23.08.2022

Tesla-Fans lassen sich Autoschlüssel unter die Haut implantieren

Elon Musk schafft es wieder einmal in die Schlagzeilen, aber dieses Mal Dank seiner Fans, die sich die Chips ihrer Tesla-Autoschlüssel unter die Haut einpflanzen lassen.
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Tesla Elon Musk Twitter Dan O'Dowd will als Senator kandidieren, um Elon Musk
Elon Musk | (c) Tesla Owners Club Belgium via Wikimedia Commons

So skurril die Nachrichten rund um Elon Musk auch sind, die Ideen seiner Fans sind skurriler. Denn schon wieder hat sich ein Fan ein Stück Tesla in den Körper implantieren lassen. Wie Futurism und Teslarati berichten, hat der Tesla-Besitzer Brandon Dalaly sich den Schlüssel seines Teslas in seine rechte Hand einpflanzen lassen. Die Motivation hinter dieser extremen Maßnahme: Dalaly wollte sich keine Sorgen mehr machen, seinen Autoschlüssel zu vergessen.

Die Operation wurde von einem Biotech-Startup namens VivoKey durchgeführt. Der Tesla-Besitzer ist dort Mitglied einer Betagruppe von rund 100 Personen für spezielle NFC-VivoKey-Chips. Mit dem sogenannten Apex-Chip unter seiner Haut kann Dalaly nun nicht nur sein Tesla entriegeln, sondern mit seiner linken Hand auch seine Haustür. In einem Video präsentiert der Fan die rechte Hand und entriegelt seinen Tesla. Die Aufnahme zeigt auch die Einpflanzung des Chips durch eine Piercing-Prozedur.

Dalaly nicht der einzige Fan mit Tesla-Implantat

„Der [VivoKey Apex Chip] kann sichere Transaktionen und Java-Kartenanwendungen durchführen“, erklärt Dalaly gegenüber Teslarati. „Die Firma, die ihn entwickelt hat einen eigenen App-Store, wo man kabellos weitere Apps in den Körper installieren kann“. Tatsächlich werden diese Chips mit bioverträglichen Materialien wie Biopolymeren und Bioglas beschichtet, erklärt der Super-Fan weiter. Damit das Gewebe im Körper den Chip akzeptiert, wären diese Rohstoffe sehr gut dafür geeignet. Zudem können sie offenbar leuchten, so der Tesla-Besitzer.

Dalaly ist aber nicht nur der einzige Hardcore-Tesla-Fan. Schon im Jahr 2019 entschloss sich Amie DD dazu, den Schlüssel von ihrem Tesla 3 in den Körper einpflanzen zu lassen.
„Ich habe mit ein paar Ärzten gesprochen – sie waren ein wenig misstrauisch, weil das eine fragwürdige Maßnahme ist“, erklärt Amie in einem Video.

Texanerin erstellt Anleitung für Tesla-Chip-Implantierung

Von der Idee bis hin zur Einpflanzung des Chips dauerte der Prozess elf Monate. Dazu musste DD die wichtigen Teile des Tesla-Schlüssels entfernen und den Chip in ein Implantat umwandeln. Wie Business Insider berichtet, nahm auch DD die Dienstleistungen von VivoKey in Anspruch. Dafür ließ sie die Tesla-Antenne mit Polymer beschichten, sodass sie sicher in den Körper implantiert werden konnte.

Zudem teilte die Software-Entwicklerin und Biohackerin aus Texas die Anleitung dazu auf ihrem YouTube-Channel und dokumentierte den Prozess auf ihrem Blog. Im Gegensatz zu Dalaly hat DD bei der Bekanntgabe des Implantats weder Videos von der Operation, noch von seiner Wirkung geteilt. Dennoch behauptete die Texanerin, dass sie ihr Elektroauto mit einem Winkeln entriegeln könne.

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Die Entrahmungsanlage und Michael Altrichter | (c) 2nd Cycle

Anfang 2024 ist 2nd Cycle mit dem Ziel gestartet, gebrauchte Photovoltaikmodule automatisiert zu prüfen und wiederzuverwerten. Nun meldet das Amstettner Startup den ersten Verkauf einer Anlage: Die DAKA Entsorgungsunternehmen GmbH & Co. KG hat als erster Kunde eine vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module erworben. Die Anlage ist laut Aussendung bereits in Betrieb.

Die Anlage erkennt unterschiedliche Modulformate und entfernt die Aluminiumrahmen automatisch. Sowohl intakte als auch bereits gebrochene, gerahmte Module können ohne mechanische Umrüstung verarbeitet werden. Das Unternehmen betont, dass die Anlage besonders materialschonend arbeite. Das soll zu einer hohen Reinheit der verwertbaren Rohstoffe Glas und Aluminium führen und damit den Wert der recycelten Materialien steigern. Nach eigenen Angaben handelt es sich um die erste vollautomatische Entrahmungsanlage für PV-Module am Markt.

Baustein einer vollautomatischen Recyclingstraße

Die Entrahmungsanlage ist eine zentrale Komponente einer von 2nd Cycle entwickelten vollautomatischen Recyclingstraße für gebrauchte PV-Module. Die Prozesskette ist auf Zero-Touch-Betrieb, hochreine Wertstofffraktionen und einen Durchsatz von bis zu 90 Modulen pro Stunde ausgelegt. Weitere Module für Reinigung, Entfernung der Anschlussdose und Delamination seien teilweise bereits entwickelt oder stünden kurz vor dem Abschluss, heißt es in der Aussendung. DAKA kann die Entrahmungsanlage eigenständig betreiben und später um weitere Komponenten ergänzen.

(c) 2nd Cycle

„Mit der ersten Kundenanlage zeigen wir, dass sich die automatisierte Aufbereitung von PV-Modulen in den industriellen Betrieb eines Entsorgungsunternehmens integrieren lässt. Entscheidend sind ein stabiler Prozess, definierte Fraktionen und ein planbarer Durchsatz“, sagt Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2nd Cycle.

Als Argument für den Bedarf verweist das Startup auf Zahlen des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Dieses erwartet für die EU-27 ein kumuliertes Aufkommen von sechs bis 13 Millionen Tonnen PV-Abfall bis 2040 und 21 bis 35 Millionen Tonnen bis 2050.

Altrichter: „Dieser Stein ist ein massives Gebirge“

2nd Cycle wurde im Jänner 2024 von einem fünfköpfigen Team um Simon Prüller als FlexCo gegründet. Bereits bei der Gründung sollen Business Angel Michael Altrichter und die Amstettner Müller Gutenbrunn Group mit jeweils sechsstelligen Beträgen eingestiegen sein. Im Oktober 2025 folgte eine Finanzierungsrunde über rund eine Million Euro, unter anderem mit eQventure, Angels United und Buzzard Energy. Damals erwirtschaftete das Startup bereits erste Umsätze mit der automatisierten Prüfung von PV-Modulen, etwa mit einem Auftrag der EVN zum Test des beim Hochwasser 2024 überfluteten Photovoltaik-Kraftwerks Dürnrohr.

Altrichter ordnet den ersten Verkauf entsprechend ein: „Das erste verkaufte Produkt ist für jedes Startup ein Meilenstein. Im Falle von 2nd Cycle ist dieser Stein ein massives Gebirge: Das Produkt ist riesig, der Sales-Prozess komplex, der Markt entwickelt sich dynamisch. Umso beeindruckender ist dieser Erfolg!“

Zuletzt wurde 2nd Cycle auch mehrfach ausgezeichnet. Im September gewann das Startup beim Generali SME EnterPRIZE 2026 die Startup-Kategorie, die mit 10.000 Euro dotiert ist. Beim Riz up Genius Ideen- und Gründerpreis hatte das Projekt schon vor der Gründung den zweiten Platz in der Kategorie ökologisch genial belegt, bei der heurigen Jubiläumsverleihung war 2nd Cycle als Alumni vertreten.

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