09.05.2025
KOOPERATION

TEDAI Vienna 2025 – Europas Bühne für die Zukunft der Künstlichen Intelligenz

Im September findet die TEDAI Vienna statt, die einzige offizielle TED-Konferenz Europas. In Wien trifft sich die internationale KI-Elite zum Austausch.
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Alina Nikolaou, Co-Founder, Director & Curator TEDAI Vienna
Alina Nikolaou, Co-Founder, Director & Curator TEDAI Vienna | Foto: TEDAI

Vom 24. bis 26. September 2025 wird die Wiener Hofburg erneut zum Treffpunkt internationaler Innovator:innen im Bereich Künstliche Intelligenz. Bereits zum zweiten Mal bringt TEDAI Vienna rund 1.200 Teilnehmende aus der ganzen Welt mit führenden Expert:innen zusammen. An drei Tagen diskutieren die Teilnehmenden gemeinsam Fragen rund um Künstliche Intelligenz. Dabei steht der Austausch von Wissen, neuen Ideen und Perspektiven im Mittelpunkt.

Neue Perspektiven

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wächst TEDAI Vienna weiter. Entscheidungsträger:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Politik und Kunst kommen hier zusammen, um aktuelle Themen wie Agentic AI, den Einsatz von KI in Unternehmen, Kreativität im Zeitalter der KI und die Zukunft der Forschung zu diskutieren.

Speaker:innen auf der TEDAI Vienna

Die ersten Speaker:innen sind schon bekannt. Auf die TEDAI Vienna kommen unter anderem

  • Advait Sarkar, Senior Researcher bei Microsoft (AI & Critical Thinking),
  • Laura Cinti, Künstlerin und Biotech-Forscherin (AI & Biodiversität),
  • Swaminathan Sivasubramanian, Vice President Agentic AI, Amazon Web Services (Agentic AI) und
  • Anna Topol, CTO bei IBM Research (AI & Scientific Innovation).

Vielseitiges Programm

Während des Events wird es auch ein Rahmenprogramm geben. So findet am ersten Abend ein Eröffnungsball in der Wiener Hofburg statt. Am zweiten Tag, dem sogenannten Discovery Day, stehen praxisnahe Workshops und spannende AI-Touren durch Wien im Fokus. Und zum Abschluss der Konferenz laden die Veranstalter:innen zur TEDAI Afterparty.

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RNAnalytics, tecnet
© equity - (v.l.) Christian Laurer, Adriana González Palomo, Viktoria Enkmann, Hannes Burgstaller und Natalija Rajicic.

Mit einem SAFE (Simple Agreement for Future Equity) beteiligt sich tecnet equity am niederösterreichischen TechBio-Startup RNAnalytics. Das von Viktoria Enkmann und Hannes-Oliver Burgstaller gegründete Unternehmen ist im accent Makerspace in Tulln angesiedelt und entwickelt dort Lösungen für die Analyse von Lipid-Nanopartikeln – winzigen Transporthüllen, die Wirkstoffe wie RNA sicher in menschliche Zellen bringen sollen. Mit dem Investment möchte RNAnalytics die Weiterentwicklung seiner modularen Analyse-Toolkits sowie den Ausbau seiner integrierten Softwareplattform vorantreiben. Über die Höhe der Beteiligung wurde Stillschweigen vereinbart. Doch wie brutkasten erfahren hat, handelt es sich inklusive Förderungen um eine Summe im „höheren sechsstelligen Bereich“.

RNAnalytics: Analysen sehr aufwendig

RNA-basierte Medikamente haben durch neue Impfstoffe und Therapieansätze stark an Bedeutung gewonnen. Damit RNA im Körper überhaupt dort ankommt, wo sie wirken soll, braucht sie eine schützende Transporthülle. Dafür werden häufig sogenannte Lipid-Nanopartikel, kurz LNPs, eingesetzt.

Ob diese winzigen Partikel richtig funktionieren, muss während der Entwicklung eines Medikaments immer wieder überprüft werden. Entscheidend sei dabei, die Eigenschaften der Partikel genau zu verstehen, von ihrer Größe und Stabilität über die tatsächlich eingeschlossene RNA-Menge bis hin zu ihrem Verhalten in unterschiedlichen Zellen.

Diese Analysen seien heute oft aufwendig, erfordern teilweise teure Spezialgeräte und würden mangels einheitlicher Methoden nur eingeschränkt vergleichbare Ergebnisse liefern. „Das kostet Zeit und erschwert insbesondere kleineren BioTech-Unternehmen und Forschungslabors den Zugang zu einer Technologie, die für die Entwicklung neuer RNA-Therapien immer wichtiger wird“, liest man in der Aussendung.

Modulare Toolkits

RNAnalytics hat es sich daher zum Ziel gesetzt, diese Analysen einfacher und standardisierter zu machen. Dafür entwickelt das Unternehmen modulare Toolkits, die auf bereits vorhandener Laborausstattung eingesetzt werden können. Sie kombinieren validierte Messmethoden, Reagenzien und Referenzmaterialien und wollen Laboren damit einen „klar definierten Ablauf für die Untersuchung von Lipid-Nanopartikeln“ ermöglichen.

„Die SAFE-Finanzierung gibt uns in dieser frühen Phase die Möglichkeit, unsere Toolkits konsequent weiterzuentwickeln und parallel den Ausbau unserer Softwareplattform voranzutreiben. Mit tecnet equity haben wir dabei einen Partner an unserer Seite, der die Herausforderungen technologieintensiver Gründungen versteht“, sagt Enkmann, CEO von RNAnalytics.

RNAnalytics: Plattform in Entwicklung

Der Ansatz des Tullner Startups geht jedoch über einzelne Labortests hinaus, wie man mitteilt: Parallel zu den Toolkits entwickelt das Unternehmen eine Softwareplattform, in der die bei den Analysen entstehenden Daten zusammengeführt und automatisch ausgewertet werden können.

So entstehe ein umfassendes Bild der relevanten Qualitätsmerkmale eines RNA-Therapeutikums. Statt Messergebnisse aus unterschiedlichen Geräten und Tests einzeln auszuwerten, könnten Labore ihre Daten zentral verarbeiten, verschiedene Qualitätsparameter miteinander vergleichen und standardisierte Berichte erstellen. Die Kombination aus physischen Toolkits und Software soll damit einen bislang stark fragmentierten Analyseprozess in einen durchgängigen Workflow überführen.

„RNAnalytics setzt an einem sehr konkreten Problem in einem technologisch anspruchsvollen und stark wachsenden Bereich der Biotechnologie an. Besonders überzeugt uns der Ansatz, komplexe Laboranalytik durch standardisierte Toolkits zugänglicher zu machen und diese gleichzeitig in einer skalierbaren Softwareplattform zusammenzuführen“, erklärt Christian Laurer, Senior Investment Manager bei tecnet equity. „Die beiden Gründer:innen verbinden fundiertes wissenschaftliches Know-how mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen in der LNP-Analytik und einer überzeugenden Produktvision. Diese Kombination war für uns eine wesentliche Grundlage für das Investment in dieser frühen Phase.“

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