28.12.2020

The Book: Eine Anleitung zum Ende der Zivilisation

Mit der Pandemie vorherrschend und anderen Katastrophen, die sich 2020 ereignet haben, erscheint es nur als logischer Schritt, dass sich jemand Gedanken um das Überleben der Zivilisation macht. The Book als Kickstarter-Projekt ist ein Leitfaden für Überlebende eines Weltuntergangs und für Zeitreisende. Oder für Leser, die uralte und analoge Skills neu lernen wollen.
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The Book
(c) The Book - Das Kickstarterprojekt The Book lehrt Lesern den Wideraufbau der Zivilisation.

Gedanken zum Weltuntergang waren selbst in der heutigen Pandemie meist von humoristischer Natur. Dennoch fand das Ende der Zivilisation Einzug in so manchen Kopf, las man über die Seuchen der letzten Jahrhunderte und ihre Verwüstung. Das Weltenende und der damit verbundene Verlust von Erreichtem wurde zum Thema. Zumindest bei Timur Kadyrov und Seva Batischev.

Ihr Kickstarter-Projekt The Book – The Ultimate Guide To Rebuilding A Civilization stellt sich als liebevoll gestalteter Leitfaden zum Wiederaufbau einer Zivilisation vor. Ein 400-Seiten-Band, der sein äußerst bescheidenes Ziel von 6563 Euro mit etwas mehr als 800.000 Euro (Stand 23. Dezember) an finanzieller Unterstützung monumental übertroffen hat. Mit der Veröffentlichung dieses Artikels bleiben dem Werk noch acht Tage, um diese Summe noch weiter nach oben zu schrauben.

2020: Das Jahr der Katastrophen

Im unteren Promo-Video wirbt das Team hinter dem Projekt mit der Frage, was man auf eine Zeitreise ins Mittelalter mitnehmen würde, um sein überlegenes Wissen sich nützlich zu machen. The Book ist ein Werk, das wohl kaum einen passenderen Zeitpunkt als das Jahr 2020 für sein Kickstart-Kampagne hätte wählen können. Man erinnere sich an die australischen Waldbrände am Anfang des Jahres und kalifornischen Walbrände im Sommer, US-Ausschreitungen im Zuge der „Black Lives Matter“-Projekte, die Explosionskatastrophe im Beiruter Hafen oder das schwere Erdbeben in der Türkei. Zudem sind sich Jupiter und Saturn von der Erde aus gesehen so nah – 730 Millionen Kilometer – wie seit 880 Jahren nicht mehr. Die Zeichen für Zeichensuchende sind da, und dabei war noch gar nicht die Rede von der Corona-Pandemie.

The Book als Skill-Maker

So wie es aussieht werden Befürchtungen, dass uns dieses Jahr noch weitere Schreckenstaten oder gar den Weltuntergang bringen werde, sich nicht bewahrheiten. Es sind nur noch wenige Tage und diese geschichtsträchtigen zwölf Monate sind Vergangenheit und überstanden. Wer weiterhin das Ende der Zivilisation befürchtet, tatsächlich eine Zeitreise plant oder im Lockdown gemerkt hat, dass ihm einige Skills wie Handwerk und Wissen fehlen, der gehört zu den Zielpersonen von The Book.

Die Erfindungen der Menschheit

Inhaltlich befasst es sich mit den wichtigsten Mechanismen, Prozessen und Materialien, die von der Menschheit jemals erfunden. Es ist in Abschnitte unterteilt, die sich mit Medizin, militärische Kunst, Gesellschaft, Delikatessen und Unterhaltung befassen. Fast jede Thematik ist von Abbildungen und technischen Zeichnungen kunstvoll unterlegt. Diese Abbildungen zeigen wie man etwa ein Radio, ein tödliches Trebuchet oder eine Kamera herstellt.

Wie funktioniert Zivilisation?

„Die meisten Menschen wissen wenig darüber, wie die wichtigsten Erfindungen unserer Zivilisation funktionieren. Sie wissen normalerweise nicht wie man Elektrizität erzeugt oder wie ein Verbrennungs-Motor funktioniert. Auch nicht welche Zutaten
für Papier oder Schießpulver benötigt werden oder welchen Sinn soziale Rituale wie Seppuku haben“, sagt Kadyrov. „Im ‚The Book‘ zeigen wir diese Erfindungen aus einer neuen Perspektive.“

Im Kapitel Medizin erfährt man zum Beispiel, wie man Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen kann, man liest welche Pilze essbar sind und wie Yoga oder chinesische Nadeltherapie funktioniert. Zudem wird ebenso erklärt, wie man Gips, Kleber und Penicillin von Grund auf neu herstellen kann.

Mit The Book ein Haus bauen

Der Abschnitt Heim und Herd lehrt wie man mit Feuerstein und Stahl umgeht. Und zeigt wie man ein Blockhaus baut, einen Teppich webt, Haushaltswaren aus Ton formt und was man für den Bootsbau braucht.

The Book, Zivilisation, Weltuntergang, The Ultimate Guide To Rebuilding A Civilization
(c) The Book – Landwirtschaft, Mechanik und Unterhaltung sind ebenfalls Themen des Zivilisations-Aufbau-Buchs.

Bier, Schach und Fußball

In The Book findet man weiters detaillierte Beschreibung der Getreidearten und der Tierhaltungsprinzipien. Leser lernen, Fischernetze herzustellen, Salz und Honig zu beschaffen oder Brot zu backen. Sowie Weizenbier zu brauen. Sie erfahren die Regeln von Schach und Fußball und diversen Kartenspielen.

Analog und … digital verfügbar

Bisher ist das Buch um jeden finanziellen Meilenstein der Kampagne um ein neues Kapital erweitert worden. Ab einer Million Euro möchte der Gründer für jedes verkaufte Exemplar einen Baum pflanzen. Erscheinen wird es im Oktober 2021 und kostet als Papierversion 89 US-Dollar. Für diejenigen, die nicht ans Ende von Technologie und Fortschritt glauben, kann es auch für 50 US-Dollar digital erworben worden.

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Alexander Pöllmann, Director IT & Digital bei der Viessmann Generations Group, und Michael Maier, Director Austria von iteratec (v.l.) | (c) iteratec / beigestellt

Es war eine der bemerkenswertesten Transformationen der deutschen Industrie: 2023 verkaufte Viessmann sein Kerngeschäft, die Klimasparte Viessmann Climate Solutions, für zwölf Milliarden Euro an den US-Konzern Carrier (brutkasten berichtete). Seit Anfang 2024 agiert das Familienunternehmen als Unternehmensgruppe, die aus Deutschland ein globales industrielles Beteiligungsportfolio steuert. Und dieses Kernteam soll nun KI-nativ werden: Gemeinsam mit dem Technologieunternehmen iteratec baut Viessmann ein Multi-Agenten-System, das die Mitarbeiter:innen zu “Buildern von Agenten” verändert.

Vom Heizungsbauer zum langfristigen Unternehmensentwickler  

Das reinvestierte Kapital floss vor allem in industrielle Mittelständler mit Fokus auf nachhaltige Energietransformation: von Grid-Infrastruktur über Fernwärme- und Kühlungslösungen bis zu Kühlhäusern. Dazu zählt etwa die isoplus-Gruppe, ein Hersteller von Nah- und Fernwärmeleitungen mit großen Standorten in Österreich. Über Minderheitsbeteiligungen ist Viessmann außerdem unter anderem an Encavis sowie am Software-Unternehmen AMCS beteiligt, das Emissionen in der Recycling- und Abfallwirtschaft reduzieren soll. 

Beim Thema KI unterscheidet Pöllmann klar zwischen zwei Ebenen: „Wenn wir auf unsere Partner schauen, ist der Kerntreiber klassischerweise Effizienz, also Use Cases entlang der Wertschöpfungskette, um Top- oder Bottom-Line-Potenziale einzusammeln. Auf Ebene des Viessmann-Teams schauen wir viel stärker auf Effektivität: Wie können wir noch bessere Investmententscheidungen treffen und unsere zentrale Entscheidungsqualität maßgeblich erhöhen?“ 

Deal-Screening statt Deal-Sourcing 

Genau das sei allerdings die schwierigere Disziplin, so Pöllmann: „Effizienz-Use-Cases sind aus unserer Sicht häufig leichter, als die Qualität zu erhöhen. KI tendiert in ihrer ursprünglichsten Natur dazu, lieber zu halluzinieren und ungenau zu sein, als eine sehr klare Antwort auf die Frage zu geben: Sollte ich dieses Investment tätigen oder lieber nicht? Welche Risiken habe ich noch nicht gesehen?“ Dies bedingt vor allem den ganzen Kontext einer Transaktion zu kennen. 

Konkret setzt das Multi-Agenten-System deshalb dort an, wo Präzision zählt: beim Screening. Es gehe nicht darum, Deals zu sourcen, betont Pöllmann, sondern den Prozess „Ist ein Deal für uns wirklich relevant?“ deutlich zu verkürzen. Ein Letter of Intent könne so viel schneller analysiert und daraus ein Investmentmemo gebaut werden, angereichert mit weiteren Quellen. 

Dass das Viessmann-Team das System selbst baut, statt auf eine Fertiglösung zu setzen, ist für Pöllmann eine Grundsatzentscheidung: „Wir wollen die Governance in der eigenen Hand haben, aber auch den Prozess, wie wir zu Entscheidungen kommen.“ Fertige KI-Finanzlösungen von der Stange würden der Organisation wenig bringen: „Das ist zwar alles nett und funktioniert auch schnell, aber nicht in der Qualität, wie wir sie erwarten.“ 

Jede:r Mitarbeiter:in wird zum „Builder“ 

Der vielleicht radikalste Teil des Ansatzes: Alle Mitarbeiter:innen der Viessmann Generations Group sollen befähigt werden, selbst KI-Agenten zu bauen. Der Prozess dahinter ist mehrstufig: Ein Intake-Agent nimmt die Idee auf und schärft sie, ein Specification-Agent zieht anschließend das nötige Fachwissen aus den Mitarbeiter:innen heraus und gibt erst ab einem bestimmten Confidence Score grünes Licht. Danach erstellt ein weiterer Agent, der sogenannte Agent-Builder, den fertigen KI-Kollegen. 

Gestartet wurde Ende Jänner mit einem „Hypersprint“, die ersten Prozessagenten gingen im Frühjahr live. „Es ist schon verrückt, was wir in der Zeit entwickelt haben“, sagt Pöllmann. Die größte Herausforderung sei dabei nicht die Technologie: „Die Herausforderung ist wirklich, das Wissen der Kolleg:innen “freizulegen” und die Leute, die verantwortlich sind, in die Verantwortung zu bekommen. So können wir dann gemeinsam den Input, den wir brauchen, identifizieren, um daraus vernünftige Agenten mit hoher Output-Qualität zu bauen.“ 

„Die Rolle des Menschen in der KI-Transformation wird maßgeblich“ 

Bei aller Automatisierung bleibt die Verantwortung beim Menschen, stellt Pöllmann klar: „Am Ende braucht es immer einen Verantwortlichen, und das kann nicht die Maschine sein. Dadurch wird vor allem die Rolle des Menschen in der KI-Transformation maßgeblich gestärkt.“ Wer einen Agenten verantwortet, müsse dessen Ergebnisse kontrollieren, ihn testen und etwa bei der Abkündigung eines KI-Modells nachjustieren. „Damit bekommt jeder in gewisser Weise eine Führungsaufgabe“, so Pöllmann. 

Um den Rollenwandel greifbar zu machen, ließ Viessmann die Mitarbeiter:innen ein eigenes „Role Canvas“ ausfüllen: Was bleibt an Verantwortung beim Menschen, wenn KI-Agenten übernehmen? Das habe viel Verständnis für die Transformation geschaffen, auch bei jenen, deren Berufsbild sich am stärksten verändert. Denn das klassische Profil eines Investmentbankers werde sich fundamental drehen, so Pöllmann. Die Betroffenen hätten das Thema allerdings „sehr gut aufgeschnappt und zeigen große Begeisterung dafür“. 

iteratec: „Die Unschärfe reduzieren“ 

Auf der Umsetzungsseite steht mit iteratec ein Software-Dienstleister, der seit 30 Jahren Individualsoftware entwickelt und sich zunehmend auf KI-Transformation fokussiert. „Unser eigenes Geschäft ändert sich aktuell selbst radikal aufgrund von KI“, sagt Michael Maier, Director Austria von iteratec. Das Unternehmen setzt Multi-Agenten-Projekte unter anderem bei Banken um und hat mit dem Recycling-Konzern Ragn-Sells ein neues Recyclingverfahren auf Basis KI-gestützter Materialanalysen entwickelt. Das Viessmann-Projekt sei „mitunter eines der spannendsten, das wir gerade machen dürfen“, so Maier: „Das nimmt sicher eine Vorreiterrolle ein.“ 

Die Kunst liege darin, schnell voranzukommen und trotzdem verlässliche Resultate zu liefern: „Du musst die Unschärfe so weit reduzieren, dass du dort, wo es wichtig ist, belastbare Ergebnisse hast, mit denen du arbeiten kannst“, sagt Maier. Viessmann kam über einen klassischen Anbieterauswahlprozess zu iteratec. Ausschlaggebend sei das Team gewesen, so Pöllmann: „Ein sehr professionell aufgestelltes Team mit High-End-AI-Capabilities. Die Entwickler sind fast AI-native unterwegs.” 

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AI Summaries

The Book: Eine Anleitung zum Ende der Zivilisation

  • Das Weltenende und der damit verbundene Verlust von Erreichtem wurde zum Thema. Zumindest bei Timur Kadyrov und Seva Batischev.
  • Ihr Kickstarter-Projekt The Book – The Ultimate Guide To Rebuilding A Civilization stellt sich als liebevoll gestalteter Leitfaden zum Wiederaufbau einer Zivilisation vor.
  • In The Book findet man in diversen Kapiteln detaillierte Beschreibungen, um eine Zivilisation im Fall der Fälle neu auferstehen zu lassen.

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Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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The Book: Eine Anleitung zum Ende der Zivilisation

  • Das Weltenende und der damit verbundene Verlust von Erreichtem wurde zum Thema. Zumindest bei Timur Kadyrov und Seva Batischev.
  • Ihr Kickstarter-Projekt The Book – The Ultimate Guide To Rebuilding A Civilization stellt sich als liebevoll gestalteter Leitfaden zum Wiederaufbau einer Zivilisation vor.
  • In The Book findet man in diversen Kapiteln detaillierte Beschreibungen, um eine Zivilisation im Fall der Fälle neu auferstehen zu lassen.

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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

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The Book: Eine Anleitung zum Ende der Zivilisation

  • Das Weltenende und der damit verbundene Verlust von Erreichtem wurde zum Thema. Zumindest bei Timur Kadyrov und Seva Batischev.
  • Ihr Kickstarter-Projekt The Book – The Ultimate Guide To Rebuilding A Civilization stellt sich als liebevoll gestalteter Leitfaden zum Wiederaufbau einer Zivilisation vor.
  • In The Book findet man in diversen Kapiteln detaillierte Beschreibungen, um eine Zivilisation im Fall der Fälle neu auferstehen zu lassen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

The Book: Eine Anleitung zum Ende der Zivilisation

  • Das Weltenende und der damit verbundene Verlust von Erreichtem wurde zum Thema. Zumindest bei Timur Kadyrov und Seva Batischev.
  • Ihr Kickstarter-Projekt The Book – The Ultimate Guide To Rebuilding A Civilization stellt sich als liebevoll gestalteter Leitfaden zum Wiederaufbau einer Zivilisation vor.
  • In The Book findet man in diversen Kapiteln detaillierte Beschreibungen, um eine Zivilisation im Fall der Fälle neu auferstehen zu lassen.

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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

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The Book: Eine Anleitung zum Ende der Zivilisation

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  • In The Book findet man in diversen Kapiteln detaillierte Beschreibungen, um eine Zivilisation im Fall der Fälle neu auferstehen zu lassen.

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