zusammen, in denen die entladenen Fahrzeugakkus einfach getauscht werden können – der brutkasten berichtete.

Die Ladeinfrastruktur soll laut dem Unternehmenssprecher im Juli und August auch in Wien folgen. Als erste Städte haben Berlin und Münster in Deutschland ein innerstädtisches Netzwerk von Ladestationen erhalten, die mittlerweile von lokalen Partnergeschäften betrieben werden. Nutzer können dort ab sofort eigenständig Batterien an den Ladestationen austauschen und erhalten im Gegenzug Freiminuten.

Langfristige Vision des Unternehmens ist es, die gleiche austauschbare Batterie für jegliche Fahrzeuge der eigenen Flotte einzuführen, sodass diese in Zukunft alle über das gleiche Ladenetzwerk betrieben werden können.


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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

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  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
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Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
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