31.08.2021

Thalia Österreich: Wechsel in der Geschäftsführung

Andrea Heumann, die bisherige Prokuristin des Buchhändlers Thalia Österreich, übernimmt mit 1. Oktober 2021 die Geschäftsführung des Unternehmens.
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Thalia Österreich Andrea Heumann und Thomas Zehetner
Andrea Heumann folgt als Geschäftsführerin von Thalia Österreich auf Thomas Zehetner © Thalia Österreich

Heumann, die seit 2013 für Thalia tätig ist und seit 2017 die Prokura hat, ist langjähriges Mitglied der Geschäftsleitung des Buchhändlers. In ihrer neuen Rolle wird sie die Bereiche Marketing, E-Commerce & Digitales, Supply Chain Management, Office Management sowie den kaufmännischen Bereich leiten. Die bisherigen Geschäftsleitungsmitglieder und Prokuristen Claudia Schmidt und Maximilian Joven erweitern ebenfalls ihren Aufgabenbereich und bilden künftig gemeinsam mit Heumann die Geschäftsleitung von Thalia Österreich.

Andrea Heumann folgt auf Thomas Zehetner

Heumann folgt auf den bisherigen Geschäftsführer Thomas Zehetner, der nach 20 Jahren bei Thalia Ende des Jahres aus dem Unternehmen ausscheidet und sich einer neuen beruflichen Herausforderung widmet. Zehetner zeichnete viele Jahre lang für den Bereich Controlling und Finanzen verantwortlich, war seit 2009 Prokurist und seit 2017 Geschäftsführer. Unter seiner Leitung wurde die strategische Neuausrichtung des größten Sortimentsbuchhändlers im deutschsprachigen Raum wesentlich vorangetrieben und Thalia als flexible und effiziente Omnic-Channel Organisation positioniert. Dafür erhielt das Unternehmen im vom Handelsverband kürzlich veröffentlichten Omnichannel Readiness Index (der brutkasten hat berichtet) in der Kategorie „Channel Integration“ Bestnoten. Besonders hervorgehoben wurden dabei die Click & Collect Abholstationen sowie die sehr zeitnahe Bearbeitung der Buchabholungen in den stationären Standorten.

Thalia Österreich zieht positive Bilanz

Im Geschäftsjahr 2019/20 musste Thalia Österreich bedingt durch die Corona-Pandemie Umsatzeinbußen von 5,1 Prozent auf 119,7 Millionen Euro hinnehmen. Auch das Ergebnis verminderte sich um 15,8 Prozent auf 8,5 Millionen Euro. Dennoch sei man angesichts der herausfordernden Zeit mit der aktuellen Entwicklung zufrieden, heißt es in einer Aussendung des Unternehmens. Auch zumal die starke Nachfrage im Onlineshop und die damit einhergehenden Steigerungen der Onlineumsätze die Rückgänge im stationären Geschäft etwas abfedern konnten. In Sachen Digitalisierung setzt der Buchhändler seit Oktober 2020 auf mobiles Bezahlen via Smartphone mittels Scan & Go-Funktion in der Thalia-App. Aktuell verfügt das Unternehmen österreichweit über 37 Standorte.

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beel, Tokenize.it-Founder Christoph Jentzsch und Head of Development Lukas Fiedler | Foto:
beel-Founder Christoph Jentzsch und Head of Business Development Lukas Fiedler | Foto: Tokenize.it

Zum Start des Syndikats-Features von beel rund um Gründer Christoph Jentzsch und Head of Business Development Lukas Fiedler, haben bereits drei bekannte Akteure aus der deutschen Startup- und Venture-Capital-Szene eigene Syndikate auf beel eingerichtet. Andy Bruckschlögl ist Unternehmer, Investor und Mitgründer von Bits & Pretzels. Er war zudem Gründer des SEO-Softwareunternehmens Ryte und ist seit vielen Jahren als Business Angel aktiv. Alex von Frankenberg indes ist seit rund zwei Jahrzehnten im Venture-Capital- und Startup-Bereich tätig. Er war langjähriger Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds (HTGF), der sich auf Frühphasenfinanzierungen von Technologie-Startups konzentriert. Seit 2025 ist er als Venture Partner bei May Ventures tätig.

Und Roland Fassauer ist Unternehmer, Investor und Professor an der CODE University of Applied Sciences in Berlin. Er war unter anderem als Gründer tätig und beteiligt sich als Investor an Startups. Zudem ist er mit der Berliner Startup- und Hochschulszene verbunden. Über ihre Syndikate können weitere Investoren an ausgewählten Startup-Investments dieser drei Angels teilnehmen.

beel: Syndikat-Lead im Zentrum

Zur Erklärung: Im Zentrum jedes Syndikats steht der Syndikat-Lead, der in der Regel ein erfahrener Angel-Investor ist und das Syndikat, also seine Investment-Community, leitet. Der Lead legt die Beitrittsregeln fest und entscheidet, ob sein Syndikat öffentlich für alle zugänglich oder privat geführt wird. In beiden Fällen bestätigt er jeden Investor individuell.

Mit dem Beitritt schließen Investor:innen einen Vertrag mit dem Syndikat-Lead ab, der eine vom Lead festgelegte Carry Fee bei Auszahlungen (Exit oder Dividenden) vorsieht. Auf diese Weise können Angels ihren Dealflow monetarisieren. Im Gegensatz zu klassischen VC-Fonds wird kein Kapital gepoolt. Jeder Investor investiert eigenständig und direkt über virtuelle Anteile in das jeweilige Startup. Dadurch entfallen die Strukturen und Kosten eines klassischen Fonds, heißt es per Aussendung. Der Syndikat-Lead gibt lediglich eine Anlageempfehlung ab. Die Entscheidung über eine Investition und deren Höhe liegt beim jeweiligen Investor oder bei der jeweiligen Investorin.

Ohne Fonds

„Syndikate sind das fehlende Puzzle-Teil der deutschen Startup-Community. Starke, erfahrene Investoren können Carry-Fees durch ihren gut kuratierten Dealflow verdienen, ohne dass sie dafür einen Fonds benötigen. Neue Investoren oder Business Angels müssen sich nicht durch hunderte Pitch-Decks kämpfen, sondern treffen ihre Investmententscheidungen basierend auf gut vorselektierten Startups. Das wird eine Menge Kapital hebeln”, kommentiert Jentzsch. “Mit Andy Bruckschlögl, Alex von Frankenberg und Roland Fassauer haben wir gleichzeitig drei Lead-Investoren an Bord, deren Dealflow und Erfahrung eine Benchmark für die Qualität der Syndikate sein wird.“

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