11.08.2022

Fanatische Tesla-Fans wollen Kind absichtlich vor fahrenden Tesla laufen lassen

Die Tesla-Systeme verhindern nicht, dass eine Kinder-Schaufensterpuppe vom Fahrzeug niedergemäht wird. Hardcore-Tesla-Fans sehen nur eine Möglichkeit, die Ehre ihrer Marke zu retten.
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Der Tesla Model Y knapp vor dem Aufprall mit der Kinder-Schaufensterpuppe
Screenshot: Der Tesla Model Y knapp vor dem Aufprall mit der Kinder-Schaufensterpuppe

Vor einigen Wochen machte Tesla damit Schlagzeilen, dass der Autopilot in vielen Fällen scheinbar völlig grundlos bremste – sogenanntes „Phantom Braking“. Während es sich dabei in den allermeisten Fällen um eine Unannehmlichkeit für die Fahrer:innen handelt, kann es ausgesprochen gefährlich werden, wenn die Systeme umgekehrt nicht bremsen, wenn es notwendig wäre. Genau das ist in einem Video zu sehen, das auf Twitter viral ging.

Lexus rettet Kinder-Puppe, Tesla nicht

Dort treten ein Tesa Model Y und ein Lexus RX gegeneinander auf einer kurzen Strecke an. An deren Ende steht auf beiden Fahrbahnen eine Schaufensterpuppe in Kindergröße. Während die Sicherheitssysteme des Lexus trotz Druck auf das Gaspedal einen Stop erzwingen, bleiben jene des Model Y untätig. Er mäht die Puppe mit voller Wucht nieder.

System-Vergleich offenbar von LiDAR-Entwickler durchgeführt

Zurückzuführen sei das auf technologisch unterschiedliche Systeme der beiden Anbieter, meint der Urheber des Videos. Lexus nutzt, wie die meisten Autokonzerne, die Laserscan-basierte LiDAR-Technologie, die von Elon Musk offen abgelehnt wird. Offenbar wurde der Versuch von Luminar, dem Unternehmen hinter der LiDAR-Technologie durchgeführt – das legen Schriftzüge auf Lieferwägen neben der Strecke nahe. Der System-Vergleich dürfte also dieses Ergebnis zum Ziel gehabt haben und ist jedenfalls nicht neutral bzw. objektiv umgesetzt worden.

„Auch wenn Hundert Kinder da stehen“

Doch dieser Umstand scheint extremistische Tesla-Fans auf Twitter weniger zu stören. Sie wollen jedenfalls den schlechten Eindruck nicht auf „ihrer“ Marke sitzen lassen. Die einen argumentieren, dass der Pedal-Tritt menschlicher Fahrer:innen jedenfalls mehr wiegen sollte, als die Entscheidungen des Systems, „auch wenn Hundert Kinder da stehen“. Die anderen meinen, das System sei so fortgeschritten, dass es im Gegensatz zu LiDAR erkenne, ob es sich um ein echtes Kind handelt. Daher müsse der Versuch mit einem echten Kind wiederholt werden.

Tesla-Extremist sucht Kind, das vor sein Auto läuft

Twitter-User Whole Mars Catalog fragt daher: „Gibt es jemanden in der Bay Area, der ein Kind hat, das im Full Self-Driving Beta-Modus vor mein Auto laufen kann, um das klarzustellen? Ich verspreche, dass ich es nicht überfahren werde… (werde nötigenfalls ausweichen) – (dies ist eine ernsthafte Anfrage)“. Ob sich Elon Musk wohl über diese Art von Loyalität freut? Gerade bei ihm ist das wohl durchaus möglich.

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Fahne der Europäischen Union
Foto: Adobe Stock

Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll hat Digitale Souveränität in einer Aussendung vom letzten Herbst klar zusammengefasst: „Digitale Souveränität heißt, dass Europa selbst entscheidet, wie es seine Technologien nutzt, Daten schützt und Innovationen gestaltet – unabhängig, sicher und im Einklang mit unseren Werten.“

Um Europas Digitale Souveränität zu sichern, stellt Brüssel heute das Gesetzespaket „European Tech Sovereignty“ vor, das die eigene Tech-Branche stärken und die Abhängigkeit von den größten Playern USA und China verringern soll.

Mit dem schrittweisen Inkrafttreten des EU AI Acts und neuen Souveränitätsgesetzen wandelt sich die Wichtigkeit des Themas: Der Gedanke der Digitalen Souveränität sowie der Unabhängigkeit von Tech-Riesen hat in Brüssel längst Einzug gefunden.

Der Cloud & AI Development Act: Eine Übersicht

Der EU AI Act, der 2024 in Kraft trat, reguliert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Europa streng nach Risikostufen, um Anwendern Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Sicherheit zu garantieren.

Demgegenüber erlaubt der amerikanische Cloud Act den US-Behörden den Zugriff auf Daten von US-Tech-Konzernen, völlig unabhängig davon, in welchem Land diese Server physisch stehen. Wenn eine US-Behörde zum Beispiel Daten von Microsoft fordert, muss Microsoft diese laut US-Recht herausgeben – selbst wenn die Daten auf einem Server in Frankfurt liegen.

Als europäische Antwort darauf führt der Cloud and AI Development Act (CADA) nun ein verbindliches Bewertungssystem (SEAL) für öffentliche Ausschreibungen ein. Dieses Gesetz verpflichtet sensible staatliche Sektoren dazu, bevorzugt rein europäische Cloud-Infrastrukturen zu nutzen, die gegen ausländische Datenzugriffe rechtlich immun sind. Dadurch setzt sich in Zukunft nicht mehr das beste Preis-Leistung-Angebot durch, sondern es muss für besonders kritische Sektoren eine europäische Lösung verwendet werden.

Das Praxisbeispiel Qwant

Laut dem Nachrichtenportal Politico fordern auch die EU-Abgeordneten selbst mehr digitale Souveränität. Dabei soll statt der amerikanischen Suchmaschine Google in Zukunft das französische Qwant als Standard-Suchmaschine im EU-Parlament verwendet werden. Laut einer internen Mitteilung an die Abgeordneten, die Politico vorliegt, erfolgt dieser Schritt im Einklang mit der Verpflichtung des Parlaments zu „digitaler Souveränität und dem Schutz der personenbezogenen Daten von Nutzern“. Die Abgeordneten dürften schon letztes Jahr mehr Unabhängigkeit im Unternehmen gefordert haben.

Auch auf nationaler Ebene von Bedeutung

Zurück in Österreich. Auch hier sorgt die Digitale Souveränität am Mittwoch in der Bundesratssitzung für Gesprächsstoff.

Seitdem die geopolitische Lage gekippt ist, habe Europa bitter gelernt, was es heißt, im Energiebereich nicht souverän zu sein, sagte Staatssekretär Alexander Pröll. „Genau diesen Fehler dürfen wir bei digitalen Technologien kein zweites Mal machen.“ Daten, Clouds und Künstliche Intelligenz (KI) seien die Ressourcen des Jahrhunderts. Wer sie kontrolliert, habe die Macht. Wer sich abhängig macht, werde erpressbar, so Pröll. 

Gehen die Meinungen der österreichischen Parteien normalerweise auseinander, zeigt sich bei diesem Thema Einigkeit: Die Digitale Souveränität sollte auf allen Ebenen angedacht werden und die aktuelle digitale Abhängigkeit von ausländischen – insbesondere US-amerikanischen – Technologieanbietern, stelle ein massives Problem dar.

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