11.07.2019

Übernahme: techbold kauft May-Computer und systemgruppe

Das Wiener IT-Startup techbold von Damian Izdebski übernimmt mit "May-Computer" und "systemgruppe" zwei neue Unternehmen. Bei der Übernahme handelt es sich laut techbold um einen Asset Deal, da Kunden, IT-Infrastruktur und Mitarbeiter übernommen werden.
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techbold
(c) techbold v.l.n.r.: Gerald Reitmayr, Vorstand techbold; Wolfgang May, Eigentümer May-Computer; Damian Izdebski, Gründer und CEO techbold

Erst im Mai diesen Jahres hat das Wiener IT-Startup techbold von Damian Izdebski den IT-Dienstleister Bitquadrat übernommen (der brutkasten berichtete). Damals hieß es, dass heuer noch zwei weitere Zukäufe folgen könnten, was sich nun bestätigt. Wie techbold in einer Aussendung mitteilte, hat der IT-Dienstleister Anfang Juli die IT-Unternehmen „May-Computer“ von Wolfgang May und „systemgruppe“ von Claus Drennig übernommen.

+++ “Die IT-Sicherheit bei KMU ist deutlich zurückgegangen” +++

techbold schließt Asset Deals ab

Bei beiden Firmenübernahmen handelt es sich laut techbold um sogenannte Asset Deals, im Rahmen derer Kunden, IT- Infrastruktur sowie Mitarbeiter der beiden Firmen übernommen werden. Die Übernahme läuft vor dem Hintergrund einer anorganischen Wachstumsstrategie von techbold ab. Zudem soll dadurch der Bedarf an Fachkräften des Unternehmens abgedeckt werden. Derzeit verfügt das Startup über 50 IT-Spezialisten.

Die beiden Eigentümer der übernommenen Firmen, Wolfgang May (May-Computer GmbH) und Claus Drennig (systemgruppe GmbH), sollen sich künftig neuen Projekten widmen, für die bestehenden Kunden soll es laut techbold hingegen keine Änderungen geben.

Umsatz von zehn Millionen Euro angestrebt

„Wir konnten innerhalb sehr kurzer Zeit insgesamt drei Firmenübernahmen über die Bühne bringen und sind damit noch besser in der Lage, uns als IT-Spezialist für mittelständische Unternehmen zu positionieren. Wir werden unseren Wachstumskurs auch weiterhin fortsetzen – mit weiteren Übernahmekandidaten führen wir bereits Gespräche. Auch gute IT Fachkräfte sind uns jederzeit willkommen“, so Izdebski in einer ersten Stellungnahme. Für das kommende Geschäftsjahr strebt er einen Umsatz von zehn Millionen Euro an.


=> zur Page des Unternehmens

Videoarchiv: Damian Izdebski im Interview mit dem brutkasten

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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