03.05.2018

Telegram ICO abgesagt – 1,7 Mrd. Dollar im Presale & Pläne

Die Messaging-App Telegram sagt ihren ICO ab. Im Presale wurden 1,7 Milliarden Dollar von etwa 200 ausgewählten Investoren eingesammelt. Mit dem Geld steht jetzt die Entwicklung des Telegram Open Networks an.
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Telegram Gründer Pavel Durow bei der TechCrunch Disrupt Europe Konferenz
(c) TechCrunch / Wikimedia - Telegram Gründer Pavel Durow bei der TechCrunch Disrupt Europe Konferenz.

Im Januar kündigt die Messaging-App Telegram sein Initial Coin Offering (ICO) an. Es soll Geld eingesammelt werden, um eine hauseigene Blockchain als Digital Payment System zu entwickeln. Es folgt ein privater Presale, bei dem 850 Millionen Dollar eingesammelt werden. Nach einem zweiten Presale, bei dem weitere 850 Millionen von privaten Investoren und Venture Capital Riesen wie Sequoia Capital zusammen kommen, sagt Telegram seinen ICO jetzt überraschend ab.

In einem Bericht vom Wallstreet Journal wird eine interne Quelle zitiert, demnach es einfach keinen Bedarf mehr an einer öffentlichen Runde gäbe – es wurde genug Geld eingesammelt. Eine andere Quelle aus dem Journal bringt auch die zunehmend starke Regulierung von ICO’s als Grund ins Spiel. Der russische Gründer Pavel Durov oder das Unternehmen selbst haben bisher offiziell keine Stellung dazu genommen.

+++ Krypto-Regulierung: Von “dumb money” und “rechtlicher Balkanisierung” +++

Telegrams Pläne nach den Presales

Die Messaging App mit rund 200 Millionen Nutzern weltweit ist bekannt geworden, weil sie als besonders gut verschlüsselt und sicher im Umgang mit Daten gilt. Mit dem eingesammelten Geld soll das Telegram Open Network (TON) entwickelt werden, vom Unternehmen selbst als „Visa / Mastercard Alternative für eine neue, dezentrale Wirtschaft“ bezeichnet. Der zugehörige GRAM-Coin soll als Zahlungsmittel innerhalb der App etabliert werden. Aufgrund des Plans, mehr als 1 Milliarde Dollar einzusammeln, der breiten Nutzerbasis und hohen Akzeptanz der App für seine Datensicherheit wurde vielfach über die Presales und den anstehenden ICO berichtet.

In den Formularen der Firma von den Virgin Islands, welche an die SEC (United States Securities and Exchange Commission) übermittelt wurden, werden die bisherigen Investments aus den Presales festgehalten.


⇒ SEC Filings von Telegram

 

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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