06.07.2022

Tesla stellte neues Fahrzeug-Konzept vor – bei einer Schülermesse in Hannover

Keine Show von Elon Musk, keine begleitende Presseausendung: Tesla stellte einen Prototypen eines bislang unbekannten Anhänger-Konzepts auf der "IdeenExpo" in Hannover ab.
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Der Tesla-Solar-Anhänger-Prototyp wurde bei der IdeenExpo in Hannover einfach
Der Tesla-Solar-Anhänger-Prototyp wurde bei der IdeenExpo in Hannover einfach "abgestellt" | (c) teslamodel3fahrer via Instagram

Eine große Bühne, eine Rede des CEO, ein aufwändig produziertes Produktvideo – kurz: viel Tam Tam und viel Pathos. So stellt man sich die Präsentation eines neuen Konzepts von einem US-Tech-Riesen vor. Doch bei Tesla scheint man sich neuerdings einen Spaß daraus zu machen, es genau nicht so zu tun. Vor kurzem wurden neue Prototypen des Tesla-Lastwagens Semi und des Cybertruck quasi nebenbei bei einem Rennevent in Michigan vorgefahren und dabei nur mit einer Handykamera festgehalten – der brutkasten berichtete. Nun zeigte das Unternehmen erstmals den Prototypen eines bislang unbekannten Auto-Anhänger-Konzepts mit Solarpanelen. Und zwar, indem man ihn bei der an Schüler:innen gerichteten Messe „IdeenExpo“ im deutschen Hannover „abstellte“.

Keine offizielle Information zu Tesla-Solar-Anhänger

Eine begleitende Presseinformation gab es dazu nicht, auch keinen Tweet von Elon Musk. Nicht einmal eine kleine Infotafel wurde neben dem Anhänger bei der IdeenExpo abgestellt. Ein Wenig ist aber dennoch erkennbar – ein Twitter User postete auch Fotos dazu (siehe unten). So hat der einachsige Anhänger ausklappbare Solar-Panele, eine Starlink-Empfangsstation und ein Kabel, mit dem er sein (Tesla-)Zugfahrzeug mit Strom versorgen kann.

Medial wird gemutmaßt, dass der Anhänger wohl auch während der Fahrt im unausgeklappten Zustand ein wenig Strom für den Tesla erzeugen kann – im ausgeklappten Zustand im Stand ist es dann umso mehr. Ob er aber einen eigenen Akku hat ist, ebenso wie einige weitere Fragen, gänzlich offen. Anzunehmen ist jedenfalls, dass es sich um einen recht frühen Prototypen handelt und es bis zu einem möglichen Produkt-Release noch sehr lange dauern kann.

Schon länger Beschäftigung mit Solar-Thema

Das US-Unternehmen beschäftigt sich schon länger mit dem Thema Solar-Energie und übernahm dazu schon im Jahr 2016 das Startup SolarCity. Seitdem wurden unter anderem Solar-Dachziegel vorgestellt und ein Solar-Modul für den neuen Cybertruck (der noch nicht in Serie produziert wird) angekündigt. Einige bereits vorgestellte oder zumindest angekündigte Projekte scheinen jedenfalls im Sand verlaufen zu sein.

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(c) Startups for Europe
(c) Startups for Europe

Bislang wurde Startup-Europa durch zwei Organisationen auf europäischer Ebene vertreten: Das European Startup Network (ESN) fungierte primär als Dachverband der nationalen Startup-Organisationen wie etwa AustrianStartups in Österreich. Allied for Startups, dessen Netzwerk auch mehrere außereuropäische Organisationen umfasst, trat als Interessensvertretung für Startup-politische Anliegen auf EU-Ebene auf. Nun schlossen sich die beiden Verbände zu „Startups for Europe“ mit Sitz in Brüssel zusammen.

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Die Mission sei mutig und einfach: Europa zum besten Ort der Welt zu machen, um ein Unternehmen zu gründen, zu skalieren und im Wettbewerb zu bestehen, heißt es in einer Presseaussendung zum Start. In dieser werden einmal mehr die bekannten Probleme europäischer Startups thematisiert: mangelndes Risikokapital, Bürokratie, Fragmentierung und die aus all dem resultierende Abwanderung von Startups. „Das ist kein Schicksal, sondern ein Regelwerk – und Regeln können neu geschrieben werden“, konstatiert man bei Startups for Europe.

„Durch den Zusammenschluss machen wir aus der Erfahrung von Tausenden Gründer:innen echtes politisches Gewicht. Europa hat alles, was es braucht, um führend zu sein. Jetzt muss es seine Gestalter:innen bauen lassen“, kommentiert Simon Schaefer. Der bisherige Allied-for-Startups-Präsident ist nun Präsident von Startups for Europe. Schaefer war auch Co-Initiator der Initiative EU-INC. Ein weiterer Co-Initiator, der gebürtige Österreicher Andreas Klinger, ist nun auch Teil des neu gebildeten Vorstands von Startups for Europe – ebenso wie AustrianStartups-CEO Hannah Wundsam.

Wundsam: „Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken“

Wundsam kommentiert auf brutkasten-Anfrage: „Die EU-INC-Initiative hat gezeigt: Echte Reformen in Europa brauchen eine starke, klare Stimme von außen. Wir können es uns nicht mehr leisten, nur innerhalb unserer Landesgrenzen zu denken. Auch nicht in der Politik. Die Rahmenbedingungen für Startups werden in Brüssel gesetzt. Deshalb müssen wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam unüberhörbar sagen, was sich ändern muss, damit Europa der Ort wird, an dem die Zukunft gebaut wird.“

Konkrete und übergeordnete Ziele altbekannt

Die Umsetzung der paneuropäischen Rechtsform EU Inc. ist auch – wie nicht anders zu erwarten – eines der zentralen konkreten Anliegen der neuen Dachorganisation. Daneben nennt man den European Innovation Act, die Spar- und Investitionsunion und die Regulierung von KI und dem digitalen Bereich als konkrete Bereiche, die priorisiert werden sollen. Die übergeordneten Ziele überraschen ebenso wenig: ein echter europäischer Binnenmarkt für Startups, mehr verfügbares Kapital und das Ziel, Frontier-Technologien tatsächlich am Kontinent zu Größe zu bringen.

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