02.12.2025
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The BOLD Experience 2025 – wo Innovation erlebbar wird

Mit der Premiere von The BOLD Experience am 5. November 2025 verwandelte sich das Palais Auersperg in Wien in eine pulsierende Bühne für mutige Ideen, neue Technologien und kreative Zusammenarbeit.
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Bei The BOLD Experience konnte man verschiedene immersive Erlebnisse entdecken. | © WKO/Toni Eskelinen

Dieser Artikel ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von November 2025 “Verantwortung” erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Über 1.000 Besucher:innen und mehr als 100 Innovator:innen aus 25 Nationen gestalteten ein ganztägiges Programm mit über 25 Talks, Workshops und kuratierten Matchmaking-Sessions – ein Tag, der zeigte, wie Innovation über Grenzen und Disziplinen hinweg entsteht.

The BOLD Experience wurde von über 1.000 Personen besucht. | © WKO/Toni Eskelinen

„The future isn’t something we wait for – it’s something we create together“: Dieser Leitsatz wurde zum zentralen Spirit des Festivals. The BOLD Experience schuf einen Raum, in dem Visionen zu konkreten Projekten werden und internationale Perspektiven auf die österreichische Innovationslandschaft treffen.

Diese Idee lebt über das Festival hinaus weiter: Die BOLD Community vernetzt ganzjährig Innovator:innen mit österreichischen Unternehmen, fördert Austausch und Zusammenarbeit und gestaltet so die Wirtschaft von morgen.

BOLD Minds zeigen, wie Innovation gelingt

Die Stimmen der teilnehmenden BOLD Minds machten deutlich, wie vielfältig Innovation in Österreich gedacht und gelebt wird. „Wir sind heute bei The BOLD Experience, weil wir überzeugt sind, dass Österreich Zukunft kann. Dieses Event zeigt, was man aus Österreich heraus an Innovation schaffen kann – und wie man mit einer guten Idee auch international erfolgreich sein kann“, sagte Norbert Gall, Head of Marketing& Public Relations bei Lithoz.

Verena Judmayr, CEO und Co-Founder von MATR, betonte die Bedeutung gemeinsamer Anstrengungen: „The BOLD Experience ist ein einzigartiger Ort, um mit anderen Unternehmer:innen in den Austausch zu treten. Gerade im Bereich der Kreislaufwirtschaft gilt: Wir sitzen alle im selben Boot – und Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Für Moritz Novak, CEO und Co-Gründer von GATE Space, zeigt das Festival, warum Vernetzung entscheidend ist: „Wir brauchen Initiativen wie die BOLD Community, weil es Mut erfordert, den Schritt ins Unbekannte zu wagen – und genau dieser Mut entsteht erst im Austausch mit anderen Unternehmer:innen.“

Ein Signal für die Zukunft

Mit The BOLD Experience wurde mehr geschaffen als ein Festival – das Event wurde zu einem Symbol für Zusammenarbeit, Offenheit und Innovationskraft. Der Austausch zwischen Startups, etablierten Unternehmen und internationalen Vordenker:innen zeigte: Zukunft entsteht dort, wo Menschen gemeinsam an ihr arbeiten. Das Palais Auersperg wurde für einen Tag zum Zentrum für Innovation – und Österreich zum Treffpunkt einer neuen Generation von Zukunftsgestalter:innen.


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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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