18.05.2026
FINANZIERUNG

Terra Atmos: Spin-off der Uni Innsbruck sichert sich sechsstellige aws-Förderung

Das Tiroler Startup Terra Atmos sichert sich eine Preseed-Deep-Tech-Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) im sechsstelligen Bereich. Mit dem frischen Kapital will CEO Yannick Back das Unternehmen vom Prototyp zu einer skalierbaren Saas-Plattform transformieren. Das Spin-off der Uni Innsbruck macht Umweltprozesse auf der Erde durch hochauflösende digitale Zwillinge mess- und analysierbar.
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CEO von Terra Atmos Yannick Back lächelt in die Kamera. Im Hintergrund ist die Erdoberfläche zu sehen.
Yannick Back, CEO von Terra Atmos (c) Terra Atmos

„Es fing während des Doktorats an. Nach etwa einem Jahr merkte ich, dass ich mit satellitenbasierten Datensätzen mehr anfangen kann als das, was bisher damit gemacht wurde.“ Mit diesem Ansatz hat CEO & Gründer Yannick Back das Modell während seiner Postdoc-Zeit weiterentwickelt. So konnte es von anfangs kleinen Stadtquartieren auf die komplette Landfläche der Erde ausgeweitet werden.

„Ich bin dann zum Gründungs- und Innovationszentrum Innsbruck (InnCubator) gegangen und habe ein sechsmonatiges Programm gemacht, um von der Wissenschaft ins Startup-Leben zu wechseln. Dabei wurde klar, dass es allein durch EU-Auflagen künftig einen riesigen Bedarf an solchen Datensätzen geben wird“, so der Gründer.

Funktionalität: Daten & Analysen

Terra Atmos liefert eine ganzheitliche und konsistente Datenstruktur: Oberflächentemperatur, Hitzestress, Verdunstungsraten und Energiebilanz, sowie weitere Klima- und Umweltparameter. Dabei kombiniert das System Satelliten- und Wetterdaten, um Modelle von Land-Atmosphäre-Prozessen zu generieren. In einem nächsten Schritt führt Terra Atmos spezifische Analysen durch.

„Wir lassen die Kunden nicht mit den Rohdaten allein, sondern liefern, neben einer fundierten Datengrundlage, automatisierte Analysen für mehrere Sektoren zur Unterstützung der digitalen und grünen Transformation, zum Beispiel im Bereich Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen“, so Back.

Ein Vorteil des Systems sei die effiziente und skalierbare Datengrundlage. „Die intelligente Verknüpfung von Satellitenbildern, Wetterdaten und topografischen Modellen reicht uns völlig aus, um die komplexen physikalischen Prozesse zwischen der Landoberfläche und der Atmosphäre hochpräzise zu berechnen.“

Terra Atmos baut digitale Zwillinge der Erdoberfläche (c) Terra Atmos

Erste Kunden kommen aus Luxemburg

Terra Atmos wird als SaaS-System betrieben. Die ersten Kunden wurden in Luxemburg akquiriert. „Wir haben dort zwei Pilotprojekte mit Gemeinden laufen und sind in Gesprächen mit Ministerien für eine landesweite Lösung.“ Auch in Östereich finden laut Back Gespräche statt. Die potenziellen Kunden reichen dabei von Städten, Gemeinden, Bundesländern bis hin zu Organisationen wie der Weltbank oder der ESA (European Space Agency).

Ein Pilotkunde in Luxemburg nutzt Terra Atmos beispielsweise für die gezielte Planung von „blau-grüner Infrastruktur“. „Wir zeigen ihnen nicht nur, wo es heiß ist, sondern auch warum, wo beispielsweise die Vegetation bei Dürre ihre Kühlfunktion verliert und bewässert werden muss. Das hilft, gezielt und nachhaltig zu investieren.“

Vom Erdboden bis zum Mars

Die große Zukunftsvision des Startups: der Sprung zum Mond und Mars. „Das Modell funktioniert theoretisch auch auf anderen Himmelskörpern. Ich habe es schon für die Analyse von Oberflächen auf dem Mars getestet. Das ist Teil unserer Vision – ein globales und planetares Daten- und Analysemodell. Wir wollen Teil von Initiativen wie ‚Destination Earth‘ der EU werden“, zeigt sich der Gründer zukunftsorientiert.

Mit der aws-Förderung will das Unternehmen zunächst das Team erweitern. Für die technische Erweiterung ist die Integration von Hyperspektralbildern geplant. „Damit sind wir in der Lage Materialien zu erkennen (z.B. Kupferdächer in Städten) und deren thermische Eigenschaften noch genauer zu berechnen“, so Back.

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Ekaterina Zaharieva spricht beim European Innovation Council Summit in ein Mikro auf einer Bühen
Ekaterina Zaharieva beim Eropean Innovation Council Summit in Brüssel. (c) Lumentio/European Union, 1995-2026

„In Rekordzeit haben wir den Scaleup Europe Fund vom Konzept bis zum Launch gebracht“, postet die EU-Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation Ekaterina Zaharieva gestern auf ihrem LinkedIn-Account. Der Fonds wurde bei der Rede zur Lage der Nation von EU-Präsidentin Ursula von der Leyen im September 2025 angekündigt und nun im Zuge des European Innovation Council Summit (EIC) in Brüssel präsentiert.

Fokus auf Deep-Tech Unternehmen

Mit dem Scaleup Europe Fund will die Europäische Union den Mangel an großvolumigen Finanzierungen für Europas Deep-Tech-Unternehmen in kritischen Wachstumsphasen bekämpfen. Der fünf-Milliarden-Euro-Fonds richtet sich an strategische Technologien in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Halbleitertechnologien, Robotik und autonome Systeme, Energietechnologien, Weltraumtechnologien, Biotechnologien, Medizintechnologien, fortschrittliche Materialien und Agrartechnologie.

Nach der offiziellen Vorstellung des Fonds auf dem EIC-Summit am 3. Juni 2026 wird nun die rechtliche Finalisierung vorangetrieben, die ersten Investments seien für Herbst 2026 geplant.

EQT als Manager des Fünf-Milliarden-Euro-Fonds

Der Europäische Innovationsrat hat die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT nach einem wettbewerbsintensiven Auswahlverfahren als Fondsmanager für den Scaleup Europe Fund ausgewählt. Getragen wird das Projekt von einer Koalition aus der Europäischen Kommission und namhaften europäischen Gründungsinvestoren, darunter Novo Holdings, EIFO, CriteriaCaixa, Santander/Mouro Capital, Allianz sowie dem niederländischen Pensionsfonds ABP. Der Fonds ist unter dem bestehenden EIC-Dach angesiedelt, wird jedoch von EQT vollständig privat und marktbasiert geführt, um unabhängige Investitionsentscheidungen zu garantieren, heißt es.

Paneldiskussion beim EIC „Die Finanzierung von Europas Zukunft: Erschließung institutionellen Kapitals für Innovationen“. (c) Lumentio/European Union, 1995-2026

„Es fehlt an Kapital in Europa“

In einer Paneldiskussion am EIC vom vierten Juni hebt Zaharieva die Wettbewerbsfähigkeit Europas hervor. Europa sei demnach der weltweit beste Ort für Wissenschaftler:innen und biete sehr gute Unterstützung in der frühen Gründungsphase. Das Problem entstehe erst, wenn Unternehmen global wachsen wollen: „Wenn Unternehmen bereit sind zu wachsen und global zu werden, fehlt es uns in Europa immer noch an Kapital.“

Dabei liege das Problem laut Zaharieva keineswegs an einem Mangel an finanziellen Mitteln, da Europa ein überaus reicher Kontinent sei. Das Problem liege vielmehr in der Mobilisierung des Kapitals: Würden europäische Pensionsfonds nur einen ähnlich großen Anteil in Wagniskapital (VC) investieren wie ihre US-amerikanischen Pendants, könnten in den nächsten Jahren rund 250 Milliarden Euro in das System fließen. Dieses Kapital würde ausreichen, um vielversprechenden Unternehmen die Skalierung und den globalen Durchbruch direkt aus Europa heraus zu ermöglichen.

Um das Potenzial freizusetzen, müssten EU-Kommission, EIB und institutionelle Investoren an einem Strang ziehen. Neben Talenten und Wissenschaftler:innen verfüge Europa über eine enorm stark etablierte Industrie und große Konzerne, was „ebenfalls eine sehr wichtige Zutat für das Wachstum und die Skalierung dieser Technologieunternehmen“ sei.

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