03.07.2019

TheVentury pitcht „BotBase“ auf größten Tech-Konferenz Asiens

Die Wiener Innovations- und Startup-Agentur TheVentury wird auf der RISE-Konferenz in Hongkong das AI-Startup "BotBase" vorstellen. "Botbase" als neuestes Venture der Agentur ermöglicht Unternehmen eigene Bots zu erstellen, um Arbeitsabläufe zu automatisieren. Zur RISE, die vom 8. bis 11. Juli stattfinden wird, werden rund 16.000 Teilnehmer erwartet.
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TheVentury
(c) TheVentury
Das AI-Startup BotBase zählt zum neuesten Venture der Wiener Innovations- und Startup-Agentur TheVentury. Das Startup hat eine technische Lösung entwickelt mit der Unternehmen ihre eigenen Bots erstellen können. Ziel von BotBase sei es laut der Agentur Arbeitsabläufe zu automatisieren, ohne dass die Unternehmen dafür spezielle technische Ressourcen benötigen. „BotBase ermöglicht es ihren Kunden, ihre Bots über eine einfach zu bedienende Online-Plattform zu erstellen und dann die gesamte Architektur und Daten herunterzuladen, um das gesamte System vor Ort zu hosten“, so Maximilian Unger, Partner bei TheVentury.

Pitch auf größten Tech-Konferenz Asiens

Wie TheVentury nun bekannt gegeben hat, wird die Agentur das Startup auf der RISE in Hongkong vorstellen. Dabei handelt es sich um die größte Tech-Konferenz Asiens. Zu ihr werden rund 16.000 Teilnehmer erwartet. Der Pitch soll laut TheVentury auf der Main-Stage erfolgen. „Auf der Main-Stage der RISE Konferenz pitchen zu dürfen ist definitiv ein riesen Meilenstein für uns, da wir das Produkt als eigenes Unternehmen vor einem internationalen Publikum erstmals präsentieren. Weiters sind wir derzeit auf der Suche nach einem Entrepreneur in Residence für BotBase“, erklärt Pooja Ahluwalia, CMO bei TheVentury.

Die ersten BotBase-Kunden

Zu den ersten Unternehmen, die BotBase bereits nutzen, gehören namhafte österreichische Unternehmen, wie beispielsweise Austrian Airlines, A1 Telekom Austria oder die UNIQA Insurance Group AG. Aber auch heimische Startups greifen auf die technische Lösung zurück. „BotBase hat es uns ermöglich, unseren Bot einfach mit verschiedenen Kommunikationskanälen zu verbinden, um schnell zu sehen, welche für unsere Zielgruppe am relevantesten sind“, so Gregor Wallner, CEO des Wiener Startups Jingle.
BotBase
(c) TheVentury: Das BotBase-Team

Die nächsten Schritte

Laut TheVentury arbeite BotBase derzeit am Onboarding von Neukunden. So können Unternehmen, die sich für das BotBase Produkt interessieren, eine Demo mit dem Startup vereinbaren. Darüber hinaus arbeitet das Team derzeit in einem von der Wirtschaftsagentur Wien unterstützten Projekt an den Fähigkeiten der Künstlichen Intelligenz zum Kontextverständnis und zur Entscheidungsfindung.


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(c) Lebensstimmen

Die Lebensstimmen GmbH, international unter dem Namen „Words that Remain“ unterwegs, hat den Einstieg von Helmut Marko Anfang dieser Woche auf LinkedIn bekanntgegeben. Der als Motorsport-Legende bekannte Unternehmer beteiligt sich als Investor an dem 2026 gegründeten Unternehmen. Über die Höhe der Beteiligung machte das Startup keine Angaben.

„Der Motorsport wurde nie durch Zufall besser, sondern durch den Mut, neue Technologie konsequent in den Dienst der Menschen zu stellen. Genau diese Haltung erkenne ich bei Lebensstimmen“, wird Marko in dem LinkedIn-Posting zitiert.

KI-Trauerrede zu Lebzeiten

Lebensstimmen entwickelt eine Plattform, auf der Menschen zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten können, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können. Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“. Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell.

Von Deepfakes grenzt sich das Unternehmen ausdrücklich ab. Alle Inhalte sollen stilisiert, als KI-generiert gekennzeichnet und von Menschen kuratiert sein, mit Zustimmungs- und Widerrufsregeln, DSGVO-konform und in der EU gehostet. Rechtlich begleitet wird das Projekt von der Kanzlei Scherbaum Seebacher.

„Es geht nicht darum, Menschen digital zurückzubringen. Es geht darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, den eigenen Abschied selbstbestimmt zu gestalten – zu Lebzeiten, mit Würde und nach eigenen Vorstellungen. KI macht das erstmals wirklich möglich“, sagt Mitgründer und CEO Philipp Berkessy.

Gründerteam aus der Bestattungsbranche

Hinter Lebensstimmen stehen drei Grazer Unternehmer. Markus Pinter ist Inhaber der Pinter Bestattung, war Geschäftsführer der Bestattung und Friedhöfe Wien und ist Vizepräsident der Europäischen Bestattervereinigung EFFS. Philipp Berkessy führt die Berkessy Consulting GmbH und war zuvor unter anderem Geschäftsführer am Red Bull Ring und COO der DTM. Lukas Stern ist Gründer der Aldea Agency und verantwortet die technische Architektur. Getragen wird das Unternehmen von den drei Gesellschaften der Gründer.

„Auch in der Bestattungsbranche macht Digitalisierung und KI Unmögliches möglich: Die Lebensstimmen ergänzen das Dienstleistungsangebot in einer hochemotionalen Form, ohne die Pietät und Menschlichkeit zu verletzen“, sagt Pinter. Seine Pinter Bestattung fungiert als erster Pilotpartner.

Den Markt beziffert das Startup mit rund 1,4 Millionen Sterbefällen pro Jahr im DACH-Raum, digitale Angebote gebe es bislang praktisch keine. Nach eigenen Angaben liegen bereits mehrere Absichtserklärungen von Bestattungsunternehmen, Versicherern und Verbänden aus dem In- und Ausland vor. Namen nannte das Unternehmen nicht. Anfang September gab Lebensstimmen zudem auf der LEAP in Riad eine Partnerschaft mit dem Tokenisierungsanbieter Green Encoded bekannt: Die zu Lebzeiten lizenzierte Stimme soll damit zu einem verifizierbaren digitalen Asset werden. Die Technologie soll Anfang Oktober auf der Messe Ai Everything in Abu Dhabi präsentiert werden. Danach stehen die GITEX in Dubai und die CES in Las Vegas auf dem Plan. Der internationale Rollout des Lizenzmodells ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

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