Daten können unglaublich viel über Menschen preisgeben. Oftmals sogar mehr als sie selbst über sich wissen. Einen der größten Datenskandale war Cambridge Analytica: Mittels genauer Datenprofile sollten Menschen damals in ihrem Wahlverhalten beeinflusst werden. Aber auch andere Unternehmen sammeln Daten – zumeist mit Zustimmung der Nutzer:innen.
Hälfte der weltweiten Nutzer:innen betroffen
Im März des vergangenen Jahres deckte die belgische Zeitung „Le Soir“ dubiose Datensammelaktivitäten von TeleSign auf. Der Recherche zufolge hatte das US-Unternehmen die Daten von dem Kommunikationsdienstleister BICS erhalten. Einem Unternehmen, das weltweit Telefonservices, Roaming und den Austausch zwischen verschiedenen Kommunikationsnetzen herstellt.
Beachtlich ist dabei die Menge der Betroffenen: TeleSign soll Nutzerdaten von mehr als der Hälfte der globalen Handynutzer:innen erhalten haben.
TikTok und Microsoft waren TeleSign-Kunden
Laut den Enthüllungen sammelt BICS umfassende Daten: Etwa wie lange Telefongespräche dauern oder wie oft jemand telefoniert. Auf Basis solcher Aufzeichnungen soll das Unternehmen TeleSign dann aussagekräftige Profile erstellt und diese in Form von sogenannten „Reputation-Scores“ weiterverkauft haben. Zu den Kunden zählten Unternehmen wie TikTok, Microsoft oder Salesforce.
Laut nyob sei diese Geschäftsaktivität jedoch nicht mit in der EU geltenden Datenschutzrechten vereinbar. Deshalb reichte die Organisation nun eine Beschwerde bei der belgischen Datenschutzbehörde ein, wie sie am Freitag bekannt gab.
Wettersatelliten von NASA verwenden Hochtechnologie aus Österreich
Die genaue Position neuer NASA-Satelliten wird durch Navigationsempfänger von Beyond Gravity Austria, einem Weltraumunternehmen mit Sitz in Wien-Meidling, bestimmt werden.
Wettersatelliten von NASA verwenden Hochtechnologie aus Österreich
Die genaue Position neuer NASA-Satelliten wird durch Navigationsempfänger von Beyond Gravity Austria, einem Weltraumunternehmen mit Sitz in Wien-Meidling, bestimmt werden.
Beyond Gravity Austria (vormals RUAG Space Austria) zählt mit rund 57 Millionen Euro Umsatz (2025) und rund 250 Mitarbeitenden zu den größten österreichischen Weltraumtechnikunternehmen. Das Hochtechnologieunternehmen rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eigenen Angaben nach eine Exportquote von rund 100 Prozent. Erst kürzlich hat der Weltraumzulieferer seine Produktionsfläche in Niederösterreich verdoppelt – brutkasten berichtete über den 4,5-Millionen-Euro-Ausbau.
Beyond Gravity: Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten
Nun wird die nächste Generation von US-Wettersatelliten mit Technologie aus Österreich ausgestattet. Beyond Gravity Austria liefert – wie man vermeldet – hochpräzise Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten, die ab 2032 für die US-Wetterbehörde NOAA ins All starten sollen. Gebaut werden die Satelliten vom US-Unternehmen Lockheed Martin in Colorado.
Die Navigationsempfänger aus Wien werden – so der Claim – die Position der Satelliten in rund 36.000 Kilometern Höhe mit einer Genauigkeit von weniger als 20 Metern bestimmen.
„Im Rahmen unseres ersten Vertrags mit Lockheed Martin werden wir Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten liefern. Je genauer die Position des Satelliten durch unseren Empfänger bestimmt wird, desto genauer sind die Wetter- und Umweltdaten“, sagt Kurt Kober, Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria. Die Wettersatelliten namens GeoXO sollen die Vorhersage von Unwettern sowie die Überwachung von Umwelt- und Klimaphänomenen in der westlichen Hemisphäre deutlich verbessern.
Nicht die erste NASA-Partnerschaft
Beyond Gravity Austria lieferte schon mehrmals Technik für NASA-Satelliten, etwa einen Navigationsempfänger für den 2018 gestarteten NASA-Umweltsatelliten ICESat-2 oder Navigationsempfänger für den 2024 gestarteten Klimaschutzsatelliten PACE inklusive Thermalisolation für ein NASA-Instrument des Satelliten.
Die Wettersatelliten GeoXO (Geostationary Extended Observations) werden in einer geostationären Umlaufbahn über dem Äquator betrieben. In dieser Höhe von rund 36.000 Kilometern bewegen sie sich mit derselben Geschwindigkeit, wie die Erdrotation und können dadurch kontinuierlich dieselbe Region der Erde beobachten.
„Unsere GEORIX-Empfänger bieten selbst in einer Entfernung von 36.000 Kilometern eine Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von weniger als 20 Metern. Damit setzen wir neue Maßstäbe für präzise Echtzeit-Navigation an Bord von Satelliten“, so Kober. Im Jahr 2023 wurde der erste GEORIX-Navigationsempfänger ins All geschickt; er bestimmt die Position des NASA-Klimainstruments TEMPO, das atmosphärische Gase (Ozon, Stickstoffdioxid und Formaldehyd) sowie Aerosole über Nordamerika misst.
Rund 30 Satelliten nutzen Navigationsempfänger von Beyond Gravity
Insgesamt nutzen derzeit etwa 30 Satelliten Navigationsempfänger von Beyond Gravity zur Positionsbestimmung. Die Empfänger kommen bei Satelliten von der niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) bis zur geostationären Erdumlaufbahn (GEO) zum Einsatz, also in Entfernungen von etwa 1.000 Kilometern bis 36.000 Kilometern von der Erde. Alle weltraumgestützten Navigationsempfänger werden am österreichischen Standort von Beyond Gravity in Wien entwickelt und produziert.
Die GeoXO-Mission soll Bilder und atmosphärische Messungen der westlichen Hemisphäre der Erde und eine Echtzeit-Erfassung der Blitzaktivität liefern sowie kurzfristige Wettervorhersagen und Warnungen vor Extremwetter und Umweltgefahren unterstützen.
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Hälfte der weltweiten Handynutzer:innen betroffen: Telesign verkaufte heimlich Daten
AI Kontextualisierung
Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Die Enthüllungen des Artikels zeigen, wie umfassend Daten gesammelt und genutzt werden, um aussagekräftige Profile von Nutzer:innen zu erstellen und zu verkaufen. Dies kann Einfluss auf das Wahlverhalten, aber auch auf viele andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens haben. Der Artikel unterstreicht die Bedeutung von Datenschutz und wie wichtig es ist, dass Unternehmen sich an Datenschutzrichtlinien halten.
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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Der skandalöse Verkauf von Nutzerdaten durch TeleSign kann sich negativ auf das Vertrauen der Verbraucher:innen in die Datensicherheit auswirken. Unternehmen, die solche Datensätze gekauft haben, könnten auch Rufschäden oder Vertrauensverluste erleiden. Zusätzlich könnte TeleSign aufgrund von Verstößen gegen Datenschutzbestimmungen mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert werden.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?
Als Innovationsmanager:in sollten Sie sich stets mit den Auswirkungen von Daten und deren Schutz auseinandersetzen. Dieser Artikel zeigt auf, dass Unternehmen wie TeleSign oder BICS Daten sammeln und weiterverkaufen – teils auch ohne Zustimmung der Betroffenen. Hierbei geht es nicht nur um einen Verstoß gegen Datenschutzrechte, sondern auch um ethische Fragen im Umgang mit personenbezogenen Daten. Unternehmen sollten daher sicherstellen, dass sie sich an die geltenden Datenschutzgesetze halten und einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten pflegen.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?
Der Artikel weist auf die Bedeutung von Datenschutz und Datenverarbeitung hin. Investoren sollten Unternehmen berücksichtigen, die sich an die geltenden Datenschutzbestimmungen halten und ihre Daten ethisch korrekt verarbeiten. Datenschutzverstöße können zu rechtlichen Problemen und Imageverlusten führen, die sich schließlich auch auf die finanzielle Performance eines Unternehmens auswirken können.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?
Dieser Artikel hat für dich als Politiker:in eine große Relevanz, da hier der Verkauf von Nutzerdaten durch TeleSign aufgedeckt wurde, welcher gegen Datenschutzrechte verstößt. Du solltest dich daher für den Schutz der Privatsphäre und den Verkauf von Nutzerdaten einsetzen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um dies zu verhindern.
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Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?
Dieser Artikel zeigt auf, dass Unternehmen wie TeleSign und BICS nicht nur umfangreiche Daten von Nutzer:innen sammeln, sondern auch kommerziell verkaufen. Dabei sollen EU-Datenschutzrechte verletzt worden sein. Dies wiederum wirft Fragen auf, wie Unternehmen mit sensiblen Daten umgehen sollten und welche Regulierungen erforderlich sind, um solche Praktiken zu unterbinden. Es unterstreicht auch die Wichtigkeit von Datenschutz und Sensibilisierung der Öffentlichkeit hinsichtlich des Umfangs und des Schutzes der persönlichen Daten im digitalen Zeitalter.