10.08.2018

Tesla-Privatisierung: Skepsis steigt, Aktie sinkt

Elon Musk hat in den letzten Tagen sehr viel Aufsehen durch Privatisierungspläne von Tesla erregt. Nun behaupten mehr und mehr Leute, dass seine "gesicherte Finanzierung" vermutlich nicht sonderlich sicher ist. Der Aktienkurs reagierte schon darauf. Sollte sich herausstellen, dass Tesla nicht die finanziellen Mittel für den Börsenrückzug hat, drohen weitere schwere Konsequenzen.
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Tesla
(c) Pat Cornell.

Am 7. August verkündete Elon Musk auf Twitter, dass er darüber nachdenke Tesla bei einem Aktienwert von 420 Dollar von der Börse zu nehmen. Der Beweggrund soll der schwankende Kurs des Unternehmens sein, der für Ablenkung sorgen könnte. Nach einem kurzen Anstieg des Aktienkurses fällt der Wert nun dramatisch. Am Donnerstag verlor die Aktie bis zu sechs Prozent. Am Ende des Tages schloss sie bei 352 Dollar und sank somit um 4,8 Prozent an Wert.

Tesla: Zweifel an Mittel für Börsenrückzug

Es wird in Frage gestellt, ob Musk überhaupt das nötige Kapital hat, um 70 Milliarden Dollar an die Aktionäre auszuzahlen. Tesla schreibt seit Jahren Verluste, somit ist ungeklärt, woher diese enorme Menge an Geld kommen soll. Die US-Börsenaufsicht SEC investigiert momentan Musks Aussage, dass die Finanzierung vorhanden sei. Sollte sich seine Behauptung als falsch herausstellen, drohen ihm Konsequenzen durch die SEC und eventuell Klagen wegen Marktmanipulation.

Aktionäre vor die Wahl gestellt

In einer öffentlichen E-Mail an seine Angestellten ging Musk genauer auf seine Pläne ein. Einer seiner Gründe für den erstaunlichen Zug ist die Tatsache, dass SpaceX besser läuft und auch privat ist. Er erwähnte, dass Aktionäre die Wahl haben sollen zu bleiben, oder ihre Aktie für 420 Dollar zu verkaufen. Ebenso soll der vierteljährliche Bericht, zu dessen Veröffentlichung Tesla am Aktienmarkt verpflichtet ist, für „enormen Druck“ sorgen. Laut Musk muss man so Entscheidungen treffen, die in dieser Zeitperiode hilfreich sind, über lange Zeit gesehen allerdings nicht.

Mögliche Finanzierung

Laut der „Financial Times“ soll Saudi-Arabiens Staatsfonds sich einige Tesla-Aktien gekauft haben und somit drei bis fünf Prozent des Unternehmens besitzen. Eine der anonymen Quellen der CNCB behauptet, dass Musk über eine mögliche Finanzierung durch den Staatsfonds gesprochen habe. Ob es zu dieser Idee in irgendeiner Weise eine Zusage gibt, ist unbekannt.

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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