19.09.2019

Wiener BioTech Themis: 40 Mio. Euro Investment u.a. für „Darmkrebs-Impfung“

Das Wiener Unternehmen Themis sichert sich ein Series-D-Investment über 40 Millionen Euro. Damit möchte das BioTech seinen Kampf gegen Tropenkrankheiten und Krebs intensivieren.
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Themis, Krebs, Virus, Themis Bioscience Founder und CEO Erich Tauber.
(c) Oleksandr Hnatenko: Themis Bioscience Founder und CEO Erich Tauber mit neuem Investment.

Das 2009 gegründete Wiener Unternehmen Themis Bioscience entwickelt Immunmodulationstherapien für Infektionskrankheiten und Krebs. Anfang des Vorjahres konnte das BioTech den Abschluss einer Series-C Finanzierungsrunde (10 Millionen Euro) bekannt geben – der brutkasten berichtete. Gemeinsam mit dem New Yorker Investment Fonds GHIF (Global Health Investment Fund), bei dem u.a. Microsoft-Gründer Bill Gates über seine Bill & Melinda Gates Foundation im Hintergrund steht, beteiligen sich damals der aws Gründerfonds, Wellington Partners, Omnes Capital und Ventech an dem Investment. Nun gibt es neues Kapital.

+++ Hookipa: Wiener BioTech holt 33 Mio. Euro-Investment für “Krebs-Impfung” +++

40 Millionen Euro Investment und breitere Investoren-Basis

In einer Series D-Finanzierungsrunde wurden jetzt dem Unternehmen weitere 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Neben den oben erwähnten Partnern, stiegen diesmal vier Neue Investoren ein: Farallon Capital und Hadean Ventures, MSD (Merck & Co., USA) und Adjuvant Capital. „Wir wollten unsere Investoren-Basis breiter aufstellen“, sagt Themis CEO Erich Tauber. „Deshalb haben wir uns explizit nach US-Investoren umgesehen“.

Kapital für Impfstoff-Forschung

Bisher war das am weitesten fortgeschrittene Entwicklungsprogramm von Themis ein Impfstoff gegen das Chikungunya-Virus, eine durch Stechmücken übertragene Tropenkrankheit. Zudem hat das Unternehmen an einem Impfstoff gegen das Zika-Virus gearbeitet.

Das neue Millionen-Investment soll nun dazu verwendet werden, um das zentrale klinische Phase III-Studienprogramm für den Chikungunya-Impfstoff zu beschleunigen. Diesen Sommer war bereits eine Förderung von 18,7 Millionen Euro innerhalb einer Vereinbarung mit „Coalition for Epidemie Preparedness Innovation“ (CEPI) zu diesem Zweck aufgenommen worden.

Themis dehnt Kampf gegen Krebs aus

Themis nutzt seinen Chikungunya-Impfstoff, um das Potenzial seiner auf dem Masernvirus basierenden Impfstoffplattform zu belegen. Mit einem Teil des in der Series D-Runde gesammelten Geldes plant das Unternehmen zudem, seine Pipeline auf die Behandlung von Krebs auszudehnen.

„Unser erstes Produkt zur Behandlung von Darmkrebs soll in diesem Jahr in die Klinik eingeführt werden“, sagte Tauber. „Neben den inhärenten krebsbekämpfenden Eigenschaften des Masernvektors bietet unsere Plattform das Potenzial, eine Reihe von Möglichkeiten aufzunehmen, die wir mit dieser Finanzierung genauer untersuchen wollen“.


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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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